Albaner in Wien: Zahlen und Community

  • Eduard Luta
  • 28.08.2026
  • Aktualisiert am 28.09.2026
  • Allgemein
  • 14 Min. Lesezeit

In Wien leben schätzungsweise rund 27.000 Menschen mit albanischen Wurzeln.

Albanische Community in Wien · Schätzung 2026 ≈27.000 Szenariospanne: 24.900–31.600 Menschen

Wie viele aus Albanien, Kosovo und Nordmazedonien?

Geschätzte Beiträge zur erfassten Bevölkerung · gewichtete Wiener Herkunftsdaten 2025

Albanien
≈2.850
Kosovo
≈10.100
Nordmazedonien
≈9.650

Diese Länderwerte ergeben zusammen rund 22.600. Für in Österreich geborene österreichische Staatsbürger mit albanischen Wurzeln setzt das mittlere Szenario zusätzlich rund 4.500 an. Ihre familiäre Herkunft lässt sich nicht nach Ländern aufteilen. So entsteht der Gesamtwert oben — eine Modellschätzung, keine amtliche ethnische Zählung.

Bevölkerungszahlen zeigen die Größenordnung einer Community. Wen du kennenlernen könntest und welche Interessen ihr teilt, erzählen sie nicht. Auf dua.com kann daraus eine persönliche Begegnung werden — in Wien oder in der Diaspora.

Für deinen Alltag und neue Kontakte vor Ort: Vereine, Kultur und Hilfe für den Start in Wien.

Albaner und Kosovaren feiern im Februar 2008 vor dem Wiener Rathaus die Unabhängigkeit Kosovos

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie viele Albaner leben in Wien?
  2. Singles auf dua.com kennenlernen
  3. Neu in Wien: hier starten
  4. Treffpunkte in der Stadt
  5. Vom Ankommen zum Bleiben
  6. Die nächste Generation
  7. Ein Stück albanische Geschichte in Wien
  8. Mitentscheiden in Wien
  9. Biografien und Bühnen
  10. Praktische Kontakte
  11. Amtliche Länderzahlen
  12. Berechnung und Datenquellen
  13. So startest du auf dua.com

Neu in Wien: Was du als Erstes tun kannst

Ein erster Kontakt macht den Einstieg leichter. Für den Alltag helfen Informationen auf Albanisch; für neue Bekanntschaften ein Treffen, eine Veranstaltung oder ein gemeinsames Interesse. Wähle den Weg, der gerade zu dir passt:

Studium & junge Erwachsene

Bei AYSA nach Treffen fragen

Die Albanian Youth and Students Association ist eine Anlaufstelle für Studierende und junge Erwachsene. Frag nach aktuellen Aktivitäten und wie du teilnehmen kannst.

AYSA-Kontakt im ÖH-Verzeichnis →

Kultur & Begegnung

Qendra IKRE kennenlernen

Das Zentrum in Meidling verbindet Bibliothek, Kultur und religiöses Gemeindeleben. Schau dir die Angebote an und frage vor einem Besuch nach dem aktuellen Programm.

Zentrum und Kontakt ansehen →

Arbeit, Wohnen & Alltag

StartWien auf Albanisch nutzen

Die Stadt bietet Informationsveranstaltungen zum Ankommen in Wien. Filtere im Programm nach Albanisch und prüfe, welche Themen und Termine angeboten werden.

Informationsveranstaltungen finden →

Eltern & Kinder

Nach Albanisch-Unterricht fragen

Wenn dein Kind Albanisch auch lesen und schreiben lernen soll, frage die Schule nach Erstsprachenunterricht. Das offizielle Portal erklärt das Angebot.

Informationen zum Erstsprachenunterricht →

Du suchst eine Religionsgemeinde, ein Berufsnetzwerk oder Hilfe bei Konsularfragen? Im Verzeichnis nach Anliegen stehen die passenden Kontakte. Die folgende Karte hilft dir, die Orte in Wien einzuordnen.

Eine Community mit mehreren Treffpunkten

Wer das albanische Wien kennenlernen möchte, findet mehrere Anlaufstellen über die Stadt verteilt. In Ottakring sitzen ein Jugendnetzwerk und muslimische Organisationen, in Rudolfsheim-Fünfhaus die katholische Mission, in Meidling ein Kulturzentrum mit Bibliothek. Für Konsularfragen führen die Wege nach Wieden.

Karte auf amtlichen Wiener Bezirksgrenzen mit geprüften albanischen Angeboten: AYSA und muslimische Gemeinde im 16., katholische Mission im 15., Qendra IKRE im 12., Österreichisch-Albanische Gesellschaft im 7. und diplomatische Dienste im 4. Bezirk

Albanisches Wien finden

Geprüfte Angebote auf amtlichen Bezirksgrenzen · Stand 28.8.2026

47121516
  • Bezirk04Diplomatische Dienste Albaniens & Kosovos
  • Bezirk07Österreichisch-Albanische Gesellschaft
  • Bezirk12Qendra IKRE Kulturzentrum
  • Bezirk15Albanische katholische Gemeinde
  • Bezirk16Verein Albanischer Muslime
  • Bezirk16AYSA Studierende & Jugend

Angebotsstandorte, keine Wohndichte · Bezirksgrenzen: Stadt Wien OGD (CC BY 4.0)

Eigener dua.com-Angebotsfinder auf Bezirksgrenzen der Stadt Wien OGD (CC BY 4.0), geprüft am 28. August 2026. Er zeigt Institutionen, keine Bevölkerungsdichte.Diagramm vergrößern
Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten

Favoriten

Der Viktor-Adler-Markt gehört zum mehrsprachigen Alltag des 10. Bezirks. Handel, Gastronomie und öffentliche Plätze bringen hier unterschiedliche Wiener Nachbarschaften zusammen.

Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons · CC0.

Brunnenmarkt in Wien-Ottakring

Ottakring

Rund um Brunnenmarkt und Yppenplatz wird das vielfältige öffentliche Leben des 16. Bezirks sichtbar. Einige langjährige Organisationen der albanischen Community haben im Bezirk ihren Sitz.

Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons · gemeinfrei.

Was aus Treffpunkten dauerhafte Orte macht

Ein Verein bietet mehr als einen einzelnen Termin: Menschen können wiederkommen, Aufgaben übernehmen und Kontakte über Jahre pflegen. Der 1994 gegründete Verein Albanischer Muslime in Wien gehört zu dieser Entwicklung. Heute vertritt ALKIG albanische muslimische Gemeinden; an der Meiselstraße wird katholische Liturgie auf Albanisch gefeiert.

Daneben stehen Literatur, Bildung und Kultur. Eine Bibliothek, eine Lesung oder ein Studierendenabend bieten andere Zugänge als eine Religionsgemeinde. Rund um den 17. Februar, Kosovos Unabhängigkeitstag, und den 28. November, den albanischen Flaggentag, kommen weitere Programme hinzu. Die Kontakte und Veranstaltungskalender sind unten an einer Stelle gesammelt.

Aus Arbeitsmigration wird Familiengeschichte

Hinter diesen Zahlen stehen verschiedene Wege in dieselbe Stadt. Manche Familien kamen zum Arbeiten, andere fanden Schutz vor dem Krieg; ihre Kinder wuchsen hier auf. Das Foto oben zeigt einen gemeinsamen öffentlichen Moment: Am 17. Februar 2008 feiern Menschen vor dem Wiener Rathaus die Unabhängigkeit Kosovos.

Die Verbindung beginnt lange vor der großen Zuwanderung. An der Universität Wien wurde bereits ab 1903 Albanisch unterrichtet. Sprachwissenschaftler machten die Stadt zu einem frühen Zentrum der Albanologie. Zwei Biografien gehören zu dieser Vorgeschichte:

Historisches Porträt des Albanologen Gjergj Pekmezi

Gjergj Pekmezi

Der in Ohrid geborene und in Wien ausgebildete Sprachwissenschaftler half, den Albanisch-Unterricht in Wien aufzubauen. Seine Arbeit verband Forschung, Diplomatie und die albanische Nationalbewegung.

Porträt: Kel Marubi / Wikimedia Commons · gemeinfrei.

Historisches Porträt des Wiener Albanologen Norbert Jokl

Norbert Jokl

Der Wiener Albanologe wurde 1938 als Jude entlassen und verfolgt, 1942 deportiert und ermordet. Das Gedenkbuch der Universität dokumentiert sein Schicksal und die Beschlagnahme seiner Bibliothek.

Porträt: Charles Scolik / Wikimedia Commons · gemeinfrei.

1965: ein Abkommen mit Folgen für Generationen

Am 19. November 1965 unterzeichneten Österreich und Jugoslawien in Wien ein Anwerbeabkommen. Unter den Arbeitskräften waren Albaner aus Kosovo und Westmazedonien. In den damaligen Statistiken erschienen sie als Jugoslawen; ihre Sprache und familiäre Herkunft ließen sich daraus nicht ablesen.

Die Anwerbung war auf vorübergehende Arbeit ausgerichtet. Für viele wurde daraus ein dauerhaftes Leben: Ehepartner und Kinder kamen nach, Familien brauchten Wohnungen und Schulen. Später entstanden eigene Vereine, religiöse Gemeinden und Kulturangebote. Die Geschichte des albanischen Wien verlagerte sich vom Arbeitsplatz in die Nachbarschaft.

1999: Schutz suchen, wo schon Angehörige leben

Der Kosovo-Krieg brachte eine weitere Zäsur. Bei der österreichischen Evakuierung wurden Menschen mit Angehörigen im Land bevorzugt aufgenommen. Das Innenministerium dokumentierte 5.123 Kosovo-Albaner aus Lagern in Mazedonien und weitere 127 über die Botschaft in Tirana. Diese Zahlen gelten für ganz Österreich. Sie zeigen, welche Bedeutung die früher entstandenen Familienverbindungen nun für die Aufnahme hatten.

Zeitlinie des albanischen Wien: Albanisch-Unterricht ab 1903, Anwerbeabkommen 1965, Erstsprachenunterricht 1987, muslimischer Verein 1994, Kosovo-Evakuierung 1999, Unabhängigkeitsfeier 2008 und rund 27.000 Menschen 2026

Wiens albanische Brücke: 1903–2026

Institutionen, Migration und öffentliches Leben in einer Stadt

  1. Albanisch-Unterricht wird in Wien etabliert
  2. Anwerbeabkommen Österreich–Jugoslawien
  3. Erstsprachenunterricht Albanisch beginnt
  4. Verein Albanischer Muslime gegründet
  5. Kosovo-Evakuierung folgt Familienbezügen
  6. Unabhängigkeit vor dem Rathaus gefeiert
  7. Etwa 27.000: mehrere Generationen
Die Arbeitsmigration ist nur eine Schicht. Wiens albanische Brücke begann in Wissenschaft und Diplomatie und wuchs in Schule, Religion und öffentliche Kultur.Diagramm vergrößern

Neue Ankünfte verändern die Community weiter

Die jüngere Entwicklung lässt sich besonders an der Zuwanderung aus Albanien erkennen. 2002 lebten 516 dort geborene Menschen in Wien, 2026 waren es 3.191. Auch die Zahl der in Kosovo und Nordmazedonien Geborenen wuchs, allerdings prozentual langsamer. Die Register erklären keine individuellen Motive; sie zeigen, dass neben der älteren jugoslawischen Migrationsroute weitere Wege nach Wien an Gewicht gewinnen.

Liniendiagramm: in Albanien geborene Wiener steigen von 516 im Jahr 2002 auf 3.191 im Jahr 2026, Kosovo von 4.133 auf 10.326 und Nordmazedonien von 7.020 auf 13.453

Drei Migrationsgeschichten, ein Wien

Bevölkerung nach Geburtsland · 1. Jänner 2002–2026

  • Geboren in Albanien200251620263 191
  • Geboren im Kosovo20024 133202610 326
  • Geboren in Nordmazedonien20027 020202613 453

Verwaltungsdaten zum Geburtsland, nicht zur Ethnizität · Quelle: Statistik Austria

Geburtsland-Bestand von Statistik Austria zum 1. Jänner jedes Jahres. Geburtsland ist nicht Ethnizität; die unterschiedlichen Kurven zeigen jedoch ältere jugoslawische Routen und den schnelleren neueren Weg aus Albanien, ohne Motive zu erfinden.Diagramm vergrößern

Die Geschichte der Albaner in Österreich ordnet diese Wiener Entwicklung in den landesweiten Zusammenhang ein.

Die nächste Generation wächst hier auf

Mit dem Familienleben verändert sich die Frage nach der Sprache. Albanisch im Gespräch mit den Großeltern und Deutsch in Schule oder Beruf können zum selben Alltag gehören. Für Kinder geht es auch darum, die Sprache, die sie hören, lesen und schreiben zu lernen.

Dafür gibt es den staatlich unterstützten Erstsprachenunterricht. Im Jänner 2025 umfasste das Wiener Angebot 204 Schulen und 25 Sprachen, darunter Albanisch. Welche Schule aktuell Unterricht anbietet, hängt von Nachfrage und Planung ab. Eltern können bei der eigenen Schule nachfragen; der offizielle Informationsweg steht im Verzeichnis.

Nach der Schule entstehen neue Netzwerke

Studium, Berufseinstieg und Unternehmensgründung bringen andere Fragen mit sich als die Anwerbung der 1960er-Jahre. AYSA verbindet Studierende, Absolventen und junge Berufstätige über Bildungs- und Kulturangebote. Das Global Albanian Business Network organisiert professionelle Kontakte und Messen. Solche Netzwerke geben der gemeinsamen Sprache einen weiteren praktischen Ort im Wiener Alltag.

Ein Stück albanische Geschichte in Wien

Die Wiener Hofjagd- und Rüstkammer bewahrt einen Helm und ein Schwert auf, die mit Skanderbeg, dem albanischen Heerführer des 15. Jahrhunderts, verbunden werden. Neben der heutigen Community lässt sich hier eine weitere Seite albanischer Geschichte entdecken.

Das Museum verfolgt diese Zuschreibung bis ins späte 16. Jahrhundert zurück: Ein Ambraser Inventar von 1593 erwähnte den Helm und zwei Schwerter, ein Inventar von 1596 beschrieb den markanten Helm. Diese Überlieferung belegt nicht, dass jedes erhaltene Teil Skanderbeg persönlich gehörte.

Der Helm kam 1806 von Ambras nach Wien. Heute führt das Museum den Helm und das erhaltene Schwert mit Scheide in der Hofjagd- und Rüstkammer der Neuen Burg. Prüfe vor einem Besuch die aktuellen Besucherinformationen.

Helm · Schwert mit Scheide · Museumsinformationen

Hier zu Hause sein und mitentscheiden

Wie lange jemand in Wien lebt, sagt noch nichts über das Wahlrecht aus. Das Wiener Wahl-Factsheet zählte für 2025 610.795 Menschen im Wahlalter, die wegen ihrer Staatsbürgerschaft nicht an der Gemeinderatswahl teilnehmen konnten. Das waren 35,6 % der entsprechenden Stadtbevölkerung.

Diagramm: Der Anteil der Wiener Bevölkerung im Wahlalter ohne Wahlrecht steigt 2025 auf 35,6 Prozent; bei 16- bis 30-Jährigen sind es 44,4 und bei 31- bis 44-Jährigen 46,4 Prozent

Gemeinderatswahl: 35,6 % ohne Wahlrecht

Wiener Bevölkerung ab 16 Jahren ohne österreichische Staatsbürgerschaft · Gemeinderatswahl 2025.

2002
15,9%
2013
22,7%
2023
33,4%
2025
35,6%

610.795 Wienerinnen und Wiener ab 16 waren bei der Gemeinderatswahl im April 2025 ausgeschlossen

Nach Altersgruppe, 2025

  • 16–3044,4%
  • 31–4446,4%

In beiden Altersgruppen fehlt fast der Hälfte das Wahlrecht bei der Gemeinderatswahl.

2003 weitete Wien das Bezirkswahlrecht aus. Der VfGH hob das Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger 2004 auf.

Quellen: Stadt Wien – Integration und Diversität (MA 17), „Wien-Wahl 2025: Wer darf (nicht) wählen?“; frühere Jahre aus derselben Reihe und aus SORA-Analysen.

Anfang 2023 lebten in Wien 101.072 in Österreich geborene Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft; 27.082 waren 16 Jahre oder älter.

Stadtweiter Kontext, kein albanisches Gruppenmaß. Quelle: Stadt Wien—Integration und Diversität, Wahl-Factsheet 2025.Diagramm vergrößern

Diese Werte beschreiben ganz Wien. Sie sind keine Zählung der albanischen Community. Sie machen aber sichtbar, warum ein Leben in derselben Stadt mit unterschiedlichen Möglichkeiten politischer Mitsprache verbunden sein kann. Für persönliche Fragen zur Staatsbürgerschaft gibt es die amtlichen Informationen der Stadt Wien.

Im unmittelbaren Umfeld bieten Elternvereine, Studierendengruppen, Betriebsräte und Nachbarschaftsinitiativen weitere Möglichkeiten, mitzugestalten. Gerade die Einrichtungen, die Familien über Generationen begleiten, sind auf diese Mitarbeit angewiesen.

Albanische Biografien auf Wiener Bühnen

Einige dieser Lebenswege sind öffentlich dokumentiert — im Theater, in der Musik und im Fußball. Sie führen aus unterschiedlichen Orten nach Wien und gehören inzwischen zur Geschichte der Institutionen, in denen diese Menschen arbeiten oder gearbeitet haben.

Alexander Moissi als Jedermann in Max Reinhardts Inszenierung

Alexander Moissi

Der Sohn eines albanischen Kaufmanns aus Durrës kam 1898 nach Wien. 1920 spielte er den ersten Jedermann der Salzburger Festspiele; 1935 starb er in Wien. Seine Laufbahn verbindet die Stadt mit der Theatergeschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

Bild: Ernst Stern & Heinz Herald via Wikimedia Commons · gemeinfrei. Biografie: Salzburger Festspiele.

Zuschauerraum und Bühne der Wiener Staatsoper

Eno Peçi und Shkëlzen Doli

Peçi kam 1998 aus Tirana nach Wien und wurde Solotänzer und Choreograf. Doli, in Elbasan geboren und in Gjakova aufgewachsen, trat 2006 ins Staatsopernorchester und 2009 in die Wiener Philharmoniker ein.

Staatsoper: C. Stadler / Bwag / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Daten: offizielle Opern- und Philharmonikerbiografien.

Der in Albanien geborene österreichische Nationalspieler Ronald Gërçaliu

Ronald Gërçaliu

Gërçaliu kam als Elfjähriger aus Tirana nach Österreich. Seine Vereinslaufbahn führte ihn unter anderem zu Austria Wien. Ab seinem Debüt 2005 spielte er 14-mal für das österreichische A-Nationalteam.

Foto: Jacktd / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 AT. Bilanz: Österreichische Bundesliga.

Die aus Kosovo stammende und in Wien lebende Mezzosopranistin Flaka Goranci

Flaka Goranci

Die in Gjakova geborene und in Tirana ausgebildete Mezzosopranistin baute von Wien aus eine internationale Karriere auf. Zu ihren Auftrittsorten gehören Konzerthaus, Musikverein und Theater an der Wien.

Foto: Venusicon / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Biografie: offizielle Website der Künstlerin.

2026: Albanisch beim Song Contest in Wien

Eine andere Verbindung entstand im Mai 2026: Der in Shkodra geborene Alis vertrat Albanien mit „Nân“ beim Eurovision Song Contest in Wien. Er erreichte das Finale in der Stadthalle und trat auch im Eurovision Village am Rathausplatz auf. Nach der Unabhängigkeitsfeier von 2008 war der Platz damit erneut Schauplatz eines öffentlichen albanischen Moments — diesmal durch Musik.

Alis singt Nân für Albanien beim Eurovision-Finale 2026 in der Wiener Stadthalle
Alis für Albanien in Wien, Mai 2026. Foto: Quejaytee / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0.
Alis mit „Nân“ im Finale 2026. Offizielles Eurovision-Video aus der Wiener Stadthalle.
Shkëlzen Doli mit dem Philharmonic Ensemble. Aufnahme aus seinem offiziellen Kanal.

Kontakte für den eigenen nächsten Schritt

Für einen Schulplatz, ein Kulturprogramm oder eine konsularische Frage braucht es unterschiedliche Anlaufstellen. Dieses Verzeichnis bündelt sie nach Anliegen. Adressen und Servicelinks wurden am 28. August 2026 geprüft; aktuelle Termine und Öffnungszeiten bitte beim jeweiligen Anbieter nachsehen.

AnliegenOrganisationAdresse / Angebot
Albanische Konsularhilfe
Prinz-Eugen-Straße 18/1/5, 1040 Wien
Kosovarische Konsularhilfe
Botschaft Prinz-Eugen-Straße 8–10; Konsulat Wohllebengasse 4/3, 1040 Wien
Ankommen in Wien
Orientierung zu Arbeit, Wohnen, Bildung und Alltag; Informationen auf Albanisch
Albanisch in der Schule
Information und Anmeldung zum Erstsprachenunterricht
Muslimische Community
Anerkannte Religionsgemeinde, Moscheeverzeichnis und Gemeindedienste
Katholische Community
Meiselstraße 1, 1150 Wien
Kultur und Begegnung
Schönbrunner Straße 175, 1120 Wien; Kulturzentrum und Bibliothek
Studierende und Jugend
Gablenzgasse 40/42, 1160 Wien; [email protected]
Literatur und Schreibende
Albanische Autorinnen, Autoren und Kreative in Wien; [email protected]
Unternehmensnetzwerk
Messen und professionelle Diaspora-Kontakte
Wechselnde öffentliche Termine
Offizielle Angaben zu Zeit, Zugang und Ort; nach „Albanien“, „Kosovo“ und „albanisch“ suchen
Weitere Vereine
Österreichweite Kontakte; vor Besuch prüfen

Was die amtlichen Zahlen über die Herkunft zeigen

Die Länderwerte im Einstieg sind Schätzungen albanischer Bevölkerungsanteile. Die Stadtstatistik beantwortet drei andere Fragen: Welchen Pass haben Menschen in Wien, wo wurden sie geboren und welchen Herkunftsbezug erfasst das Register?

LandStaatsbürgerschaft
1.1.2026
Geburtsland
1.1.2026
Herkunft
1.1.2025
Albanien
2.315
3.191
2.849
Kosovo
7.501
10.326
11.122
Nordmazedonien
11.039
13.453
14.540
Gesamt
20.855
26.970
28.511

Nordmazedonien hat die größte ungewichtete Herkunftszeile, im albanischen Modell liegt Kosovo vorn. Der Grund: Die Länderzeilen enthalten auch Menschen anderer ethnischer Zugehörigkeit. Das Modell gewichtet deshalb die Kosovo- und Nordmazedonien-Werte. Für Albanien wird die vollständige Herkunftszeile übernommen.

Die Kategorie Herkunft erfasst ausländische Staatsbürger und im Ausland geborene österreichische Staatsbürger. In Österreich geborene Österreicher mit albanischen Eltern oder Großeltern fehlen darin. Das erklärt den zusätzlichen Generationen-Zuschlag im Einstieg. Die vollständige Berechnung zeigt die verwendeten Anteile und Unsicherheiten.

Auch Familien aus Montenegro und dem Presheva-Tal in Serbien gehören zum albanischen Wien. Für sie gibt es keine belastbare gesonderte Wiener Zahl; sie bleiben eine benannte Lücke der Schätzung.

Wie die Bevölkerungsschätzung entsteht

Die Zahl im Einstieg beruht auf einem Modell von dua.com. Es verbindet amtliche Wiener Registerdaten mit offengelegten Annahmen. Die Berechnung bezieht sich auf Stadt und Bundesland Wien; das Umland ist nicht enthalten.

Datengrundlage, Berechnung und Grenzen ansehen

Schritt 1: die Herkunftszeilen gewichten

Albanien geht mit 2.849 Personen in das Modell ein. Die 11.122 Kosovo-Bezüge werden mit dem albanischen Anteil von 90,79 % aus dem Kosovo-Zensus 2024 gewichtet. Für die 14.540 Nordmazedonien-Bezüge verwendet das Modell 66,36 % aus der im Zensus 2021 erfassten nichtansässigen Bevölkerung. Daraus ergeben sich rund 10.098 beziehungsweise 9.649 und zusammen eine Basis von 22.596.

Diagramm der Wiener Herkunftszeilen 2025 nach Definitionsgewichtung: Albanien 2.849, Kosovo 10.098 und Nordmazedonien 9.649, sichtbare identitätsnahe Basis 22.596

Was Wien sehen kann — nach dem Definitionscheck

Wiener Herkunftszeilen, 1.1.2025 · Länderbezug ist nicht Ethnizität

  • Bezug Albanien

    Modellbeitrag
    2 849
    rohe Herkunftszeile
    2 849
  • Bezug Kosovo × 90,79 %

    Modellbeitrag
    10 098
    rohe Herkunftszeile
    11 122
  • Bezug Nordmazedonien × 66,36 %

    Modellbeitrag
    9 649
    rohe Herkunftszeile
    14 540
Sichtbare identitätsnahe Basis22 596

Kosovo: ReKos 2024 · Nordmazedonien: nichtansässige Bevölkerung, Zensus 2021

dua.com-Modell auf Wiener Daten. Die Koeffizienten stammen aus amtlichen Herkunftsland-Zensen. Sie machen die Definition transparent, beweisen aber nicht dieselbe Zusammensetzung in Wien.Diagramm vergrößern

Das sind Modellannahmen aus Herkunftsland-Zensen. Sie belegen nicht, dass die Wiener Gruppen dieselbe ethnische Zusammensetzung haben.

Schritt 2: die fehlenden Generationen als Szenarien abbilden

Schon 2001 nannten in Wien 7.833 Menschen Albanisch als Umgangssprache. Darunter waren 1.479 österreichische Staatsbürger; 619 waren zugleich in Österreich geboren. Eine vergleichbare aktuelle Stadtzahl fehlt. Wie groß die in den Herkunftsdaten nicht erfasste Gruppe heute ist, lässt sich deshalb nicht direkt ablesen.

Das Modell prüft Zuschläge von 10 %, 20 % und 40 % auf die gewichtete Basis. Sie ergeben 24.855, 27.115 und 31.634, gerundet 24.900, 27.100 und 31.600. Der mittlere Wert liefert die gerundete Angabe im Einstieg. Die Spanne ist ein Vergleich von Annahmen, kein statistisches Konfidenzintervall.

Drei Szenarien für die albanische Community in Wien: unteres Szenario 24.900, Arbeitswert 27.100 und oberes Szenario 31.600

Eine Spanne statt falscher Genauigkeit

Zuschläge für unsichtbare Generationen nur auf die sichtbare Basis von 22.596

  1. Unteres Szenario

    24 900+10% Zuschlag
  2. Arbeitswert

    27 100+20% Zuschlag
  3. Oberes Szenario

    31 600+40% Zuschlag

Gerundete Antwort: etwa 27.000

Szenarioschätzung · keine amtliche ethnische Bevölkerungszahl

Der zentrale Zuschlag von 20 % wird erst nach der Definitionsbereinigung auf die sichtbare Basis angewendet—nicht mechanisch auf irgendeine amtliche Zahl.Diagramm vergrößern

Was offen bleibt

Albanische Familien aus Serbien und Montenegro lassen sich aus den veröffentlichten Wiener Länderzeilen nicht zuverlässig herausrechnen. Sie bleiben unquantifizierte Lücken. Schulsprachen, Einbürgerungen und App-Nutzung werden nicht hinzuaddiert: Sie können dieselben Menschen mehrfach erfassen und messen jeweils etwas anderes.

Dein nächster Kontakt in Wien — auf dua.com

Du weißt jetzt, wie groß die albanische Community ist und wo du im Wiener Alltag anknüpfen kannst. Wenn du auch jemanden für ein Date oder eine Beziehung kennenlernen möchtest, bietet dua.com einen persönlichen Einstieg.

  1. Erstelle dein Profil. Zeige, wer du bist und was dir wichtig ist, und schließe die Fotoverifizierung ab.
  2. Entdecke Singles in deiner Nähe. Schau, wer in Wien und Umgebung zu dir passen könnte. Wenn dich auch andere Städte interessieren, kannst du mit Fly den Suchort wechseln.
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Mehr zur Suche, Fotoverifizierung und Fly findest du bei den Funktionen von dua.com.

Die Liebesgeschichte von Gentiana und Xhemajl aus Berlin und Hamburg lesen →

Redaktionell überarbeitet am 15. September 2026. Datenprüfung: 28. August 2026. Die Einstiegsangebote von dua.com, StartWien, Qendra IKRE und der AYSA-Verzeichniseintrag wurden am 15. September erneut geprüft. Die verwendeten Quellen sind unten dokumentiert.

QuellenQuellen anzeigen · 51
  1. Population by citizenship and country of birth, 1 January 2026, Statistik Austria, 2026
  2. Population by citizenship and federal state, 2002–2026 (ODS), Statistik Austria, 2026
  3. Population by country of birth and federal state, 2002–2026 (ODS), Statistik Austria, 2026
  4. Origin and citizenships of Vienna's population, 2025, Stadt Wien – Integration und Diversität, 2025
  5. Detailed population by origin and sex, top 50, 1 January 2025, Stadt Wien – Integration und Diversität, 2025
  6. Population-register data and Vienna open-data catalogue, Stadt Wien – Landesstatistik, 2026
  7. Vienna election 2025: Who can and cannot vote?, Stadt Wien – Integration und Diversität, 2025
  8. Austrian-born Vienna residents without voting rights, Stadt Wien – Integrationsmonitor, 2023
  9. Official citizenship services and procedures, Stadt Wien – Einwanderung und Staatsbürgerschaft, 2026
  10. Vienna district boundaries (BEZIRKSGRENZEOGD), Stadt Wien Open Government Data, 2025
  11. First final results of the 2024 population census, Kosovo Agency of Statistics, 2024
  12. 2021 Census: resident and nonresident population by ethnic affiliation, State Statistical Office of North Macedonia, 2022
  13. 2001 Population Census — Main Results I, Vienna, Statistik Austria, 2001
  14. Pupils by citizenship and everyday language, school year 2024/25 (ODS), Statistik Austria, 2025
  15. Mehrsprachigkeit in Zahlen — first-language teaching statistics, Federal Ministry of Education, 2026
  16. First-language teaching at 204 Vienna schools in 25 languages, Bildungsdirektion Wien, 2025
  17. Austria–Yugoslavia recruitment agreement, Federal Law Gazette 42/1966, Rechtsinformationssystem des Bundes, 1966
  18. Answer 718/AB on Kosovo Albanians admitted to Austria, Austrian Parliament, 2000
  19. Diplomatic and consular representations in Austria, Federal Ministry for European and International Affairs, 2026
  20. Embassy services and contact, Embassy of Albania in Austria, 2026
  21. StartWien information and orientation, City of Vienna, 2026
  22. Albanian Catholic community, Vienna, Archdiocese of Vienna, 2026
  23. Albanian Religious Community of the Islamic Religious Community in Austria, ALKIG, 2026
  24. About the Albanian cultural association centre, Qendra Kulturore Shqiptare IKRE Wien, 2026
  25. Albanian diaspora organisations — Austria directory, Albanian National Diaspora Agency, 2026
  26. Albanian Youth and Students Association Austria, AYSA Austria, 2026
  27. Albanian writers and creators in Austria, Aleksandër Moisiu association, 2026
  28. Österreichisch-Albanische Gesellschaft, Austrian–Albanian Society / Dachverband-PaN, 2026
  29. Austria branch and Albanian business fair, Global Albanian Business Network, 2026
  30. Opening of Cultural Year Austria–Albania 2018, Federal Ministry for European and International Affairs, 2017
  31. Cultural Year Austria–Albania 2018 — more than 100 events, Federal Ministry for European and International Affairs, 2018
  32. Albania — Land of the Skipetars, official event listing, City of Vienna, 2026
  33. Alis — Albania at the Eurovision Song Contest 2026 in Vienna, ORF, 2026
  34. Alis — Nân, Grand Final performance in Vienna, Eurovision Song Contest, 2026
  35. History of Austrian Albanology and Albanian teaching at the University of Vienna, Institute of Science and Art Vienna, 2015
  36. Norbert Jokl — University history and memorial book, University of Vienna, 2026
  37. Albanology and Balkan language research in Vienna, Austrian Academy of Sciences, 2026
  38. Eno Peci — official biography, Vienna State Opera, 2026
  39. Alexander Moissi and the first Jedermann, August 1920, Salzburg Festival, 2026
  40. Shkëlzen Doli — official orchestra profile, Vienna Philharmonic, 2026
  41. Philharmonic Ensemble — official performance video, Shkëlzen Doli, 2015
  42. Ronald Gërçaliu — official player record, Austrian Football Bundesliga, 2026
  43. Official artist biography and performance record, Flaka Goranci, 2026
  44. Privacy-safe Flight Mode city selections, 28 July 2025–27 July 2026, dua.com, 2026
  45. Funktionen: Dating, Fotoverifizierung und Suche in der Nähe, dua.com, 2026
  46. Antirassistische Arbeit — Verzeichnis mit AYSA-Kontakt, ÖH Universität Wien, 2026
  47. StartWien — Informationsveranstaltungen und Sprachauswahl, Stadt Wien, 2026
  48. Gentiana & Xhemajl — eine albanische Liebe für die Ewigkeit, dua.com, 2026
  49. Skanderbeg-Helm (A 127), Kunsthistorisches Museum Wien
  50. Schwert mit Scheide (A 550), Kunsthistorisches Museum Wien
  51. Imperial Armoury: history of the collection and visitor information, Kunsthistorisches Museum Wien

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