Rund 300'000 Menschen albanischer Herkunft leben in der Schweiz – etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung. Albanisch ist nach Englisch und Portugiesisch die drittgrösste Nicht-Landessprache des Landes, und die meisten Familien haben Wurzeln im Kosovo und in Nordmazedonien. Hier findest du die aktuellen BFS-Zahlen nach Kanton, die Geschichte der Migration und die Community von heute.
Im Frühling 1980 stieg Rahim Shehu aus dem Zug, um eine Saison auf einer Schweizer Baustelle zu arbeiten und dann heimzukehren. Er blieb. Die Neue Zürcher Zeitung zeichnete seinen Weg nach — vom geschätzten Arbeiter über den, der auf der Strasse als «Scheiss-Ausländer» beschimpft wurde, bis zum Mann, dem heute sein Haus im Kanton Zürich gehört. Es ist eine Geschichte, aber ihre Form — gebraucht, dann verachtet, dann still angekommen — ist die Form einer ganzen Gemeinschaft. Die Zahlen unten zeichnen denselben Bogen.
Wie viele Albaner leben in der Schweiz?
Schätzungen des Bundes zufolge leben rund 300'000 Albanerinnen und Albaner in der Schweiz – inklusive Eingebürgerte und Secondos. Das Bundesamt für Statistik zählte Ende 2024 zudem 190'764 Staatsangehörige aus dem Kosovo, Nordmazedonien und Albanien. Damit gehört die albanische Community zu den grössten Bevölkerungsgruppen mit Migrationsgeschichte in der Schweiz.
Mehr zu diesem Thema findest du in Albaner in Zürich: Zahlen & Fakten 2026 und Hochzeit, Ehe und albanische Traditionen.
| Staatsangehörigkeit | Personen in der Schweiz (31.12.2024) |
|---|---|
| Kosovo | 116'425 |
| Nordmazedonien | 70'469 |
| Albanien | 3'870 |
| Total dieser drei Staaten | 190'764 |
Quelle: BFS STATPOP, ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit.
Warum es keine offizielle «Albaner-Zahl» gibt
Die Schweiz erfasst in ihrer Statistik die Staatsangehörigkeit, nicht die Ethnie. Wer den Schweizer Pass besitzt, zählt als Schweizerin oder Schweizer – und verschwindet damit aus der Ausländerstatistik, obwohl die albanischen Wurzeln bleiben. Ethnische Albaner aus Nordmazedonien wiederum werden als Nordmazedonier gezählt.
Der beste Näherungswert ist deshalb die Sprache. In der Strukturerhebung 2024 des Bundesamts für Statistik gaben 223'194 Personen ab 15 Jahren Albanisch als Hauptsprache an – 3,0 Prozent –, und 256'641 sprechen es regelmässig zu Hause. Beide Zahlen lassen Kinder unter 15 Jahren aussen vor, die gar nicht befragt werden; deshalb gehen Schätzungen für die gesamte albanischsprachige Bevölkerung von über 300'000 Personen aus. Schon die Diasporastudie des Staatssekretariats für Migration schätzte allein die kosovarische Community im Jahr 2010 auf 150'000 bis 170'000 Personen.
Sind Kosovaren Albaner?
Die grosse Mehrheit der Kosovarinnen und Kosovaren sind ethnische Albaner – Kosovaren in der Schweiz sind also fast immer auch Albaner. Umgekehrt gilt das nicht: Die albanische Diaspora der Schweiz stammt aus drei Ländern. Am grössten ist die Gruppe mit Wurzeln im Kosovo, gefolgt von den Albanern aus Nordmazedonien; Familien aus Albanien selbst bilden die kleinste Gruppe.
Gemeinsam sind allen die Sprache, die Kultur und oft eine ähnliche Migrationsgeschichte. Wer die Community verstehen will, sollte deshalb nicht nur auf den Pass schauen, sondern auf Sprache und Herkunftsregion.
Wo leben die meisten Albaner in der Schweiz?
Die grösste albanischsprachige Bevölkerung hat der Kanton Zürich mit rund 48'500 Personen. Den höchsten Anteil an der Bevölkerung erreicht aber der Aargau: Dort geben 4,9 Prozent der Menschen ab 15 Jahren Albanisch als Hauptsprache an – Schweizer Rekord. Nach Anteil folgen Glarus und St. Gallen mit je rund 4,6 Prozent, danach der Thurgau und Solothurn – wobei die Fehlermarge der Erhebung in einem so kleinen Kanton wie Glarus sehr gross ist. Nach der reinen Zahl der Sprechenden sieht die Reihenfolge anders aus: Auf Zürich folgen der Aargau, St. Gallen, Bern und die Waadt.
| Kanton | Albanischsprachige (ab 15 J.) | Anteil 15+ |
|---|---|---|
| Zürich | 48'457 | 3,6 % |
| Aargau | 29'727 | 4,9 % |
| St. Gallen | 20'745 | 4,6 % |
| Bern | 19'459 | 2,2 % |
| Waadt | 15'896 | 2,3 % |
| Luzern | 13'467 | 3,7 % |
| Thurgau | 10'624 | 4,3 % |
| Solothurn | 10'283 | 4,2 % |
| Genf | 9'842 | 2,4 % |
| Freiburg | 7'640 | 2,7 % |
| Schweiz total | 223'194 | 3,0 % |
Gezeigt sind die zehn Kantone mit den meisten Albanischsprachigen – die vollständige Verteilung über alle Kantone siehst du auf der Karte. Quelle: BFS Strukturerhebung 2024 (Tabelle T 01.08.01.02, publiziert im März 2026). Gezählt sind Personen ab 15 Jahren in Privathaushalten; pro Person sind bis zu drei Hauptsprachen möglich, Kinder unter 15 fehlen – die tatsächliche Zahl der Albanischsprachigen liegt also deutlich höher.
Ein Detail überrascht viele: Bei den kosovarischen Staatsangehörigen liegt der Aargau mit 19'185 Personen sogar vor Zürich mit 18'114. Und auf Gemeindeebene führen kleinere Orte das Ranking an – in Egerkingen SO (9,3 %), Reinach AG (9,2 %) und Spreitenbach AG stellen Kosovarinnen und Kosovaren die schweizweit höchsten Bevölkerungsanteile.
Warum gibt es so viele Albaner in der Schweiz?
Die albanische Migration in die Schweiz verlief in drei grossen Wellen: Arbeitsmigration ab den 1960er-Jahren, Familiennachzug in den 1980er- und 1990er-Jahren und die Flucht vor dem Kosovo-Krieg 1998/99. Zusammen machten sie die Schweiz zu einem der wichtigsten Länder der albanischen Diaspora weltweit.

Saisonniers und Gastarbeiter (1960er- bis 1980er-Jahre)
Die ersten Albaner kamen als Saisonniers und Gastarbeiter aus dem damaligen Jugoslawien. Ab 1964 rekrutierte der Schweizer Bauernverband gezielt jugoslawische Arbeitskräfte – Kosovo-Albaner waren dabei überproportional vertreten. Ab etwa 1970 arbeiteten grosse Saisonnier-Kontingente im Baugewerbe. Bis in die 1980er-Jahre bestand die Community fast ausschliesslich aus Männern, die ihre Familien in der Heimat zurückliessen und Geld nach Hause schickten.
Familiennachzug (1980er- und 1990er-Jahre)
Als sich die Lage im Kosovo unter der jugoslawischen Regierung zuspitzte, holten viele Arbeiter ihre Familien nach. Aus Saisonniers wurden Niedergelassene, aus einer Arbeitsmigration wurde eine Einwanderung von Familien – die Grundlage der heutigen zweiten und dritten Generation.
Der Kosovo-Krieg 1998/99
Der Krieg im Kosovo trieb über 50'000 Menschen in die Schweiz – gemessen an der Bevölkerung nahm kaum ein Land mehr Geflüchtete auf. Viele blieben nach Kriegsende, weil ihre Familien längst hier verwurzelt waren. Diese Fluchtwelle prägt die Community bis heute: Ein grosser Teil der albanischen Bevölkerung der Schweiz hat Wurzeln im Kosovo.

Anerkennung des Kosovo und Einbürgerung (seit 2008)
Die Schweiz war 2005 das erste Land, das in der UNO eine Diskussion über die Unabhängigkeit des Kosovo forderte, und anerkannte den jungen Staat am 27. Februar 2008 als einer der ersten Staaten Europas – einen Tag vor Österreich. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey nannte die grosse kosovarische Gemeinschaft in der Schweiz explizit als Argument und ist heute Ehrenbürgerin des Kosovo. Die Verwurzelung zeigt sich auch in der Einbürgerungsstatistik: 2025 erhielten 2'106 Kosovarinnen und Kosovaren den Schweizer Pass – Platz vier aller Nationalitäten.

Welche Sprache sprechen die Albaner in der Schweiz?
Die Diaspora stammt mehrheitlich aus dem Kosovo und Nordmazedonien und spricht deshalb überwiegend gegische Dialekte – das Standardalbanische basiert dagegen auf dem südlichen Toskischen. Albanisch gehört zu den meistgesprochenen Nicht-Landessprachen des Landes: 223'194 Personen ab 15 Jahren gaben es 2024 als Hauptsprache an, 256'641 sprechen es regelmässig zu Hause – hinter Englisch und Portugiesisch und vor Spanisch und Türkisch.
«Die Pflege und die Kenntnis der Muttersprache werden von vielen Eltern nicht als wichtig erachtet.»
Basil Schader, Albanologe, ehemals Pädagogische Hochschule Zürich, gegenüber 20 Minuten
Gleichzeitig beobachten Fachleute einen schleichenden Sprachverlust: Laut SRF verläuft ein vollständiger Sprachwechsel typischerweise über drei bis vier Generationen – die erste Generation spricht besser Albanisch als Deutsch, die dritte oft nur noch rudimentär. Ab der zweiten Generation sprechen viele Albanischstämmige auch untereinander Schweizerdeutsch.
Dagegen arbeitet die Shkolla Shqipe: Der Lehrer- und Elternverband LAPSH «Naim Frashëri» organisiert freiwilligen Albanischunterricht in 18 Kantonen, mit 152 Klassen und über 1'800 Schülerinnen und Schülern (Stand 2024). Das ist allerdings nur ein kleiner Teil aller albanischsprachigen Kinder – die Kurse finden ausserhalb der Schulzeit statt und sind meist kostenpflichtig.
Welche Religion haben die Albaner in der Schweiz?
Die Albanerinnen und Albaner in der Schweiz sind überwiegend sunnitische Muslime; daneben gibt es Bektaschiten sowie über 20'000 Christen, vor allem albanisch-orthodoxe und katholische. Der albanisch-islamische Dachverband DAIGS vertritt rund 50 Moscheegemeinden im ganzen Land. Offizielle Prozentzahlen existieren nicht, weil das BFS die Religionszugehörigkeit nicht separat für Albaner ausweist.
«So gibt es ‚kosovarische Moscheen‘, deren Vorstand hauptsächlich aus Kosovaren besteht, und ‚mazedonisch-albanische Moscheen‘.»
Arlinda Amiti, Doktorandin zur albanisch-muslimischen Gemeinschaft in der Schweiz (Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft, Universität Freiburg)
Typisch albanisch ist der pragmatische Umgang mit Religion. Der Dichter Pashko Vasa schrieb schon im 19. Jahrhundert: «Die Religion des Albaners ist das Albanertum» – ein Aufruf, religiöse Unterschiede hinter die gemeinsame Sprache und Kultur zu stellen. Muslimische, katholische und orthodoxe Albaner feiern in der Schweiz bis heute gemeinsam an denselben Festen.
Wie gut sind Albaner in der Schweiz integriert?
Kaum eine Einwanderergruppe hat einen so deutlichen Imagewandel erlebt. In den 1990er- und 2000er-Jahren dominierten Vorurteile: Umfragen zählten Albaner damals zu den am wenigsten erwünschten Einwanderergruppen, und im Alltag berichteten viele von Diskriminierung bei der Job- und Wohnungssuche – Erfahrungen, welche die zweite Generation bis heute prägen.
Die Realität von heute sieht anders aus. Laut Blick sind allein in der Deutschschweiz über 6'000 Firmen in den Händen albanischstämmiger Unternehmerinnen und Unternehmer – vom Bau über die Gastronomie bis zur Pflege. Der Wirtschaftsverband Swissalbs vernetzt rund 650 Mitglieder und kürt jedes Jahr die besten Unternehmen der Community. Die Zahl der kosovarischen Studierenden an Schweizer Universitäten versiebenfachte sich zwischen 2008 und 2017 von 67 auf rund 460. Und seit 2023 sitzen Albanerinnen und Albaner in Bundesbern und in Kantonsregierungen – dazu gleich mehr.
Berühmte Albanerinnen und Albaner in der Schweiz
Kaum etwas zeigt den Aufstieg der Community so deutlich wie ihre bekanntesten Namen – vom Captain der Nati über Eurovision bis in den Nationalrat.

Nati-Captain · 100+ Spiele

Nati-Stürmer · 3 WMs

Nati-Mittelfeld · 83 Spiele

Nati-Stürmer · 76 Spiele

Eurovision 2021 · 3. für die Schweiz

Jazzsängerin · ECM Records

Erster Schweizer Albaner im Nationalrat

Erste im Kosovo Geborene in einer Kantonsregierung
Photos via Wikimedia Commons — Xhaka: Chelsea Debs (CC BY-SA 2.0); Shaqiri: Christophe95 (CC BY-SA 3.0); Behrami: R. Niemeyer (CC BY-SA 3.0); Mehmedi: Fanny Schertzer (CC BY 3.0); Gjon's Tears: christophermag.com (CC BY-SA 4.0); Elina Duni: Rromir Imami (CC BY-SA 4.0); Ylfete Fanaj (CC BY 3.0 CH); Islam Alijaj: Swiss Parliamentary Services.
Fussball
- Granit Xhaka – geboren in Basel, Familie aus Podujevo (Kosovo); Captain und Rekordnationalspieler der Schweiz, Deutscher Meister mit Leverkusen. Sein Bruder Taulant spielte für Albanien – an der EM 2016 standen sich die Brüder als erstes Brüderpaar der EM-Geschichte in gegnerischen Teams gegenüber.
- Xherdan Shaqiri – geboren bei Gjilan (Kosovo), aufgewachsen in Augst BL; Champions-League-Sieger, drei Bundesliga-Titel mit Bayern, seit 2024 zurück beim FC Basel.
- Ardon Jashari – geboren in Cham ZG, Familie aus Nordmazedonien; Mittelfeldspieler der AC Milan und der Nati, zuvor jüngster Captain der FC-Luzern-Geschichte.
- Valon Behrami – aus Mitrovica (Kosovo); 83 Länderspiele und als erster Schweizer an vier WM-Endrunden in Folge.
- Blerim Džemaili und Admir Mehmedi – beide mit Wurzeln in Nordmazedonien, zusammen über 130 Länderspiele für die Schweiz.
Musik und Kultur
- Gjon's Tears – Vater aus dem Kosovo, Mutter aus Tirana; holte am Eurovision Song Contest 2021 mit «Tout l'univers» den dritten Platz, damals das beste Schweizer Resultat seit 1993.
- Loredana – geboren in Luzern, Familie aus Ferizaj (Kosovo); eine der meistgestreamten deutschsprachigen Rapperinnen.
- Elina Duni – Jazzsängerin aus Tirana, ausgebildet in Bern; ECM-Künstlerin und Gewinnerin des Swiss Jazz Award 2025.
- Patrick Nuo – Luzerner Popsänger mit kosovo-albanischem Vater, Durchbruch 2003 mit «5 Days».
Politik und Wirtschaft
- Islam Alijaj (SP, Zürich) – 2023 mit 95'054 Stimmen als erster Nationalrat mit albanischen Wurzeln gewählt; der Behindertenaktivist kam als Einjähriger aus dem Kosovo in die Schweiz.
- Ylfete Fanaj (SP, Luzern) – seit 2023 erste Regierungsrätin der Schweiz mit kosovarischen Wurzeln; sie leitet das Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement.
- Arbër Bullakaj (SP, St. Gallen) – rückte im April 2026 als zweiter Parlamentarier mit albanischen Wurzeln in den Nationalrat nach.
- Përparim Avdili (FDP, Zürich) – Präsident der FDP der Stadt Zürich und Mitgründer und Präsident von Swissalbs.
- Liridona Makica – gründete 2021 die Spitex Dona mit heute rund 50 Mitarbeitenden und gewann 2024 als erste Frau den Swissalbs-Unternehmerpreis.
Die albanische Community in der Schweiz heute
Die Community von heute ist bestens organisiert. Das Alba Festival in Zürich ist das grösste albanische Musikfestival ausserhalb des albanischen Sprachraums und zog zuletzt rund 25'000 Besucherinnen und Besucher an. Die Plattform albinfo.ch berichtet seit 2009 dreisprachig über die Diaspora, seit Mai 2011 vertritt ein Dachverband mit Sitz in Bern die Anliegen der Albanerinnen und Albaner, und Swissalbs vernetzt die Wirtschaft. Dazu kommen unzählige Fussballclubs, Tanzgruppen, Elternvereine und die Shkolla Shqipe.

«Ich lebe beide Welten. Ich lebe in der Schweiz als Kosovare und in Kosovo als Schweizer.»
Bujar Nrecaj, Architekt, in der Schweiz aufgewachsen, gegenüber SRF
Auch digital wächst die Community zusammen – und hier schlägt dua.com eine doppelte Brücke. Zum einen verbindet die grösste Dating- und Community-App für Albanerinnen und Albaner die Menschen innerhalb der Schweiz miteinander: Wer in Zürich, im Aargau, in St. Gallen oder Genf lebt, findet hier andere Albanerinnen und Albaner in der Nähe, statt darauf zu hoffen, sich zufällig an einem Fest über den Weg zu laufen. Zum anderen hält dua.com die Verbindung zur weltweiten Diaspora und zurück in die Heimat offen. Über eine Million verifizierte Nutzerinnen und Nutzer sind bereits dabei. Wie Herkunft und Kultur das Kennenlernen prägen, liest du in Wie sind Albaner in einer Beziehung? und Albanische Frauen: Schönheit, Stärke und Tradition.
«Früher war Kosovo für mich ein fremdes Land. Wir sind dorthin in die Sommerferien gefahren und haben Verwandte besucht.»
Valon Asani, zwischen beiden Welten aufgewachsen und später Gründer von dua.com, gegenüber SRF
Die albanische Geschichte der Schweiz ist damit längst keine reine Migrationsgeschichte mehr. Sie ist die Geschichte einer Community, die in zwei Kulturen zu Hause ist – und die Schweiz in Sport, Wirtschaft, Kultur und Politik mitgestaltet.
Häufige Fragen zu Albanern in der Schweiz
Wann kamen die ersten Albaner in die Schweiz?
Die ersten Albaner kamen in den 1960er-Jahren als Saisonniers und Gastarbeiter in die Schweiz, ab 1964 auch über die Rekrutierung jugoslawischer Arbeitskräfte durch den Schweizer Bauernverband. Bis in die 1980er-Jahre waren es fast ausschliesslich Männer, die im Baugewerbe und in der Landwirtschaft arbeiteten.
Wie viele Kosovaren leben in der Schweiz?
Ende 2024 lebten 116'425 Personen mit kosovarischer Staatsangehörigkeit in der Schweiz (BFS). Dazu kommen Zehntausende Eingebürgerte: Bereits die SEM-Diasporastudie von 2010 schätzte die kosovarische Community auf 150'000 bis 170'000 Personen. Damit ist die Schweiz eines der wichtigsten Länder der kosovarischen Diaspora weltweit.
Ist Albanisch die zweitgrösste Nicht-Landessprache der Schweiz?
Das wird oft gesagt, doch laut den Zahlen des Bundes liegt Albanisch auf Platz drei. In der Strukturerhebung 2024 des Bundesamts für Statistik gaben 223'194 Personen ab 15 Jahren Albanisch als Hauptsprache an – hinter Englisch (552'364) und Portugiesisch (263'641). Zählt man alle, die es regelmässig zu Hause sprechen, kommt Albanisch auf 256'641. Da Kinder unter 15 Jahren nicht befragt werden, ist die tatsächliche Zahl der Albanischsprachigen in der Schweiz höher – Schätzungen gehen von über 300'000 aus.
In welchem Kanton leben die meisten Albaner?
In absoluten Zahlen führt der Kanton Zürich mit rund 48'500 Albanischsprachigen. Den höchsten Anteil an der Bevölkerung hat der Aargau mit 4,9 Prozent; Glarus und St. Gallen folgen mit je rund 4,6 Prozent – angesichts der Fehlermarge der Erhebung zu nahe beieinander, um sie zu trennen. Bei den kosovarischen Staatsangehörigen liegt der Aargau mit 19'185 Personen sogar vor Zürich.
Wie viele albanische Firmen gibt es in der Schweiz?
Schätzungen zufolge sind allein in der Deutschschweiz über 6'000 Firmen in den Händen albanischstämmiger Unternehmerinnen und Unternehmer. Der Wirtschaftsverband Swissalbs vernetzt rund 650 Mitglieder und zeichnet mit seinem Unternehmerpreis jedes Jahr die erfolgreichsten von ihnen aus.
Welche berühmten Schweizer haben albanische Wurzeln?
Zu den bekanntesten gehören die Fussballer Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Ardon Jashari, die Rapperin Loredana, Eurovision-Star Gjon's Tears, Nationalrat Islam Alijaj und Regierungsrätin Ylfete Fanaj. Sie alle stehen für eine Generation, die die Schweiz in Sport, Kultur, Politik und Wirtschaft mitprägt.
Was ist das Alba Festival in Zürich?
Das Alba Festival ist das grösste albanische Musikfestival ausserhalb des albanischen Sprachraums. Es findet seit 2019 in Zürich statt und zog zuletzt rund 25'000 Besucherinnen und Besucher an. Das Festival gilt als wichtigster Treffpunkt der albanischen Community in der Schweiz.
Wo kann man Albanerinnen und Albaner in der Schweiz kennenlernen?
Im Alltag über Vereine, Community-Events wie das Alba Festival oder albanische Lokale – und gezielt über dua.com, die grösste Dating- und Community-App für Albanerinnen und Albaner weltweit. Dort findest du verifizierte Profile aus der ganzen Schweiz, von Zürich über den Aargau bis nach Genf.








