Albaner in Basel: Zahlen, Quartiere und Gemeinschaft 2026

Das Kleinbasler Rheinufer von der Mittleren Bruecke aus, dahinter der Roche-Turm

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie viele Albanerinnen und Albaner leben in Basel?
  2. Wo in der Region Basel leben Albanerinnen und Albaner?
  3. Die Zählung, die aufgehört hat zu zählen
  4. Kosovo oder Nordmazedonien?
  5. Wie kamen die Albaner nach Basel?
  6. Welche Sprache sprechen Albaner in Basel?
  7. Glaube und albanischsprachige Gemeinschaften
  8. Arbeit, Geschäft und die Firmen, die niemand gezählt hat
  9. Bekannte Albanerinnen und Albaner aus Basel
  10. Was das albanische Basel tatsächlich tut
  11. Die Gemeinschaft heute — und wie man sich kennenlernt
  12. Verzeichnis: die albanische Gemeinschaft in Basel
  13. Häufige Fragen zu den Albanern in Basel

Die Spracherhebung 2024 schätzt für Basel-Stadt und Basel-Landschaft zusammen 11'539 Menschen ab 15 Jahren, die Albanisch als Hauptsprache angeben. Das ist ein Ausgangspunkt, keine Volkszählung aller Menschen mit albanischen Wurzeln. Von Kleinbasel und St. Johann bis Pratteln folgt dieser Beitrag den Familien, Schulen, Vereinen und Arbeitsorten hinter den Zahlen — und erklärt, warum Sprache, Staatsangehörigkeit und Nachnamen unterschiedliche Geschichten erzählen.

Im Sommer 1990 stieg Ragip Xhaka im Kosovo mit seiner Frau in einen Bus und fuhr damit in die Schweiz. Er war siebenundzwanzig und hatte rund dreieinhalb Jahre in jugoslawischer Haft verbracht, nachdem er 1986 als Student in Pristina verhaftet worden war; die Angaben zum Urteil selbst gehen auseinander, seine eigene Darstellung lautet, es habe mit einem Freispruch geendet. In Basel fand er Arbeit bei einer Gartenbaufirma und blieb siebzehn Jahre lang beim selben Betrieb; seine Frau putzte und nahm später eine Stelle in einer Röhrenfabrik an. Zwei Söhne kamen in der Stadt zur Welt, und es fiel auf, wie sie unterhalb der Wohnung im Voltapark einem Ball nachjagten.

Granit Xhaka im Schweizer Trikot während eines Spiels gegen Argentinien in Bern, Februar 2012
Granit Xhaka, 1992 in der Stadt Basel geboren und im Quartier St. Johann aufgewachsen, im Februar 2012 im Einsatz für die Schweiz — wenige Monate bevor er den FC Basel verliess. Foto: Fanny Schertzer / Wikimedia Commons (CC BY 3.0), 2012.

Achtzehn Jahre nachdem dieser Bus angekommen war, liess dieselbe Stadt beide Söhne auflaufen. Heute ist der Familienname aus der Wohnung beim Voltapark im Kanton Basel-Stadt häufiger als die meisten alten Basler Namen. Die Zahlen weiter unten zeichnen denselben Bogen nach.

Neben diesen lokalen Institutionen bietet dua.com Albanern einen weiteren Weg zu persönlichen Begegnungen in der Region Basel und darüber hinaus. Eine gemeinsame Sprache oder Herkunft kann ein Gespräch eröffnen; sie bedeutet nicht, dass alle dieselbe Geschichte haben.

Wie viele Albanerinnen und Albaner leben in Basel?

Das hängt davon ab, welches Basel gemeint ist — und in Basel ist diese Frage schwieriger als sonst irgendwo in der Schweiz, weil Stadt und Kanton fast dasselbe sind, die Gemeinschaft aber nicht.

Im Kanton Basel-Stadt gaben in der Strukturerhebung 2024 des Bundesamts für Statistik 5'231 Personen ab 15 Jahren Albanisch als Hauptsprache an — 3,10 Prozent dieser Altersgruppe. Im Kanton Basel-Landschaft, dem Halbmond aus Vororten und Dörfern, der sich um die Stadt legt, sind es 6'308 oder 2,49 Prozent. Zusammen: 11'539 Menschen.

Zählt man stattdessen nach Pass, lebten Ende 2025 in den beiden Kantonen 10'257 Staatsangehörige von Kosovo, Nordmazedonien und Albanien — 4'183 in Basel-Stadt und 6'074 in Basel-Landschaft. Davon kamen 3'288 in der Schweiz zur Welt.

Keine der beiden Messungen zählt eine ethnische Gemeinschaft. Die Spracherhebung umfasst Personen ab 15 Jahren in Privathaushalten; die Staatsangehörigkeitszahlen schliessen Schweizer Bürger aus und Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft ein. Die Gruppen überschneiden sich und dürfen nicht addiert werden. Insbesondere ist die Summe der drei Staatsangehörigkeiten keine belegte Untergrenze der albanischen Bevölkerung.

Basel liegt im Mittelfeld, und das ist die ehrliche Schlagzeile

Es wäre verlockend zu schreiben, Basel sei eine grosse albanische Stadt. Die Bundesdaten geben das nicht her. Nach dem Anteil der Menschen, die Albanisch als Hauptsprache angeben, liegt Basel-Stadt auf Platz neun der sechsundzwanzig Kantone und Basel-Landschaft auf Platz elf. An der Spitze steht der Aargau mit 4,85 Prozent, gefolgt von Glarus, St. Gallen, Thurgau, Solothurn, Schaffhausen, Luzern und Zürich. Allein der Kanton Zürich zählt 48'457 Albanischsprachige — mehr als viermal so viele wie beide Basel zusammen.

Balkendiagramm: Basel-Stadt liegt 2024 auf Rang 9 und Basel-Landschaft auf Rang 11 der 26 Schweizer Kantone nach dem Anteil der Menschen, die Albanisch als Hauptsprache angeben — hinter Aargau, Glarus, St. Gallen, Thurgau, Solothurn, Schaffhausen, Luzern und Zürich

Die Sprachzahlen sind Stichprobenschätzungen. Für Basel-Stadt beträgt das relative Vertrauensintervall des Werts 2024 ±18,1 Prozent. Jährliche Schwankungen dürfen deshalb nicht als genaue Bevölkerungsveränderungen gelesen werden. Der einfache Durchschnitt der Jahresschätzungen 2020–2024 liegt bei etwa 4'563 für Basel-Stadt und 5'905 für Basel-Landschaft. Dieser rechnerische Durchschnitt ist keine separat veröffentlichte gepoolte Erhebung.

Warum es keine exakte albanische Zahl gibt

Die Schweiz erfasst keine Ethnie. Sie erfasst Pässe, und sie fragt eine rotierende Stichprobe von Erwachsenen, welche Sprachen sie sprechen. Drei verschiedene Instrumente ergeben deshalb drei verschiedene Basel, und jedes davon übersieht eine andere Gruppe von Menschen.

Grafik: Staatsangehörigkeiten, geschätzte Hauptsprachen ab 15 Jahren und historische Einbürgerungen in Basel-Stadt. Die Gruppen überlappen; die Werte dürfen nicht addiert werden.

Ein dritter Datensatz erfasst für Basel-Stadt 4'609 Einbürgerungen von 2002 bis 2024 in den ausgewählten Staatsangehörigkeitskategorien. Darin enthalten ist die frühere Sammelkategorie Serbien–Montenegro–Kosovo. Das ist eine historische Ereignissumme, keine Zahl heute noch im Kanton lebender Menschen albanischer Herkunft. Sie darf nicht einfach zur heutigen ausländischen Bevölkerung addiert werden.

Von diesen 4'609 Einbürgerungen entfallen 2'574 auf die Sammelkategorie Serbien–Montenegro–Kosovo der Jahre 2002–2014. Das Register trennt darin keine ethnischen Identitäten. Ein heutiges Bevölkerungsmodell bräuchte zudem Todesfälle, Zu- und Wegzüge, hier geborene Nachkommen und Überschneidungen zwischen Sprache, Staatsangehörigkeit und Herkunft. Diese lokalen Kreuztabellen fehlen. Eine genaue ethnische Gesamtzahl oder ein pauschaler Zuschlag von 20 Prozent ist deshalb nicht begründbar.

Grafik: 4.609 Einbürgerungen in ausgewählten Kategorien in Basel-Stadt, 2002–2024, einschliesslich der älteren Gruppe Serbien–Montenegro–Kosovo. Keine aktuelle ethnische Bevölkerungszahl.

Wo in der Region Basel leben Albanerinnen und Albaner?

Die Staatsangehörigkeitszahlen zeigen mehrere Schwerpunkte: Stadtquartiere an beiden Rheinufern sowie Gemeinden entlang von Rhein und Ergolz in Basel-Landschaft. Das sind Muster der drei ausgewählten Staatsangehörigkeiten, keine Grenzen albanischer Quartiere.

Balkendiagramm: Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner mit einem Pass von Kosovo, Nordmazedonien oder Albanien nach Gemeinde in der Region Basel, 2025 — Pratteln am höchsten mit 6,7 Prozent, die Stadt Basel 2,2 Prozent, die Stadt Zürich 0,8 Prozent
Blick über die Siedlung Längi in Pratteln mit flutlichtbeleuchteten Fussballplätzen im Vordergrund
Die Siedlung Längi in Pratteln, Kanton Basel-Landschaft: rund 2'500 Bewohnerinnen und Bewohner aus 58 Nationen auf vierzehn Hektaren. Foto: Grenouille1234 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 2021.

Pratteln führt die Region mit Abstand an: 1'113 seiner 16'595 Einwohnerinnen und Einwohner haben einen kosovarischen, nordmazedonischen oder albanischen Pass, 6,7 Prozent — und das noch bevor irgendjemand mitgezählt wird, der eingebürgert ist. Frenkendorf folgt mit 5,1 Prozent, dann Füllinsdorf und Zunzgen mit 4,2, Lausen mit 3,8 und Gelterkinden mit 3,3. Das sind keine Vororte im Sinne eines Pendlergürtels. Sie sind das industrielle Rückgrat von Basel-Landschaft.

Basel und Zürich: ein Vergleich nach Staatsangehörigkeit

Und doch betrifft die überraschendste Zahl der Bundesdaten die Stadt selbst. In der Stadt Basel haben 4'006 von 180'097 Einwohnerinnen und Einwohnern einen dieser drei Pässe: 2,2 Prozent. In der Stadt Zürich lautet der entsprechende Wert 3'389 von 440'935 — 0,8 Prozent.

Diagramm: 2,2 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Basel haben einen Pass von Kosovo, Nordmazedonien oder Albanien gegenüber 0,8 Prozent in der Stadt Zürich

Der gemeinsame Anteil dieser drei Staatsangehörigkeiten ist in der Stadt Basel fast dreimal so hoch wie in der Stadt Zürich. Der Vergleich betrifft Gemeindegrenzen und Pässe. Er belegt weder, dass Basel dreimal so albanisch ist, noch dass es Menschen albanischer Herkunft besser hält als jede andere Schweizer Stadt.

Siedlungsmuster auf beiden Seiten des Rheins

Der Basiliskenbrunnen auf dem Matthäusplatz in Kleinbasel mit dem Wochenmarkt dahinter
Markttag auf dem Matthäusplatz in Kleinbasel. Unter den Stadtquartieren hat Matthäus im hier verwendeten Register die höchste gemeinsame Zahl kosovarischer, nordmazedonischer und albanischer Staatsangehöriger. Foto: Zwantzig / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 2021.

Fragt man in Basel, wo die Albanerinnen und Albaner wohnen, hört man Kleinbasel — die Arbeiterseite des Flusses, am rechten Ufer. Das kantonale Register, das seit 1979 jedes Jahr die Wohnbevölkerung nach Nationalität und Stadtquartier veröffentlicht, sagt: halb richtig. (Sein kantonaler Gesamtwert von 4'198 liegt etwas über dem Bundeswert, der andernorts auf dieser Seite verwendet wird; die beiden Register zählen leicht unterschiedliche Bevölkerungen, und keine der beiden Zahlen sollte gegen die andere gelesen werden.)

Balkendiagramm: Basler Stadtquartiere nach Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner mit einem Pass von Kosovo, Nordmazedonien oder Albanien im Jahr 2025 — Klybeck am höchsten mit 5,45 Prozent und Bachletten am tiefsten mit 0,52 Prozent, wobei die Kleinbasler Quartiere mehrheitlich nordmazedonisch und die Grossbasler Quartiere mehrheitlich kosovarisch sind

Nach Anteil liegen die fünf führenden Quartiere alle in Kleinbasel: Klybeck mit 5,45 Prozent, Kleinhüningen 5,22, Clara 4,84, Rosental 4,50, Matthäus 4,23. Gegenüber 0,27 Prozent auf dem Bruderholz, dem wohlhabenden Hügel im Süden, ergibt das ein zwanzigfaches Gefälle quer durch eine kleine Stadt — und das Medianeinkommen verläuft exakt umgekehrt: CHF 37'996 im Klybeck gegenüber CHF 66'882 auf dem Bruderholz.

Bei der gemeinsamen Zahl dieser drei Staatsangehörigkeitsgruppen führt Matthäus mit 647 Personen, gefolgt von Gundeldingen (522) und St. Johann (463), beide auf der Grossbasler Seite. Kleinhüningen zählt 151. Das Register zeigt somit Schwerpunkte an beiden Ufern; es erfasst nicht alle Menschen mit albanischen Wurzeln.

Es ist ein Quartier, das sich still organisiert. Die albanische Beratungsstelle ABSM ist an der Gempenstrasse 27. Die Schule mit den meisten albanischen Mutterspracheklassen im Kanton, das Primarschulhaus Margarethen, ist an der Gempenstrasse 48. Dieselbe Strasse.

Der Erasmusplatz im Matthäus-Quartier in Kleinbasel, mit einem Bus, Menschen beim Überqueren der Strasse und Mietshäusern dahinter
Der Erasmusplatz im Matthäus-Quartier in Kleinbasel, einem der in diesem Guide beschriebenen Quartiere. Foto: Zwantzig / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 2026.

Staatsangehörigkeiten beidseits des Rheins

Schaut man, welche Pässe in welchem Quartier liegen, wird der Rhein zu einer Linie auf einer Karte des Balkans.

Innerhalb der ausgewählten Staatsangehörigkeitsgruppen ist der nordmazedonische Anteil in mehreren Kleinbasler Quartieren höher, der kosovarische in mehreren Grossbasler Quartieren. Das sind Anteile innerhalb ausgewählter Nationalitätskategorien, keine Aussagen über eine ethnische Mehrheit der gesamten Quartierbevölkerung.

Woher dieses Muster kommt, ist schwerer zu belegen, als es aussieht, und die ehrliche Antwort braucht einen Vorbehalt zur Statistik selbst. Das Basler Register führt ab 1993 einen eigenen Code für Nordmazedonien, der bis 1995 auf 1'644 Personen kommt — aber es hat bis 2008 überhaupt keinen eigenen Code für Kosovo. Davor wurden Kosovarinnen und Kosovaren unter «Ex-Jugoslawien» gezählt. Das Register allein kann also nicht zeigen, dass die Mazedonier zuerst kamen: Es zeigt, wann die Schweizer Statistik beschloss, sie getrennt zu zählen.

Vereinsgeschichten bieten eine weitere Perspektive. Besimtari wurde 1994 von Muslimen aus Nordmazedonien gegründet, Paqja entstand 2003, nachdem die bisherigen Räume zu klein geworden waren. Diese Daten dokumentieren die Vereine. Sie belegen für sich allein nicht, welche ethnische Gruppe sich zuerst an welchem Rheinufer niederliess.

Wohnungsgrösse und die Entscheidungen von Familien

Wohnungsdaten helfen, Siedlungsmuster in der Region einzuordnen. Sie belegen weder die Umzugsgründe einzelner Familien noch schliessen sie Mieten, Arbeit, Schulen und familiäre Netzwerke als Faktoren aus.

Die angeführten Leerwohnungsziffern betragen 0,9 Prozent in Basel-Stadt und 0,8 Prozent in Basel-Landschaft. Mehr als 85 Prozent der Wohnungen im Matthäus-Quartier haben höchstens drei Zimmer; das kantonale Quartierporträt beschreibt einen Mangel an Familienwohnungen. Ein separater nationaler Vergleich nennt 25,1 Quadratmeter pro nordmazedonischem und 50,3 pro Schweizer Staatsangehörigen. Diese landesweiten Mittelwerte betreffen weder ausschliesslich Albaner noch speziell Basler Haushalte.

Ein begrenztes Angebot grösserer Wohnungen kann die Suche einer Familie erschweren. Um daraus einen konkreten Umzug zu erklären, wären Angaben zu den Haushalten nötig, die diese zusammengefassten Statistiken nicht liefern.

Pratteln

Pratteln ist die ausländischste Gemeinde des Kantons Basel-Landschaft: 43,2 Prozent seiner Einwohnerinnen und Einwohner haben einen ausländischen Pass, gegenüber einem kantonalen Durchschnitt von 26,4. Das ist ein höherer Anteil als in jedem Basler Stadtquartier ausser den fünf in Kleinbasel. Funktional ist Pratteln ein Kleinbasler Quartier, das zufällig zehn Kilometer flussaufwärts liegt — und seit Oktober 1922 fährt ein Tram zwischen beiden.

Luftaufnahme über das Industriequartier von Pratteln im Kanton Basel-Landschaft
Das Industriequartier von Pratteln, jener Gemeinde, in der 6,7 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einen kosovarischen, nordmazedonischen oder albanischen Pass haben und Osmani der sechsthäufigste Nachname ist. Foto: Roland Zumbuehl / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 2004.

Warum ausgerechnet dort, in einer Zahl: Pratteln bietet 916 Arbeitsplätze pro 1'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Übervertreten sind Bau, Handel und Logistik — genau jene Branchen, in die die Community eingestiegen ist. Hirmet Ziberi, dessen eigener Vater in den 1990er-Jahren aus Nordmazedonien kam, beschreibt die Abkehr davon als die Geschichte seiner Generation: nicht mehr nur «als Maler, Gipser und Gerüstbauer».

Der Wohnraum, der das möglich machte, hat eine längere Geschichte als die Migration. 1836 wurde unter Pratteln Salz gefunden; das Salz brachte die chemische Industrie; die Industrie brachte ausländische Arbeitskräfte, und 1964 baute sie am nordöstlichen Dorfrand die Siedlung Längi, um sie unterzubringen. Die Blöcke stehen noch, und sie sind noch immer die internationalste Adresse des Kantons. Die Schriftstellerin Shqipe Sylejmani ist in ihnen aufgewachsen.

Die Zählung, die aufgehört hat zu zählen

Hier ist die Tatsache, die fast alles zunichtemacht, was zu diesem Thema geschrieben wird. Im Kanton Basel-Stadt erreichte die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit einem kosovarischen, nordmazedonischen oder albanischen Pass 2016 ihren Höchststand, bei 4'632, und sinkt seither Jahr für Jahr — bis Ende 2025 um 9,7 Prozent auf 4'183.

Eine sinkende Zahl ausländischer Staatsangehöriger zeigt für sich allein nicht, dass eine ethnische Gemeinschaft schrumpft. Einbürgerungen entfernen Menschen aus dieser Zählung; auch Migration, Geburten und Todesfälle beeinflussen sie. Die vorhandene Reihe trennt den Beitrag dieser Vorgänge nicht.

Der Kanton veröffentlicht auch jährliche Nachnamenhäufigkeiten. Unsere Auswahl von 96 mit albanischen Familien verbundenen Nachnamen ergibt eine steigende Reihe. Namen erfassen aber keine ethnische Identität: Menschen unterschiedlicher Herkunft können denselben Namen tragen, und viele Albaner haben Namen ausserhalb dieser Auswahl.

Grafik: Ausgewählte Nachnamen nahmen 2016–2025 um 17,8 Prozent zu, ausgewählte Staatsangehörigkeiten um 9,7 Prozent ab. Unterschiedliche Gruppen, keine Messung ethnischen Bevölkerungswachstums.

Die veröffentlichte Zahl für die ausgewählten Nachnamen stieg von 1'923 im Jahr 2011 auf 2'491 im Jahr 2025, also um 29,5 Prozent. Von 2016 bis 2025 nahm sie um 17,8 Prozent zu, während die ausgewählte Passzählung um 9,7 Prozent sank. Das sind unterschiedliche Gruppen. Ihre Differenz lässt sich nicht mit den 4'609 Einbürgerungen im abweichenden Zeitraum 2002–2024 gleichsetzen.

Kleine Nachnamenhäufigkeiten werden unterdrückt: 40'819 der 53'242 Nachnamenzeilen des Datenabzugs 2025 enthalten keine veröffentlichte Zahl. Das begrenzt Zeitvergleiche. Osmani, Shabani, Demiri, Ademi und Ismaili tragen auch nichtalbanische Familien. Die Grafik zeigt daher einen Indikator ausgewählter Namen, keine gemessene Wachstumsrate der gesamten albanischen Gemeinschaft.

Gashi, auf Rang vierunddreissig

Derselbe Datensatz liefert das mit Abstand konkreteste Mass dafür, wie fest verankert diese Gemeinschaft inzwischen ist. Im Vergleich mit allen Nachnamen im Kanton Basel-Stadt ist Gashi 2025 der vierunddreissigsthäufigste Name des Kantons, mit 206 Trägerinnen und Trägern. Krasniqi liegt mit 158 auf Rang zweiundfünfzig, Berisha mit 132 auf Rang dreiundachtzig.

Balkendiagramm: Im Kanton Basel-Stadt ist Gashi 2025 mit 206 Trägern der 34. häufigste Nachname, Krasniqi mit 158 der 52. und Berisha mit 132 der 83., gegenüber Müller auf Rang eins mit 1'219

Zur Einordnung: An der Spitze derselben Tabelle steht Müller mit 1'219, Meier mit 591 und Schmid mit 535. Ein kosovarischer Name aus einem Dorf bei Podujevë ist in Basel heute häufiger als die meisten alten Basler Namen — und der Trend zeigt seit fünfzehn Jahren in eine einzige Richtung.

Jenseits der Kantonsgrenze, im Kanton Basel-Landschaft, wo das statistische Amt die Nachnamen nach Gemeinde veröffentlicht, ist das Muster noch schärfer. In Pratteln ist Osmani der sechsthäufigste Nachname der ganzen Gemeinde; Bajrami liegt auf Rang elf, Krasniqi auf Rang neunzehn. Im Dorf Zunzgen ist Osmani der vierthäufigste Name und Asani der fünfthäufigste. In Lausen ist Shabani der vierthäufigste. In Birsfelden ist Bajrami der siebthäufigste.

Kosovo oder Nordmazedonien?

Schaut man genauer hin, um welche Pässe es sich handelt, teilt sich die Region Basel sauber in zwei Hälften.

Diagramm: Das Verhältnis der Pässe aus Kosovo und Nordmazedonien liegt in der Stadt Basel und im Kanton Basel-Stadt bei 52 zu 48, im Kanton Basel-Landschaft bei 68 zu 32 und im Kanton Zürich bei 57 zu 43

In der Stadt Basel wurden 2'032 kosovarische und 1'868 nordmazedonische Staatsangehörige gezählt: ungefähr 52 zu 48 zwischen diesen beiden Staatsangehörigkeiten. In Basel-Landschaft lag das entsprechende Verhältnis bei rund 68 zu 32. Diese Passmuster beschreiben die Besiedlung, bestimmen aber weder die ethnische Herkunft jedes Einzelnen noch eine ethnische Rangfolge Schweizer Städte.

Wie kamen die Albaner nach Basel?

Über die Industrie, nicht über das Asyl — und später, als die meisten annehmen.

Die Fabriken und die Arbeiter, die sie füllten (1960er bis 1980er Jahre)

Ein italienischer Gastarbeiter trägt ein kleines Kind auf der Schulter durch die Halle des Zürcher Hauptbahnhofs
Ein Gastarbeiter trägt ein Kind durch den Zürcher Hauptbahnhof. Die Aufnahme stammt aus Zürich, nicht aus Basel — doch die Ankunft, die sie festhält, ist genau jene, welche die Fabriken der Rheinebene füllte, zuerst mit Italienern und später mit Jugoslawen. Foto: Herbert Maeder / ETH-Bibliothek Zurich (CC BY-SA 4.0), 1960er-Jahre.

Basels Sogwirkung war chemisch und industriell: die Werke in Schweizerhalle, Buss in Pratteln seit den 1890er-Jahren, Firestone, Henkel, Schindler, das Coop-Verteilzentrum. Die erste Welle dieser Arbeitskräfte war italienisch, und zwar ganz überwiegend; Italiener machten noch 1979, als das Register sie erstmals gesondert ausweist, 41 Prozent aller ausländischen Staatsangehörigen im Kanton Basel-Stadt aus.

Ein schweizerisch-jugoslawisches Anwerbeabkommen gab es nie. Deutschland unterzeichnete eines 1968, Österreich 1966; die Schweiz schloss lediglich 1962 ein Sozialversicherungsabkommen und überliess die Anwerbung dann den Branchenverbänden. Der Schweizerische Bauernverband begann im Frühjahr 1964 mit der kollektiven Anwerbung, Hoteliers und Spitäler folgten, und ab etwa 1970 nahm das Baugewerbe die grössten Kontingente auf. Arbeitgeber rekrutierten häufig informell und umgingen so die Vermittlungsgebühren Belgrads, weshalb dieselben Männer Saison für Saison zurückkehrten und Stellen an Verwandte weitergaben. Diese Informalität ist der Motor der Kettenmigration, die Pratteln hervorgebracht hat.

Basel ist zugleich jene Schweizer Stadt, in der die Geschichte der Saisonniers am dünnsten ausfällt. Ihre Fabriken hatten das Elsass und Baden vor der Haustür und griffen stark auf Grenzgänger zurück, weshalb das Saisonnierstatut hier weniger Gewicht hatte als in Zürich oder in den alpinen Baukantonen. Basels Arbeitgeber griffen über die Landesgrenze, bevor sie über den Balkan griffen.

Die älteren Staatsangehörigkeitsregister fassten Menschen aus Serbien, Kosovo und Mazedonien unter jugoslawischer Staatsangehörigkeit zusammen. Das sind keine ausschliesslich albanischen Reihen. Eine neue Ländercodierung kann eine Gruppe statistisch sichtbar machen, ohne den Zeitpunkt ihrer ersten Ankunft zu markieren.

Luftaufnahme des Firestone-Reifenwerks in Pratteln im Kanton Basel-Landschaft
Das Firestone-Werk in Pratteln, eine der Fabriken der Rheinebene — neben Buss, Henkel, Schindler und den Chemiewerken in Schweizerhalle —, die jene Arbeitskräfte anzogen, aus denen die albanische Gemeinschaft der Region wurde. Foto: Werner Friedli / ETH-Bibliothek Zurich (CC BY-SA 4.0), 1959.

1970: die Stadt, die beinahe Ja sagte

Im Juni 1970 stimmte die Schweiz über die Schwarzenbach-Initiative ab, die einen grossen Teil der ausländischen Bevölkerung ausgewiesen hätte. Sie wurde national mit 45,99 Prozent Ja-Stimmen abgelehnt. Der Kanton Basel-Stadt stimmte zu 46,72 Prozent Ja — über dem nationalen Wert und knapp genug, dass die Industriestadt am Rhein einer Zustimmung zur Massenausweisung näher kam als die Schweiz insgesamt. Basel-Landschaft lehnte deutlicher ab.

Zwei gegnerische Abstimmungsplakate zur dritten Überfremdungsinitiative, nebeneinander auf einen Bretterzaun in Basel geklebt
Gegnerische Plakate an einem Basler Bretterzaun zur dritten «Überfremdungsinitiative», über die am 20. Oktober 1974 abgestimmt wurde — die Nachfolgerin der hier beschriebenen Abstimmung von 1970 und dieselbe Auseinandersetzung vier Jahre später. Foto: Comet Photo AG (Josef Schmid) / ETH-Bibliothek Zurich (CC BY-SA 4.0), 1974.

Die nationalen und kantonalen Abstimmungsergebnisse dokumentieren das politische Umfeld ausländischer Arbeitskräfte. Sie zeigen nicht, wie jede Gemeinde der Rheinebene abgestimmt hat; die hier verwendeten Quellen belegen diese lokalen Ergebnisse nicht.

Die 1990er-Jahre: Ankunft, Krieg und Rückkehr

Trailer zur albanischsprachigen Dokumentation «Andërr» über die erste Generation von Albanerinnen und Albanern in Basel. Ein Filmtrailer, keine historische Quelle — die Zahlen auf dieser Seite stammen aus den amtlichen Registern.

Die Zahl jugoslawischer Staatsangehöriger in Basel-Stadt betrug 2'159 im Jahr 1979, 4'766 im Jahr 1989 und 7'046 im Jahr 1992. 1990 lebten rund 56 Prozent in Gundeldingen, Matthäus und St. Johann. Diese Zahlen betreffen jugoslawische Staatsangehörigkeit über mehrere ethnische Gruppen hinweg. Sie beschreiben frühere Siedlungsmuster, ersetzen aber keine Albanerzählung in diesen Quartieren.

Kosovarische Flüchtlinge 1999 im Lager bei Kukes in Nordalbanien, mit einem Traktor, einem Lastwagen und einer Frau, die über offenem Feuer kocht
Kukes, Nordalbanien, 1999: Familien, die den Kosovo mit Traktor und Lastwagen verlassen haben. Das ist der Exodus, fotografiert dort, wo er zuerst ankam — nicht in der Schweiz, die jene aufnahm, die weiter zogen. Foto: Jonuz Kola / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 1999.

Dann der Krieg und mit ihm eine Aufnahmeaktion, zu der auch die Öffnung von Zivilschutzanlagen im Kanton als Notunterkünfte gehörte. Die meisten, die kamen, blieben nicht. Von rund 62'000 Personen, die für das Schweizer Kosovo-Rückkehrprogramm in Frage kamen, reisten 41'300 aus, rund 32'000 davon zwischen Juli 1999 und Ende 2000, mit DM 2'400 pro Erwachsenen und einer Frist bis zum 31. Mai 2000. Die albanischen Familien im heutigen Basel sind zum Teil jenes Drittel, das nicht zurückging.

Ein Jahrzehnt nach Kriegsende schickte dieselbe Stadt die Brüder Xhaka aufs Feld.

Warum die beiden Migrationen heute so unterschiedlich aussehen

Das kantonale Register nennt 1'873 nordmazedonische Staatsangehörige 1997 und 1'952 im Jahr 2025. Für diese Staatsangehörigkeitskategorie wurden zudem 1'390 Einbürgerungen in den Jahren 2002–2024 erfasst. Ein relativ stabiler Bestand kann mit vielen Zu- und Wegzügen sowie Statuswechseln einhergehen. Er beweist weder, dass dieselben Personen blieben, noch dass alle albanischer Herkunft waren.

Für historische Vergleiche ist Kosovos eigener Registercode ab 2008 besonders wichtig. Frühere Bewohner konnten unter Jugoslawien oder serbienbezogenen Kategorien erscheinen. Der neue Code belegt nicht die Ankunft einer neuen Gemeinschaft.

Namen wie Osmani, Asani und Shabani werden von Albanern aus mehreren Ländern sowie von türkischen und bosniakischen Familien getragen. Weder die Nachnamenverteilung noch wechselnde Staatsangehörigkeitscodes belegen eine vollständige Ankunftsfolge ethnischer Gruppen.

Welche Sprache sprechen Albaner in Basel?

Ein mehrsprachiger öffentlicher Bücherschrank am Voltaplatz im Basler Quartier St. Johann, beschriftet auf Kurdisch, Französisch, Deutsch, Türkisch und Italienisch
Ein öffentlicher Bücherschrank am Voltaplatz, im Quartier St. Johann, wo die Brüder Xhaka aufgewachsen sind, bestückt auf Kurdisch, Französisch, Deutsch, Türkisch und Italienisch. Albanisch fehlt auf den Beschriftungen — ein treffendes Bild für ein Quartier, in dem viele Sprachen gesprochen werden und nur einige sichtbar sind. Foto: Ad-hoc-Account / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), 2019.

Albanisch, darunter gegische Varianten, und Schweizerdeutsch gehören für viele Familien zum Alltag. Der Sprachgebrauch unterscheidet sich nach Generation und Haushalt. Ein praktischer Einstieg ist das kantonale Angebot für albanischen Herkunftssprachenunterricht.

Im Kanton Basel-Stadt führt das Verzeichnis 2023/24 albanischen Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur in sechzehn Wochenlektionen an acht Primarschulen auf, für die Eltern kostenlos und mit dem Erziehungsdepartement des Kantons selbst als Trägerschaft — eine der wenigen Sprachen in diesem Verzeichnis, die vom Staat getragen wird und nicht von einem Verein, einer Botschaft oder einem Konsulat.

Überquert man die Kantonsgrenze, was in Basel das Überqueren einer Strasse bedeuten kann, kehrt sich die Sache um. In Basel-Landschaft führt das Verzeichnis 2025/26 zwei albanische Angebote auf, keines davon kantonal: eines von einem Elternverein, ALEV, für CHF 240 pro Semester in Füllinsdorf und Läufelfingen, und eines von einer Botschaft getragen für CHF 200 pro Semester in Laufen, Lausen, Pratteln und Sissach. Dasselbe Kind, dieselbe Sprache, zehn Minuten mit dem Tram auseinander: im einen Kanton unterrichtet sie der Staat, im anderen finanzieren sie die Eltern.

Glaube und albanischsprachige Gemeinschaften

Das albanische Basel ist mehrheitlich sunnitisch-muslimisch, und seine religiöse Infrastruktur teilt sich genau entlang derselben Linie wie das Siedlungsmuster.

Der ältere der beiden albanischsprachigen Moscheevereine des Kantons Basel-Stadt ist der Islamische Verein Besimtari an der Amerbachstrasse in Kleinbasel, gegründet 1994 von Muslimen aus Nordmazedonien — eine Gründungstatsache, die einiges darüber sagt, wer zuerst in die Stadt kam. Er hat zwischen 100 und 130 aktive Mitglieder und einen angestellten Imam, und am Bayram zieht er ein- bis zweitausend Menschen an, weit mehr, als das Gebäude fasst, weshalb das Fest andernorts stattfindet.

2003 gründete eine Gruppe ehemaliger Besimtari-Mitglieder ein paar Strassen weiter an der Schönaustrasse den Kulturverein Paqja. Er hat rund hundert Mitglieder und überhaupt keine Geistlichkeit: Ein geeignetes Mitglied leitet die Gebete im Turnus, unbezahlt.

Die Xhamia Drita in Pratteln wurde im März 2005 gegründet. Das INFOREL-Porträt mit Stand 2024 nennt rund 480 Mitglieder gegenüber 230 im Jahr 2020, vorwiegend albanisch- und bosnischsprachige Familien. Das belegt das Wachstum dieses Vereins, aber keine Rangfolge sämtlicher Religionsgemeinschaften der Region. Auch sind seine Mitglieder nicht mit den Personen der Staatsangehörigkeitsstatistik gleichzusetzen.

Alle drei gehören der Basler Muslim Kommission an, neben fünfzehn weiteren Vereinen. Die islamischen Zentren in Liestal und Muttenz sind türkisch und nicht albanisch ausgerichtet.

Albanische Katholiken können sich an die Katholische Albanermission «Nëna Terëzë» in Aarau wenden, die beide Basler Kantone betreut. Ihre Einträge umfassen Zemra e Krishtit in Laufen im südlichen Basel-Landschaft. Veranstaltungsort und Gottesdienstzeit bitte aktuell bei der Mission bestätigen lassen; dieser Beitrag belegt nicht, dass anderswo keine albanischsprachigen Gottesdienste stattfinden.

Arbeit, Geschäft und die Firmen, die niemand gezählt hat

Die Ladenfront des Alban Market, eines Balkan-Lebensmittelgeschäfts an der Klybeckstrasse 101 in Basel, mit Obst- und Gemüsekisten auf dem Trottoir
Der Alban Market an der Klybeckstrasse, einer der Balkan-Lebensmittelläden, die Kleinbasel versorgen. Geschäfte wie dieses sind die sichtbare Hälfte einer Unternehmerschaft, die kein Register nach Sprache oder Herkunft erfasst. Foto: Raphael (hedonoeko) / Flickr (CC BY 2.0), 2013.

Die erste Generation hat die Region aufgebaut. Der Ausdruck, der in baslerisch-albanischen Erzählungen über die 1970er- und 1980er-Jahre immer wiederkehrt, ist Maler, Gipser und Gerüstbauer — dazu die Chemiewerke und die Logistikhallen entlang des Rheins.

Was ihre Enkel machen, ist schwerer zu sehen, und genau darum geht es. Im April 2026 gründete Hirmet Ziberi, ein sechsundzwanzigjähriger St. Galler Absolvent, der bei einem Versicherer in Basel arbeitet, den Verein Albanische Unternehmen beider Basel. «In der Region Basel gibt es rund 300 Unternehmen, die einen albanischen Background haben», sagte er gegenüber Bajour — rund 300 Firmen mit albanischem Hintergrund. Er weiss es, weil er sie selbst gezählt hat. Wie die Zeitung anmerkte, ist nichts davon offiziell in irgendeiner Statistik erfasst.

Ziberis Zahl ist eine ihm zugeschriebene Schätzung aus eigener Recherche, kein amtlicher Registerbestand. Eine landesweite Unternehmensschätzung kann die lokale Zahl nicht unabhängig bestätigen. Quelle und Grenzen gehören deshalb immer zur Zahl.

Bekannte Albanerinnen und Albaner aus Basel

Die albanische Namensliste Basels ist kürzer, als das Internet vermuten lässt, und fast jede kursierende Aufstellung macht denselben Fehler: Sie zählt die Region als die Stadt. Hier die Version, die einer Überprüfung standhält.

Taulant Xhaka jubelt im Trikot des FC Basel während eines Champions-League-Spiels
Taulant Xhaka im Trikot des FC Basel. Er verbrachte seine gesamte Profikarriere beim Verein und trainiert seit dem Sommer 2025 unentgeltlich den FC Dardania Basel in der vierten Liga. Foto: Dmitry Golubovich / soccer.ru / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), 2017.

Granit Xhaka wurde am 27. September 1992 in Basel geboren und wuchs im Quartier St. Johann auf — dem zweiten der beiden albanischen Schwerpunkte der Stadt. Sein älterer Bruder Taulant Xhaka kam am 28. März 1991 in derselben Stadt zur Welt. Entdeckt wurden sie beim Spielen im Voltapark nahe der Familienwohnung — die Berichte gehen auseinander, von wem — und gingen zum FC Concordia Basel, danach in die Nachwuchsabteilung des FC Basel. An der EM 2016 wurden sie zu den ersten Brüdern, die sich an einer Europameisterschaft für unterschiedliche Länder gegenüberstanden: Granit für die Schweiz, Taulant für Albanien.

Arlind Ajeti im Einsatz für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft
Arlind Ajeti, 1993 in der Stadt Basel geboren und in Kleinbasel nahe dem Claraplatz aufgewachsen, im Einsatz für die Schweizer U-21. Foto: Pechblaende / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), 2013.

Auch die drei Brüder Ajeti — Arlind, Jahrgang 1993, und die Zwillinge Albian und Adonis, Jahrgang 1997 — wurden in der Stadt geboren und wuchsen in Kleinbasel nahe dem Claraplatz auf, im Clara-Quartier. Ihre Eltern Afrim und Sylbije stammen aus Podujevë. Arlind entschied sich wie Taulant Xhaka für Albanien.

Xherdan Shaqiri im Schweizer Trikot mit der Nummer 23
Xherdan Shaqiri, der in Augst im Kanton Basel-Landschaft aufwuchs und sämtliche Juniorenstufen des FC Basel durchlief, 2012 im Einsatz für die Schweiz. Foto: Ludovic Peron / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0), 2012.

Die Korrektur, welche die Listen verpassen, betrifft Xherdan Shaqiri. Er wurde in der Nähe von Gjilan im Kosovo geboren und wuchs auf einem Bauernhof in Augst auf, einem Dorf im Kanton Basel-Landschaft; er spielte beim SV Augst, bevor er mit acht Jahren in die Nachwuchsabteilung des FC Basel wechselte. Er ist ein Spieler aus der Region Basel und Captain des FC Basel; ein Kind der Stadt Basel ist er nicht. Auf einer Seite darüber, wer wo lebt, ist genau diese Unterscheidung der ganze Punkt.

Jenseits des Fussballs wiegen zwei Namen schwerer, als ihre Bekanntheit vermuten lässt. Vaçe Zela, die berühmteste albanische Sängerin des zwanzigsten Jahrhunderts, 1939 in Lushnjë geboren, starb am 6. Februar 2014 in Basel. Und Florim Brajshori produziert die albanischsprachige Sitcom «Te Berberi» in einem Coiffeursalon an der Basler Freie Strasse; SRF startete am 19. Dezember 2024 eine Version davon als erste schweizerisch-albanische Comedyserie. Die Schriftstellerin und Journalistin Shqipe Sylejmani, 1988 in Prishtina geboren, wuchs in Muttenz und danach in der Siedlung Längi in Pratteln auf.

Ein Parlamentsregister erfasst Mandatsträger, nicht deren ethnische Identität. Eine Nachnamensuche kann albanische Herkunft weder zuverlässig erkennen noch ausschliessen, etwa bei Namensänderungen durch Heirat. Ohne biografische Angaben oder Selbstidentifikation ist keine Aussage über das Fehlen albanischstämmiger Vertreter begründet.

Was das albanische Basel tatsächlich tut

Statistiken beschreiben eine Bevölkerung. Sie sagen nichts darüber aus, ob sie an einem Samstag irgendwohin gehen kann. Hier also die institutionelle Landkarte des albanischen Basels, soweit sie sich dokumentieren lässt — inklusive der Teile, die fehlen.

Ein grosser Kreis aus Kindern und Erwachsenen, die sich an den Händen halten und an einem Quartierfest in der Siedlung Längi in Pratteln tanzen
Ein Reigentanz an einem Quartierfest in der Siedlung Längi in Pratteln. Das Foto dokumentiert ein Quartierfest, nicht die ethnischen Identitäten der Teilnehmenden. Foto: Grenouille1234 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 1980er-Jahre.

Der Fussballclub

FC Dardania Basel wurde am 1. Juli 1993 gegründet, mitten in jenem Jahrzehnt, das die meisten seiner Gründer in die Schweiz brachte. Der Club spielt in Rot und Schwarz in der vierten Liga des Nordwestschweizerischen Fussballverbands, auf den Bachgraben-Plätzen in Allschwil. Cheftrainer ist seit dem Sommer 2025 Taulant Xhaka — unbezahlt.

Jeden Juni veranstaltet der Club sein eigenes Turnier, und er war Gastgeber der Kupa e Unionit, des Pokals der albanischen Clubs der Schweiz. Beide werden im Sportzentrum Pfaffenholz ausgetragen — das, wie es in dieser besonderen Ecke Europas so ist, auf französischem Boden in Saint-Louis steht, ein paar hundert Meter über der Grenze. Ein albanischer Club aus Basel spielt sein Heimturnier in Frankreich.

Der kosovarische Sender RTK über den FC Dardania Basel, gegründet 1993. Der Verein spielt heute in der 4. Liga auf dem Bachgraben in Allschwil; Trainer ist seit Sommer 2025 Taulant Xhaka, ehrenamtlich.

Die Beratungsstelle, die Unternehmer, die Studierenden

Die ABSM an der Gempenstrasse im Gundeldingen wurde 1997 von albanischsprachigen Migrantinnen und Migranten als Albanische Beratungsstelle gegründet und hat einen Integrationspreis von Basel-Stadt gewonnen. Sie führt Deutschkurse durch — darunter Kurse für albanischsprachige Frauen — und schliesst jedes Schuljahr mit einer Feier ab, die in der Praxis einer der wenigen festen Termine im Kalender der Gemeinschaft ist.

Albanische Unternehmen beider Basel, im April 2026 gegründet, ist das weiter oben auf dieser Seite beschriebene Unternehmensnetzwerk. Die Universität Basel hat eine albanische Studierendenvereinigung. Und die Stadt hat Kapsamun, ein Basler Quintett, das auf kosovo-albanischem Volksrepertoire aufbaut — das, was der Region am ehesten einer eigenen albanischen Musikinstitution entspricht.

Wo man den Leuten tatsächlich begegnet

Die Alltagskarte ist kürzer und ehrlicher: die drei Moscheen — Besimtari an der Amerbachstrasse, Paqja an der Schönaustrasse, Drita in Pratteln; die Balkan-Lebensmittelläden in Kleinbasel; und die Burek-Theken am Claraplatz sowie in Pratteln und Birsfelden, die faktisch die albanischen Kantinen der Region sind.

Eine Fasnachtsclique in roten Kostümen und Larven zieht mit Trommeln und Piccolos über den Claraplatz in Kleinbasel
Fasnacht auf dem Claraplatz. Das ist Basels eigene Tradition und keine albanische — aber der Claraplatz, mit seiner Burek-Theke und seinem Tramknoten, ist auch einer der Plätze, an denen das albanische Basel am verlässlichsten anzutreffen ist. Foto: Paradise Chronicle / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0), 2023.

Aktivitäten ausserhalb dieses Verzeichnisses finden

Das folgende Verzeichnis ist eine Auswahl von Institutionen mit nachvollziehbaren Quellen, kein vollständiges Inventar albanischen Kulturlebens. Informelle Gruppen, wechselnde Veranstaltungsorte und intern angekündigte Treffen können fehlen. Eine erfolglose Suche belegt nicht, dass eine Tanzgruppe, ein Frauenverein, ein Restaurant oder eine Feier zum Flaggentag nicht existiert.

Wer teilnehmen möchte, kann bei einer aufgeführten Organisation nach aktuellen Aktivitäten fragen. Lokale Angebote und überregionale Schweizer Netzwerke ergänzen einander; keines steht für die gesamte Gemeinschaft.

Das albanische Basel auf dem Bildschirm

Die Ausnahme lohnt sich anzuschauen. Im Dezember 2024 startete das Schweizer Fernsehen «Te Berberi – Wächst ja wieder», eine achtteilige Comedy auf Albanisch und Schweizerdeutsch, angesiedelt in einem Coiffeursalon und gedreht in Basel. Ein Basler Coiffeursalon, auf Albanisch, auf SRF, ist ein ziemlich guter Gradmesser dafür, wie weit eine Generation von jenem Bus gekommen ist, der 1990 ankam.

Teaser der achtteiligen SRF-Comedyserie «Te Berberi – Wächst ja wieder», auf Albanisch und Schweizerdeutsch, gedreht in einem Basler Coiffeursalon und im Dezember 2024 gestartet.

Die Gemeinschaft heute — und wie man sich kennenlernt

Eine historische Studie der Agglomerationen Zürich und Basel bietet einen Einblick in die Partnerwahl, allerdings mit wichtigen Einschränkungen.

Die TIES-Befragung von 2007–2008 in den Agglomerationen Zürich und Basel ergab, dass 28,7 Prozent der Befragten der zweiten Generation mit Herkunft aus dem ehemaligen Jugoslawien und bestehender Partnerschaft einen Partner ausserhalb dieser breiten Herkunftsgruppe hatten. Kosovaren, Mazedonier, Serben, Kroaten und weitere Gruppen wurden zusammengefasst. Das ist weder eine albanische Einzelzahl noch eine aktuelle Schätzung für Basel.

Die betreffende Stichprobe umfasste 133 Personen in einer Partnerschaft. Ihre geringe Grösse, der historische Erhebungszeitraum und die breite Herkunftsdefinition begrenzen Aussagen über heutige Beziehungen. Sie bietet Kontext, keine Vorhersage für individuelle Begegnungen.

Schulkurse, Moscheevereine, Fussballclubs und familiäre Netzwerke schaffen Treffpunkte in beiden Kantonen. Sie erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse und erreichen nicht alle Menschen. In derselben Region zu leben und eine Sprache zu teilen bedeutet nicht automatisch, dass sich die Alltagswege zweier Personen kreuzen.

dua.com bietet einen weiteren Weg, Albaner ausserhalb dieser Alltagskreise kennenzulernen, in der Nähe oder über Grenzen hinweg. Im Profil und im Gespräch können Menschen ihre Herkunft und ihre Wünsche selbst beschreiben. App-Nutzer sind eine andere Gruppe als die hier statistisch erfassten Personen; dieser Beitrag behauptet weder eine Basler Mitgliederzahl noch eine Erfolgsquote für Beziehungen.

Verzeichnis: die albanische Gemeinschaft in Basel

Ein praktisches Verzeichnis albanischer Institutionen und Unternehmen in den beiden Basler Kantonen, jeder Eintrag im September 2026 an einer Primärquelle geprüft. Wenn Sie eine baslerisch-albanische Organisation führen, die hierhin gehört, melden Sie sich über dua.com.

Glaube

  • Islamischer Verein Besimtari — Amerbachstrasse 17, 4057 Basel. Gegründet 1994; die Mitglieder stammen überwiegend aus Nordmazedonien.
  • Kulturverein Paqja — Schönaustrasse 65, 4058 Basel. Gegründet 2003; paqja ist albanisch für Frieden.
  • Xhamia Drita — Muttenzerstrasse 109, 4133 Pratteln. Gegründet im März 2005; Predigten auf Albanisch.
  • Basler Muslim Kommission — der Dachverband, gegründet 1997, mit 18 Mitgliedsvereinen.
  • Kisha Zemra e Krishtit — Röschenzstrasse 39, 4242 Laufen. Katholische Messe in albanischer Sprache, betreut von der Mission Nëna Terëzë in Aarau.

Beratung, Schule und Wirtschaft

  • ABSM — Gempenstrasse 27, 4053 Basel. 1997 als Albanische Beratungsstelle gegründet; betreibt seit 2000 eine Berufsbildungsstätte in Gjakova im Kosovo.
  • HSK Albanisch, Basel-Stadt — kostenloser albanischer Herkunftssprachunterricht an acht Primarschulen, getragen vom kantonalen Erziehungsdepartement.
  • Albanisch ALEV, Basel-Landschaft — albanischer Unterricht in Trägerschaft eines Elternvereins; CHF 240 pro Semester.
  • Albanische Unternehmen beider Basel — das albanische Wirtschaftsnetzwerk der Region, gegründet 2026.

Sport

  • FC Dardania Basel — gegründet am 1. Juli 1993 von Flüchtlingen und Gastarbeitern, in Rot und Schwarz, mit dem Doppeladler im Wappen. Taulant Xhaka übernahm im Sommer 2025 unentgeltlich das Traineramt; sein erstes Meisterschaftsspiel als Cheftrainer, am 17. August, endete 5:0.

Essen und Läden

  • Burek King — 2012 als Balkanika Burek von Fatmir Mehmedi aus Kërçova gegründet. Filialen am Claraplatz in Kleinbasel und an der Schlossstrasse in Pratteln: die beiden Pole dieser Seite, vereint in einem Betrieb.
  • Burek House — Hauptstrasse 30, 4127 Birsfelden.
  • Alban Market — Klybeckstrasse 101, 4057 Basel. Balkan-Lebensmittel und Metzgerei.

Eine Lücke soll benannt sein: Weder Kosovo noch Albanien unterhalten in Basel ein Konsulat oder einen Honorarkonsul. Die Schweizer Vertretungen des Kosovo befinden sich in Bern, Genf und Zürich, jene Albaniens in Bern, Zürich, St. Gallen und Lugano. Für konsularische Angelegenheiten muss Basel reisen.

Für das nationale Bild, zu dem diese Familien gehören, lesen Sie Albaner in der Schweiz, und für jene Stadt, an der sich diese Seite immer wieder misst, Albaner in Zürich.

Häufige Fragen zu den Albanern in Basel

Wie viele Albaner leben in Basel?

Die Erhebung 2024 schätzt 11'539 Menschen ab 15 Jahren in Privathaushalten mit Albanisch als Hauptsprache in beiden Basler Kantonen: 5'231 in Basel-Stadt und 6'308 in Basel-Landschaft. Unabhängig davon wurden Ende 2025 insgesamt 10'257 Staatsangehörige des Kosovo, Nordmazedoniens und Albaniens gezählt. Diese überlappenden Messungen haben unterschiedliche Definitionen. Keine ergibt eine genaue ethnisch-albanische Gesamtzahl; sie dürfen nicht addiert werden.

Welcher Teil der Region Basel ist am albanischsten?

Pratteln im Kanton Basel-Landschaft: 6,7 Prozent seiner 16'595 Einwohner besitzen einen kosovarischen, nordmazedonischen oder albanischen Pass, und Osmani ist der sechsthäufigste Nachname der Gemeinde. Innerhalb der Stadt Basel liegt Klybeck mit 5,45 Prozent an der Spitze, gefolgt von Kleinhüningen, Clara, Rosental und Matthäus — alle in Kleinbasel.

Ist Basel albanischer als Zürich?

Bei den drei ausgewählten Staatsangehörigkeiten liegt der Anteil in Basel-Stadt als Stadt bei 2,2 Prozent, in der Stadt Zürich bei 0,8 Prozent. Das ist ein Passvergleich, keine ethnische Rangliste. Die Spracherhebung 2024 schätzt 48'457 Albanischsprachige ab 15 Jahren im Kanton Zürich gegenüber 11'539 in beiden Basler Kantonen; die Schätzungen haben Stichprobenunsicherheit.

Warum sinkt die offizielle Zahl der Albaner in Basel?

Einbürgerung ist ein Grund, warum eine Zahl ausländischer Staatsangehöriger ohne Wegzug sinken kann, aber nicht der einzig mögliche. Die ausgewählte Passzählung in Basel-Stadt fiel von 2016 bis 2025 um 9,7 Prozent, der Indikator ausgewählter Nachnamen stieg um 17,8 Prozent. Die Reihen erfassen unterschiedliche Gruppen und belegen keine gesamte ethnische Bevölkerungsentwicklung. Die 4'609 Einbürgerungen von 2002 bis 2024 enthalten zudem eine ältere Sammelkategorie Serbien–Montenegro–Kosovo.

Stammen die Albaner in Basel aus dem Kosovo oder aus Nordmazedonien?

Beide Staatsangehörigkeiten sind vertreten. Unter Bürgern des Kosovo und Nordmazedoniens beträgt das Verhältnis in Basel-Stadt ungefähr 52 zu 48, in Basel-Landschaft 68 zu 32. Das betrifft Pässe, nicht die ethnische Identität oder Herkunft aller albanischen Familien. Vor 2008 wurde Kosovo im kantonalen Register nicht separat codiert, was historische Vergleiche zusätzlich begrenzt.

Gibt es in Basel eine albanische Moschee?

Der Beitrag dokumentiert Besimtari und Paqja in der Stadt Basel sowie Xhamia Drita in Pratteln. INFOREL nennt für Drita 230 Mitglieder 2020 und rund 480 im Jahr 2024, darunter albanisch- und bosnischsprachige Familien. Albanische Katholiken können sich bei der Mission in Aarau über Gottesdienste informieren, auch über deren Eintrag für Laufen. Aktuelle Angebote bitte vor der Anreise prüfen.

Welche berühmten Personen aus Basel haben albanische Wurzeln?

Granit und Taulant Xhaka wurden beide in der Stadt geboren und wuchsen im St. Johann auf, die Brüder Ajeti in Kleinbasel. Xherdan Shaqiri, meist als Basler Spieler geführt, kam im Kosovo zur Welt und wuchs in Augst im Kanton Basel-Landschaft auf. Vaçe Zela, Albaniens grösste Sängerin des zwanzigsten Jahrhunderts, starb 2014 in Basel.

Wo trifft man in Basel Albanerinnen und Albaner?

Schul- und Kulturangebote, Moscheevereine, FC Dardania Basel, ABSM und das regionale Wirtschaftsnetzwerk sind unterschiedliche Anlaufstellen. Erkundige dich bei den Veranstaltern nach aktuellen Möglichkeiten. Für persönliche Begegnungen ausserhalb bestehender Kreise bietet dua.com einen Online-Zugang zur albanischen Diaspora.

Die Familiengeschichte, die mit Ragip Xhakas Ankunft begann, ist ein Teil einer viel grösseren Basler Geschichte. Schulen, Arbeitsplätze, Vereine und Familien führen sie auf eine Weise fort, die kein einzelnes Register erfasst. Lies die Zahlen mit ihren Grenzen im Blick — und entdecke die Menschen und Institutionen dahinter.

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