Das UK Albanian Muslim Community and Cultural Centre am Carlton Vale im Nordwesten Londons, Großbritanniens wichtigste albanische Moschee

Albaner im Vereinigten Königreich

Großbritannien zählte uns. Dann legte es die Antwort dort ab, wo niemand nachsehen würde.

Mehr als 150.000 von uns leben hier. Die Gemeinschaft entstand fast vollständig aus zwei Migrationsbewegungen, zwischen denen eine Generation liegt und die eine Sprache, aber sonst kaum etwas teilen. Hier wird ihre Größe ausgehend von der Volkszählung neu berechnet — und die Gemeinschaft beschrieben, die sich hinter den Zahlen verbirgt.

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Großraum London

56.463

geboren in Albanien oder Kosovo

Die Hälfte der albanischen Gemeinschaft Großbritanniens lebt innerhalb des Autobahnrings M25 — 50,6 Prozent aller in Albanien und 71,1 Prozent aller im Kosovo Geborenen. Das ist eine der stärksten räumlichen Konzentrationen unter allen nach Geburtsland erfassten Gruppen der Volkszählung.

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150.000+

Albaner im Vereinigten Königreich

Beste verfügbare Datengrundlage; 200.000 als plausible, nicht gemessene Obergrenze

99.389

Gezählt bei der Volkszählung 2021

Geboren in Albanien oder Kosovo, England, Wales und Nordirland

52.328

sprechen Albanisch als Hauptsprache

Die meistgesprochene europäische Sprache aus einem Nicht-EU-Land in England und Wales

Großbritannien zählte sie und legte die Antwort dann dort ab, wo niemand nachsehen würde. Bei der Volkszählung 2021 wurden alle Einwohner Englands und Wales nach ihrem Geburtsland gefragt. Die detaillierte Klassifikation enthält einen Code für Albanien und einen eigenen für Kosovo. Fragt man sie ab, erhält man 68.672 und 30.515. Doch keine der Zahlen steht in einer veröffentlichten Standardtabelle: Beide stecken in der Sammelkategorie „Rest of Europe: Other Europe“, zusammen mit Norwegen, Russland und der Schweiz. Um sie zu sehen, muss man eine eigene Tabelle aus einer Klassifikation mit 190 Kategorien erstellen, deren Existenz den meisten Menschen unbekannt ist.

Die am häufigsten zitierte Zahl für die albanische Bevölkerung Großbritanniens ist also überhaupt keine Volkszählungszahl. Sie ist "47.000 (ONS, 2019)" – eine Umfrageschätzung mit einer Fehlermarge von ±11.000, aus einer Serie, die das Office for National Statistics im Oktober 2022 eingestellt hat. Die Ausgabe dieser Umfrage, die den Volkszählungsmonat abdeckt, bezifferte das gesamte Vereinigte Königreich auf 29.000. Die Volkszählung, die in der Mitte derselben zwölf Monate durchgeführt wurde, ergab allein in England und Wales 68.672.

Diese Seite rekonstruiert die Zahl von Grund auf und erzählt anschließend die Geschichte, die die Zahl allein nicht erzählen kann: Es gibt zwei albanische Migrationsbewegungen nach Großbritannien, zwischen denen eine Generation liegt. Sie teilen eine Sprache und fast nichts anderes. Dazu kommt eine dritte, die Großbritannien gar nicht als albanisch zählen kann, weil ihre Angehörigen mit italienischen oder griechischen Pässen einreisten. Für die Quellen gelten dieselben Regeln wie bei Griechenland, Italien, Deutschland und Österreich: Jede Zahl wird einer konkreten Tabelle und einem Bezugsdatum zugeordnet. Unterschiedliche Messgrößen bleiben getrennt, strittige Aussagen werden als solche gekennzeichnet.

Und es gibt einen weiteren Teil der Geschichte, den ein Zensus nicht erfassen kann: wie die Mitglieder einer Gemeinschaft zueinanderfinden und Beziehungen knüpfen, sobald sie sich über ein Land verteilt hat. Dafür wurde dua.com geschaffen – Albaner über Grenzen und Generationen hinweg zu verbinden und Menschen zu helfen, Beziehungen zu finden, die in einer gemeinsamen Sprache, Kultur und einem gemeinsamen Hintergrund verwurzelt sind.

Die albanische Gemeinschaft Großbritanniens in sieben belegten Fakten

  • Mehr als 150.000 Albaner leben im Vereinigten Königreich, wobei 200.000 eine plausible, aber nicht gemessene obere Möglichkeit sind. Die gezählte Untergrenze – Volkszählung plus Geburtsregistrierungen nach der Volkszählung, ohne Modellierung – liegt bei 117.189.
  • Zwei Migrationen, im Abstand von dreißig Jahren. 75,6 Prozent der im Kosovo geborenen Bewohner kamen im Jahrzehnt 1991–2000 an. 66,4 Prozent der in Albanien geborenen Einwohner kamen in den sieben Jahren 2014–2021 an.
  • Neun von zehn im Kosovo geborenen Einwohnern besitzen einen britischen Pass (89,9 Prozent), und 80,7 Prozent bezeichnen sich selbst als "nur britisch". Unter den in Albanien geborenen Einwohnern liegen die Zahlen bei 23,1 und 22,6 Prozent.
  • Fast drei von zehn in Albanien geborenen Einwohnern besitzen einen EU-Pass – 3.602 davon einen italienischen. Italien und Griechenland hatten etwa 480.000 Albaner bis Ende 2020 eingebürgert, und jeder von ihnen erhielt am selben Tag das Recht, nach Großbritannien zu ziehen.
  • Albanien ist mit 54.750 Anträgen die fünftgrößte Staatsangehörigkeitsgruppe außerhalb des EWR im gesamten EU-Settlement Scheme, vor Nigeria, Bangladesch und der Ukraine.
  • 30,7 Prozent der in Albanien geborenen Erwerbstätigen arbeiten im Bauwesen, gegenüber 8,7 Prozent aller Erwerbstätigen in England und Wales.
  • Albanisch ist die meistgesprochene europäische Sprache aus einem Nicht-EU-Land in England und Wales – 52.328 Sprecher, ein Anstieg von 61 Prozent in einem Jahrzehnt.

Letzte Prüfung der Quellen: 9. August 2026. Offizielle Statistiken, historische Dokumente und redaktionelle Einordnungen sind durchgehend getrennt gekennzeichnet. Bei den umstrittenen Themen dieser Seite — den Ankünften 2022, der Asyldebatte und den Kriminalitätszahlen — geben wir die Aussagen der Primärquellen wieder, benennen die Bezugsgrößen und halten fest, was unbekannt ist.

Die Zahlen

Wie viele Albaner leben im Vereinigten Königreich?

Mehr als 150.000 nach den besten verfügbaren Belegen — davon wurden 99.389 bei der Volkszählung 2021 als in Albanien oder im Kosovo geboren erfasst. Die Differenz besteht fast vollständig aus der hier geborenen Generation, die kein britischer Datensatz direkt zählt. Für eine Gemeinschaft, deren Identität zunehmend Generationen, Grenzen und Geburtsorte verbindet, erzählt die Volkszählung nur einen Teil der Geschichte.

Wie sich aus der einen Zahl die andere ergibt, erklären die folgenden Abschnitte. Jeder Rechenschritt wird am Ende in der Datengrundlage offengelegt.

Ausgangspunkt sind die tatsächlich gezählten Menschen. In der Volkszählungsnacht am 21. März 2021 lebten in England und Wales 68.672 in Albanien geborene Menschen — 67.957 in England und 715 in Wales — sowie 30.515 im Kosovo geborene Menschen. Nordirland, dessen Volkszählung am selben Tag stattfand, steuerte 142 beziehungsweise 60 bei. Das ergibt 99.389 Menschen bei einer Gesamtbevölkerung von 61,5 Millionen — Schottland ist in keiner der beiden Zahlen enthalten.

Der Vergleich mit den beiden vorherigen Volkszählungen zeigt das Muster. Im Jahr 2001 lebten 2.238 in Albanien geborene Menschen in England und Wales, 2011 waren es 13.415 und 2021 bereits 68.672 — mehr als dreißigmal so viele wie 2001. In denselben zwanzig Jahren wuchs die Gesamtbevölkerung Englands und Wales um 14,5 Prozent. Die Zahl der im Kosovo Geborenen veränderte sich kaum: von 28.446 im Jahr 2011 auf 30.515 im Jahr 2021, ein Plus von 7,3 Prozent in einem Jahrzehnt. 2011 lebten in England und Wales doppelt so viele im Kosovo wie in Albanien geborene Menschen. 2021 überwogen die in Albanien Geborenen im Verhältnis 2,25 zu eins.

Warum "47.000" falsch ist und warum es überall ist

Fast jeder Artikel, jede Infobox und jedes Briefing über Albaner in Großbritannien nennt eine Zahl von 47.000, die 2019 dem ONS zugeschrieben wird. Die Zahl ist echt und stammt von einer echten Quelle – der Annual Population Survey, einer Haushaltserhebung von etwa 300.000 Menschen. Die veröffentlichte Fehlermarge betrug ±11.000.

Die letzte Ausgabe der Umfrage umfasste Juli 2020 bis Juni 2021 – die zwölf Monate mit dem Zensustag. Sie schätzte die in Albanien geborene Bevölkerung des gesamten Vereinigten Königreichs auf 29.000. Die Volkszählung ergab allein in England und Wales 68.672. Die Umfrage unterschätzte die Bevölkerung um etwa 40.000 Personen oder 58 Prozent; diese Schätzung hatte eine eigene Fehlermarge von ±9.000, sodass selbst die Obergrenze von 38.000 kaum die Hälfte der tatsächlichen Zahl war. In London, wo der Großteil der Gemeinschaft lebt, gab die Umfrage 8.000 an und die Volkszählung 34.773 – eine Abweichung um den Faktor 4,3.

Der Grund liegt auf der Hand. Haushaltsbefragungen erfassen Wohngemeinschaften, neu Angekommene und junge Männer in gemeinsam gemieteten privaten Unterkünften nur unzureichend — genau die Merkmale der Gruppe, die zwischen 2014 und 2019 ankam. Das ONS stellte die Reihe im Oktober 2022 wegen Datenproblemen ein. Die Nachfolgestatistik veröffentlicht nur noch zusammengefasste Regionen, keine einzelnen Länder. Derzeit gibt es keine offizielle jährliche Schätzung der albanischen Bevölkerung im Vereinigten Königreich. Die Volkszählung vom März 2021 ist der jüngste maßgebliche Gesamtstand und inzwischen fünf Jahre alt.

Fünf Messgrößen, die nicht dasselbe erfassen

Die britischen Statistiken zählen diese Gemeinschaft auf mindestens fünf nicht miteinander vereinbare Arten. Die meisten der falschen Zahlen im Umlauf entstehen daher, dass zwei davon zusammengezählt werden.

Fünf Wege, wie britische Statistiken Albaner zählen und was jede einzelne misst
MessgrößeZahlWas erfasst wird
Geburtsland: Albanien68.672Personen, die in Albanien geboren wurden, egal welchen Pass sie jetzt besitzen. Davon sind 15.860 Personen mit einem britischen Pass.
Geburtsland: Kosovo30.515Gleiches gilt für Kosovo. Beinhaltet 27.453 Personen mit einem britischen Pass, aus einer Kreuztabelle von insgesamt 30.519.
Selbst eingetragene ethnische Zugehörigkeit58.746Menschen, die „Albanisch“ (45.601) oder „Kosovarisch“ (13.145) in das Freitextfeld eintrugen. Eine Untergrenze, keine Gesamtzahl.
Hauptsprache: Albanisch52.328Einwohner ab 3 Jahren mit Albanisch als Hauptsprache. Erfasst auch Menschen aus Kosovo und Nordmazedonien, lässt aber alle aus, deren Hauptsprache inzwischen Englisch ist.
Staatsangehörigkeit laut Innenministerium: Albanienvariiert je nach JahrAlbanische Passinhaber im Einwanderungssystem. Albaner aus dem Kosovo erscheinen als Kosovo; aus Italien als Italien.

Die häufigste Fehlinterpretation betrifft die dritte Zeile. Man erwartet, dass eine Frage zur ethnischen Zugehörigkeit auch die zweite Generation erfasst und deshalb eine höhere Zahl ergibt als das Geburtsland. Die Zahl liegt jedoch niedriger: 58.746 gegenüber 99.187 in den beiden Ländern Geborenen. Die Frage der Volkszählung enthält Ankreuzfelder und ein Freitextfeld. Viele Albaner kreuzten „Other White“ an und trugen nichts ein — 211.287 solcher Antworten wurden in England und Wales erfasst. Der Freitextwert misst also, wer sich auf einem Formular ausdrücklich so bezeichnet hat. Das ist aufschlussreich, aber keine Gesamtzahl der Bevölkerung.

Ein weiterer methodischer Punkt betrifft jede folgende lokale Zahl. Das ONS verwendet Cell-Key-Perturbation unabhängig für jedes Gebiet: kleine zufällige Änderungen zum Schutz personenbezogener Angaben. Die Werte der 331 Kommunalgebiete ergeben für Albanien zusammen 68.677, der nationale Wert lautet 68.672. Die hier wiedergegebenen Zahlen entsprechen exakt den veröffentlichten Angaben und lassen sich nicht überall exakt aufsummieren.

Und Schottland?

Keine britische Statistikbehörde veröffentlicht, wie viele Albaner in Schottland leben. Schottland führte seine Volkszählung ein Jahr später, im März 2022, durch. National Records of Scotland fasste Albanien in der Kategorie „accession countries March 2022“ zusammen: 3.684 Personen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und der Ukraine, gezählt einen Monat nach der Invasion. Kosovo gehört nicht dazu, sondern zur Kategorie „other non-EU European countries“ mit 7.709 Personen, gemeinsam mit Norwegen, Island, Belarus, Moldau, Georgien und Armenien. Die schottische Volkszählung veröffentlicht weder eine Zahl zum Freitexteintrag „albanisch“ bei der ethnischen Zugehörigkeit noch zur albanischen Sprache. Für eine Antwort müsste eine Sonderauswertung beauftragt werden.

Zwei Migrationen

Zwei Migrationen, die sich eine Sprache teilen

Das Nützlichste, was man über Albaner in Großbritannien verstehen sollte, ist, dass es zwei sehr unterschiedliche Migrationsgeschichten in denselben Statistiken gibt.

Die eine Gruppe kam innerhalb eines Jahrzehnts als Kriegsflüchtlinge und besitzt heute überwiegend die britische Staatsbürgerschaft. Die andere kam dreißig Jahre später zum Arbeiten und besteht weiterhin größtenteils aus im Ausland Geborenen. Beide sprechen dieselbe Sprache und erscheinen in derselben Volkszählung, unterscheiden sich aber stark in Alter, Erfahrungen und ihrer Beziehung zu Großbritannien.

Ein Blick auf die Ankunftsjahre. 23.073 der 30.515 im Kosovo geborenen Einwohner Englands und Wales – 75,6 Prozent – kamen zwischen 1991 und 2000 an. Seit 2011 sind insgesamt nur 2.571 angekommen – weniger in elf Jahren als in einem einzigen Jahr auf dem Höhepunkt. Heute ist es eine weitgehend dauerhaft ansässige Generation: Bei der Volkszählung 2021 waren nur 223 im Kosovo geborene Einwohner unter sechzehn, weil die Kinder dieser Gemeinschaft zunehmend in Großbritannien zur Welt kommen. Die größte Fünfjahresaltersgruppe unter den im Kosovo geborenen Bewohnern lag zwischen 45 und 49 Jahren.

Die andere Reihe zeigt ein anderes Bild. 45.571 der 68.672 in Albanien geborenen Einwohner – 66,4 Prozent – kamen in den sieben Jahren von 2014 bis 2021 an, davon kamen allein in den drei Jahren von 2017 bis 2019 23.084 an. Die häufigste Fünfjahresaltersgruppe unter den in Albanien Geborenen waren die 25- bis 29-Jährigen. Fast die Hälfte von ihnen, 48,2 Prozent, kam im Alter zwischen 20 und 29 Jahren; kaum einer von zehn kam als Kind an.

Alle weiteren statistischen Unterschiede zwischen den beiden ergeben sich aus diesen beiden Daten.

Im Kosovo geborene und in Albanien geborene Einwohner Englands und Wales im Vergleich zur Volkszählung 2021
Volkszählung 2021, England und WalesIm Kosovo geborenIn Albanien geboren
Gesamt30.51568.672
Ankunft 1991–200075,6%9,9%
Häufigste Altersgruppe45–4925–29
Besitzt einen britischen Pass89,9%23,1%
Besitzt einen EU- oder irischen Pass1,7%29,7%
Nationale Identität "nur britisch"80,7%22,6%
Die Hauptsprache ist Englisch54,0%30,5%
Spricht schlecht oder gar nicht Englisch7,9%18,2%
Gibt eine muslimische Religion an48,4%29,8%
Gibt eine christliche Religion an10,4%34,2%
Arbeitet im Baugewerbe23,1%30,7%
Unter 16 Jahre alt223 Personen2.960 Personen

Zwei dieser Tabellenzeilen verdienen besondere Aufmerksamkeit, da die meisten britischen Leser sie falsch erraten werden. In Albanien geborene Einwohner Englands und Wales geben eher eine christliche Religion an (34,2 Prozent) als eine muslimische (29,8 Prozent), wobei 26,1 Prozent keine Religion angeben – eine Verteilung, die sowohl Albaniens eigene gemischte Konfessionenkarte als auch die Überrepräsentation katholischer Menschen aus dem Norden und orthodoxer Menschen aus dem Süden bei der Auswanderung widerspiegelt. Im Kosovo geborene Einwohner sind zu 48,4 Prozent Muslime und 10,4 Prozent Christen. Jede Aussage über "die Religion der Albaner in Großbritannien", die nicht sagt, welche dieser beiden Bevölkerungsgruppen sie meint, ist bedeutungslos.

Und das zählt über die Statistiken hinaus. Zwei Generationen von Albanern können eine gemeinsame Sprache und einen kulturellen Hintergrund teilen, während sie in sehr unterschiedlichen Teilen Großbritanniens aufwachsen. Einander zu finden bedeutet daher nicht nur, Albaner zu sein – es geht auch darum, Menschen zu finden, die das Leben, die Werte und die Zukunft teilen, die man sich wünscht.

Die Karte

Eine Geografie, drei verschiedene Fragen

Die Wohnorte der in Albanien Geborenen, der im Kosovo Geborenen und der Menschen mit Albanisch als Hauptsprache ergeben unterschiedliche Karten. Wechsle zwischen den Ansichten und beobachte, wie sich der Schwerpunkt vom Norden Londons zu den Wohnsiedlungen im inneren Westen verlagert.

Wo die Albaner in Großbritannien leben

Dieselbe Volkszählung, aus drei Blickwinkeln betrachtet. Jedes Kommunalgebiet in England und Wales ist nach dem jeweiligen Bevölkerungsanteil eingefärbt; die zweite Karte zeigt die Nachbarschaften in London und im Umland der M25.

68.677 Einwohner Englands und Wales wurden in Albanien geboren. 55,5% von ihnen leben im unten gezeigten Ausschnitt von London und dem Umland der M25.

Bewege den Mauszeiger über ein Gebiet oder tippe darauf, um seinen Namen und die Zahlen zu sehen. Die Kennzahl lässt sich oben wechseln.

England und Wales

NewcastleLeedsLiverpoolManchesterSheffieldBirminghamNorthamptonLutonOxfordLondonCardiffBristol

331 Kommunalgebiete. Schottland führte 2022 eine eigene Volkszählung durch und ist in dieser Klassifikation nicht enthalten. Die 202 in Albanien oder im Kosovo geborenen Einwohner Nordirlands werden von NISRA separat gezählt.

London und das Umland der M25

CheshuntEnfieldBorehamwoodBarnetHaringeyBarkingCamdenWestminsterHounslowCroydon

1.276 Nachbarschaften (MSOAs) mit jeweils etwa 8.000 Einwohnern. Die Stadtbezirke sind grau umrandet; Themse und Stauseen bleiben ungefärbt, da die Volkszählungsgebiete am Wasser enden.

Anteil der Einwohner

% aller Einwohner in Albanien geboren

Kommunalgebiete

  1. Enfield4.9211,49%
  2. Barnet3.6800,95%
  3. Haringey2.8671,09%
  4. Waltham Forest1.6930,61%
  5. Birmingham1.6270,14%
  6. Barking and Dagenham1.3940,64%
  7. Ealing1.3430,37%
  8. Redbridge1.2250,39%

Stadtviertel

  1. Broomfield ParkEnfield4864,30%
  2. SouthgateEnfield4444,29%
  3. New Barnet Town & East BarnetBarnet3974,10%
  4. BowesEnfield3473,29%
  5. Harringay Ladder NorthHaringey3173,63%
  6. Enfield Town South & Bush Hill ParkEnfield3133,08%
Quellen: ONS Census 2021, England und Wales. Geburtsland aus der erweiterten Klassifikation mit 190 Kategorien, über die ONS create-your-own-dataset API; Hauptsprache aus Tabelle TS024 über Nomis; Grenzen aus dem ONS Open Geography Portal (enthält OS-Daten © Crown Copyright und Datenbankrecht 2021); Nachbarschaftsnamen aus der House of Commons Library. Die Werte für Kommunalgebiete und Nachbarschaften unterliegen dem statistischen Datenschutz des ONS und summieren sich nicht exakt zu nationalen Gesamtsummen.

Orte

Wo leben Albaner im Vereinigten Königreich?

In etwa vierzig Postleitzahlen. London hält 50,6 Prozent aller in Albanien Geborenen und 71,1 Prozent aller im Kosovo Geborenen – eine der extremsten Konzentrationen aller Geburtsortsgruppen im Zensus. Und 42 der 331 lokalen Behörden Englands und Wales haben weniger als zehn in Albanien geborene Einwohner.

Der Schwerpunkt ist ein einziger Bogen Nord-Londons: Enfield (4.921 in Albanien geboren und 1.465 im Kosovo geboren), Barnet (3.680 und 2.003) und Haringey (2.867 und 903). Allein in Enfield leben 7,2 Prozent aller in Albanien geborenen Menschen in England und Wales. Ungefähr jeder zweiundfünfzigste Einwohner des gesamten Londoner Stadtbezirks Enfield wurde in Albanien oder Kosovo geboren, und Enfield hat mehr Menschen mit Albanisch als Hauptsprache – 3.508 – als jedes andere Kommunalgebiet im Land.

Geht man bis auf Nachbarschaftsebene, wird es noch schärfer. Im Gebiet Broomfield Park in Enfield wurden 486 von 11.311 Einwohnern in Albanien geboren. In Southgate wurden 523 von 10.343 Menschen in Albanien, Kosovo, Nordmazedonien oder Montenegro geboren – jeder zwanzigste Einwohner. Das gleiche Muster zieht sich durch Bowes Park, die Harringay Ladder, Palmers Green, Wood Green, New Barnet und Bush Hill Park.

Die kosovarische Karte ist eine andere Karte

Legt man die Werte der im Kosovo Geborenen darüber, kehrt sich das Bild um. Camden hat 1.919 im Kosovo geborene Einwohner und 440 in Albanien geborene – ein Verhältnis von 4,4 zu eins. Westminster hat 1.471 zu 451. Kensington und Chelsea hat 824 zu 257. Auf Nachbarschaftsebene: Church Street in Westminster, 243 im Kosovo Geborene gegenüber 36 in Albanien Geborenen; Grahame Park in Barnet, 144 zu 37; Adelaide Road in Camden, 96 zu 8.

Das sind Adressen von Wohnsiedlungen. Das Muster passt zu einer Gruppe, die vom Staat untergebracht wurde, und einer anderen, die selbst Wohnraum fand: kommunale Wohnungen und Unterkünfte des Innenministeriums im inneren London stehen privaten Miet- und Eigentumswohnungen in den äußeren Vororten fünfzehn Jahre später gegenüber. Doch die Luftbrücke von 1999 verteilte ihre 4.346 Ankommenden auf dreiunddreißig Städte, keine davon in London. Diese Karte gehört zum getrennten, größeren Zustrom kosovarischer Asylsuchender, die sich in den 1990er Jahren in London konzentrierten. Kein britischer Datensatz verfolgt Personen von der ersten Zuweisung bis zur späteren Adresse. Der vermutete Mechanismus ist daher eine Interpretation der Karte, kein nachgewiesener Zusammenhang.

Außerhalb Londons

Die größte Zahl in Albanien geborener Einwohner außerhalb Londons hat Birmingham (1.627), aber in einer Stadt mit 1,14 Millionen Einwohnern sind sie 0,14 Prozent – gleichzeitig präsent und unsichtbar. Fügt man Sandwell (694), Coventry (598) und Wolverhampton (183) hinzu, beherbergt die Ballungsregion West Midlands über 3.100 in Albanien geborene Einwohner.

Nach Anteil ist die Antwort überraschend: Oxford ist die albanischste Stadt Großbritanniens außerhalb von London, mit 0,75 Prozent der Bevölkerung, die in den vier Ländern geboren wurden (1.216 Menschen, davon 859 in Albanien geboren). Luton hat 1.161 in Albanien geborene Einwohner, konzentriert in High Town und New Town zu beiden Seiten des Bahnhofs. West Northamptonshire hat 1.204.

Dann gibt es noch das Umland der M25. Hertsmere – Borehamwood und Potters Bar, direkt nördlich von Barnet – liegt bei 0,64 Prozent. Watford 0,58 Prozent, Broxbourne (Cheshunt und Waltham Cross, direkt nördlich von Enfield im Lea Valley) 0,45 Prozent, Thurrock 0,47 Prozent, Epping Forest 0,28 Prozent. Das sind die Orte, in die Menschen aus Enfield, Barnet und Barking ziehen. Die Suburbanisierung des albanischen London ist in den Zahlen sichtbar, noch bevor jemand ein Wort darüber geschrieben hat.

Die Karte, die die Volkszählung nicht zeichnen kann

Es gibt einen Datensatz, der die Gemeinschaft dort sichtbar macht, wo die Volkszählung sie kaum erkennen lässt: das eigene Register der albanischen Regierung shkolla shqipe, die ergänzenden Samstagsschulen, geführt von der Qendra e Botimeve për Diasporën. Er listet albanische Schulen in Sheffield, Liverpool, Bristol, Cardiff, Bracknell, Brighton, Northampton, Luton, Oxford, Reading, Manchester und Birmingham sowie in ganz London. Im Vergleich mit der Volkszählung folgen die Schulstandorte der räumlichen Verteilung der Bevölkerung fast genau – West Northamptonshire (Northampton) 1.204, Oxford 859, Sheffield 652, Reading 500, Bristol 401, Liverpool 364. Wo es zweihundert Familien gibt, gibt es eine Samstagsschule.

Was kein Datensatz zeigt, ist die Einkaufsstraße. Green Lanes, die von Newington Green über Harringay und Wood Green bis Palmers Green verläuft, ist das, was einem albanischen kommerziellen Rückgrat in Großbritannien am nächsten kommt – aber es ist eindeutig eine türkische und griechisch-zypriotische Straße mit albanischer Schicht, keine albanische Übernahme, und das sollte auch so beschrieben werden. Die Einzelheiten, die sich überprüfen lassen, sind klein und aufschlussreich: Eine Café-Bar an der Adresse 12 Green Lanes firmierte unter dem Namen „Scutari“ – der venezianische Name für Shkodër – bevor sie im Juni 2024 B7 Café Bar and Lounge wurde, nachdem das Lizenzierungsunterkomitee von Enfield die geplanten Öffnungszeiten gekürzt und die Metropolitan Police ihren Einspruch zurückgezogen hatte.

Geschichte

Wann kamen Albaner zum ersten Mal nach Großbritannien?

Als Gemeinschaft in den 1990er Jahren. Als Beziehung, 1809, als ein 21-Jähriger auf seiner Grand Tour von der ionischen Küste ins Landesinnere zum Hof von Ali Pascha in Tepelena ritt und mit einer albanischen Tracht nach Hause kam.

Lord Byron erreichte im Oktober 1809 albanische Gebiete und beschrieb die Albaner im zweiten Gesang von Childe Harold’s Pilgrimage; Thomas Phillips porträtierte ihn 1813 in den dort gekauften Kleidern, und das Porträt gehört heute zur Regierungskunstsammlung. Es ist wahrscheinlich das am häufigsten reproduzierte Bild eines Engländers in albanischer Kleidung, und für den Großteil des neunzehnten Jahrhunderts war dies die engste Verbindung Großbritanniens zu Albanien.

Edith Durham und das Komitee, das keine Monarchie werden sollte

Mary Edith Durham (1863–1944) ging mit siebenunddreißig Jahren auf Anraten ihres Arztes nach einem Zusammenbruch während der Pflege ihrer Mutter auf den Balkan und verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, durch die nordalbanischen Berge zu wandern, zu zeichnen, zu fotografieren und zu schreiben. High Albania (1909) ist noch immer im Druck. Ihre Unterlagen werden vom Royal Anthropological Institute in London aufbewahrt; ihr Großneffe, Dr. James Hickson, ist heute Vizepräsident der Anglo-Albanian Association – ein Familienfaden, der von 1909 bis 2026 ununterbrochen bestand.

Ihr Zeitgenosse Aubrey Herbert (1880–1923), konservativer Abgeordneter und Reisender, beriet die albanischen Delegierten auf der Londoner Balkanfriedenskonferenz 1912–13 und bekam zweimal den albanischen Thron angeboten – zuerst 1914, vor Ausbruch des Krieges, als er Interesse zeigte und vom Premierminister H. H. Asquith davon abgehalten wurde; und erneut im September 1920, inoffiziell, im Namen der albanischen Regierung. "Den Thron angeboten" ist die Art und Weise, wie die Geschichte immer erzählt wird; was die Archive enthalten, ist eine Reihe privater Sondierungen. Er gründete das Albanische Komitee in London, das 1918 zur Anglo-Albanian Society wurde und dann zur Anglo-Albanian Association, die bis heute besteht. John Buchan nutzte ihn als Vorbild für Sandy Arbuthnot in Greenmantle.

Ein König im Ritz, ein Minenfeld im Korfu-Kanal

Als Italien im April 1939 Albanien überfiel, zogen König Zog I. und sein Hofstaat nach Westen, und ab 1940 lebte die albanische Königsfamilie in Großbritannien – zunächst etwa neun Monate im Ritz in London, dann kurzzeitig in Forest Ridge in South Ascot und von 1941 bis 1946 im Parmoor House in Buckinghamshire. Zu den Exilanten, die mit dieser Gruppe nach England kamen, gehörte Tajar Zavalani, der im November 1940 eine Stelle beim neuen albanischsprachigen Dienst der BBC annahm und anschließend eine zweibändige Geschichte Albaniens in London schrieb, während Enver Hoxha in Tirana eine andere schrieb.

Dann ging es schief. Am 22. Oktober 1946 liefen zwei Zerstörer der Royal Navy auf Minen im Korfu-Kanal; vierundvierzig Seeleute kamen ums Leben. Das Vereinigte Königreich brachte Albanien vor den neuen Internationalen Gerichtshof, und 1949 wurde Korfu-Kanal (Vereinigtes Königreich gegen Albanien) das erste Urteil des Gerichts in einem streitigen Verfahren. Großbritannien hielt albanisches Gold in London als Sicherheit, und der Streit wurde erst 1992 endgültig beigelegt. Zwischen 1949 und 1954 führten MI6 und die CIA Operation Valuable durch, bei der sie in Malta und Großbritannien ausgebildete albanische Emigranten zurück ins Land einschleusten; die herkömmliche Darstellung von Nicholas Bethell aus dem Jahr 1984 besagt, dass Kim Philby die Operation verraten habe und dass etwa 300 Agenten starben; eine Neubewertung von Stephen Long im Jahr 2024 im Journal of Intelligence History argumentiert, dass sowohl die Opferzahlen als auch Philbys Rolle überschätzt wurden. Beide Interpretationen sind in der Forschung vertreten. Vier Jahrzehnte danach waren die formellen anglo-albanischen Beziehungen nahezu null.

Zwei Albanien in einem Land und ein Komiker

Während des Kalten Krieges wurde das albanische Leben Großbritanniens von einer Handvoll Menschen getragen. Die von Exilanten getragene Anglo-Albanian Association bestand in London fort. Dagegen stand die Albanian Society, die von Bill Bland, einem marxistisch-leninistischen Optiker aus Ilford, Essex, wiedergegründet wurde, der etwa dreißig Jahre lang die vierteljährliche Albanian Life von zu Hause aus bis Juli 1990 herausgab. Ausgabe 32 im Jahr 1985 war ein zweiundfünfzigseitiger Nachruf für Enver Hoxha; Ausgabe 35 kostete 50 Pence. Die am längsten bestehende albanische Zeitschrift Großbritanniens des Kalten Krieges wurde in einem Vorort von Essex von einem Bewunderer des Regimes produziert, vor dem die Exilanten geflohen waren.

Und es gab Norman Wisdom. Seine Filme gehörten zu den wenigen westlichen Filmen, die Hoxha in albanische Kinos ließ, da Pitkin als unterdrückter Arbeiter seine Vorgesetzten verspottete, und Generationen wuchsen damit auf. 1995 wurde er zum Ehrenbürger von Tirana ernannt, obwohl einige Berichte die Ehre auf 2001 datieren. Im März 2001, als England ein WM-Qualifikationsspiel in Tirana bestritt, trat der 86-jährige Komiker in einem halb albanischen, halb englischen Trikot in den Mittelkreis und führte unter großem Jubel einen seiner berühmten Stolperer vor; Berichte über den Besuch sind sich einig, dass seine Ankunft auf dem England-Trainingsgelände mehr Aufmerksamkeit erregte als die von David Beckham.

Der BBC Albanian Service, der 1940 begonnen hatte, wurde 1967 eingestellt, kehrte 1993 zurück und wurde am 28. Februar 2011 endgültig eingestellt, in einer Reihe von Kürzungen im World Service, die auch die mazedonischen und serbischen Dienste beendeten. Großbritannien hörte genau in dem Jahrzehnt, in dem sich die in Albanien geborene Bevölkerung von 13.295 auf 67.957 in England verfünffachte, auf, auf Albanisch zu senden.

1999

Die Luftbrücke und die Gemeinschaft, die sie geschaffen hat

Zwischen dem 25. April und dem 25. Juni 1999 wurden 4.346 Flüchtlinge aus dem Kosovo im Rahmen des UNHCR-Humanitären Evakuierungsprogramms ins Vereinigte Königreich geflogen, weitere 68 kamen später mit medizinischen Evakuierungsflügen an.

Sie bilden die Gründungsgruppe der kosovarischen Gemeinschaft Großbritanniens und erscheinen nicht in der Asylstatistik — eine Unterscheidung, die fast alle Darstellungen übersehen. Sie kamen mit Regierungsflugzeugen, nicht durch einen Asylantrag. Sie erhielten entweder einen Aufenthaltsstatus entsprechend dem ihrer bereits dauerhaft ansässigen Verwandten oder zwölf Monate Exceptional Leave to Remain, eine ausnahmsweise gewährte Aufenthaltserlaubnis.

Daneben gab es einen getrennten Zustrom von Asylsuchenden. Die Verwaltungsdaten des Innenministeriums erfassen, ohne mitberücksichtigte Angehörige, 140 kosovarische Asylanträge im Jahr 1996, 600 im Jahr 1997, 4.580 im Jahr 1998 und 9.850 im Jahr 1999. Die damaligen Anerkennungsquoten sind mit heutigen kaum vergleichbar: Von 1.400 Entscheidungen im Jahr 1997 waren 1.340 positiv — ungefähr 96 Prozent. 1998 waren es 930 von 1.060.

Großbritanniens Anteil am Krieg selbst war erheblich, und das ist der Grund, warum die kosovarische Beziehung zum Vereinigten Königreich sich in ihrer Art von der albanischen unterscheidet. Am 12. Juni 1999 führten britische Truppen den Einmarsch der NATO in den Kosovo an.

Tony Blairs Verbindung zu dieser Intervention brachte etwas hervor, das kein anderer britischer Politiker geschafft hat: einen kosovarischen Vornamen. Die kosovarische Statistikbehörde verzeichnet mehr als zehn Personen mit den Namen Tonibler, Toni oder Bler genau in diesen Formen; die größere Anzahl der Varianten ist unquantifiziert, und die aufgezeichnete Zahl ist deutlich geringer, als die Folklore vermuten lässt, und immer noch mehr, als es jedem anderen ausländischen Führer gelungen ist. Eine Bronzestatue von Blair steht am Blair Boulevard in Ferizaj.

Was aus den 4.346 Menschen wurde

Die Politik änderte sich rasch. Am 13. September 1999, nach Kriegsende, kündigte der Innenminister an, dass kosovarisch-albanische Anträge einzeln geprüft würden und in den meisten Fällen abgelehnt würden. Von den Evakuierten gingen 2.439 nach Hause. Von den 514, die später in Großbritannien Asyl beantragten, erhielten zwei Asyl.

Wer blieb, wechselte nach und nach von Exceptional Leave to Remain zu einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis und schließlich zur Staatsbürgerschaft. Die Einbürgerungsstatistik hält diesen Zeitpunkt genau fest. Ehemalige kosovarische Staatsangehörige erhielten die britische Staatsbürgerschaft in folgenden Zahlen: 1.127 im Jahr 2009, 1.364 im Jahr 2010, 1.248 im Jahr 2011 und 1.067 im Jahr 2012 — 4.806 in vier Jahren, danach nur noch einige Hundert jährlich. Vor 2007 gab es in den Daten des Innenministeriums keine Kategorie „Kosovo“. Kosovo-Albaner, die 2005 und 2006 eingebürgert wurden, erscheinen unter „Serbien und Montenegro“, mit 9.809 beziehungsweise 7.547 Einbürgerungen in diesen Jahren. Wie viele dieser 17.356 Personen Kosovo-Albaner waren, ist nicht veröffentlicht und sollte nicht geschätzt werden.

Dieser Weg ist der Grund, warum 89,9 Prozent der im Kosovo geborenen Einwohner 2021 einen britischen Pass hatten und warum die kosovarische Geschichte in Großbritannien nun eher eine Geschichte über die zweite Generation als über Migration ist.

Zwei Familien. Eine Geschichte, die niemand hätte vorhersehen können.

Archivfoto von Besim Sahatçiu und Seit Lipa, wie sie in den 1960er Jahren gemeinsam an einem Tisch in Peja sitzen
Besim Sahatçiu und Seit Lipa, 1960er Jahre. Foto mit freundlicher Genehmigung von Albanian Vintage Photography, Menschen, Städte, Kultur und Geschichte.

Peja, 1960er Jahre. Besim Sahatçiu und Seit Lipa sitzen zusammen an einem Tisch. Zwei gebildete Männer aus derselben kosovarischen Stadt, einer Filmemacher, der andere Historiker.

Sie konnten nicht wissen, wohin die Geschichten ihrer Familien als Nächstes führen würden.

Jahrzehnte später, als das Leben im Kosovo immer schwieriger wurde, bauten sich beide Familien ein neues Leben in Großbritannien auf. Und eine weitere Generation später wurden ihre Enkelinnen Rita Ora und Dua Lipa zu zwei der bekanntesten albanisch-britischen Popstars der Welt.

Von Peja nach London. Von einer Generation zur nächsten.

Manchmal passt Diaspora-Geschichte in ein einziges Foto.

Arbeit und Geld

Arbeit, Geld und das Handwerk, das die Karte prägte

Fast ein Drittel der in Albanien geborenen Erwerbstätigen in England und Wales arbeitet im Baugewerbe. Von den 40.212 Menschen mit einer Branchenangabe in der Volkszählung 2021 waren 12.363 — 30,7 Prozent — im Baugewerbe tätig, gegenüber 8,7 Prozent aller Erwerbstätigen. Keine andere einzelne Zahl erklärt die Wohnorte, Einkommen und Struktur dieser Gemeinschaft so gut.

Die übrigen Zahlen passen dazu. 35,4 Prozent der in Albanien geborenen Erwerbstätigen sind selbstständig, gegenüber 16,6 Prozent aller Erwerbstätigen — typisch für das Baugewerbe mit seinen vielen Einzelunternehmen. Nur 1,68 Prozent sind im Ruhestand, gegenüber 21,65 Prozent der Bevölkerung Englands und Wales ab 16 Jahren. Fast niemand aus dieser Gruppe lebt bereits lange genug hier, um hier alt geworden zu sein. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,3 Prozent.

Nach dem Baugewerbe folgen als größte Branchen die Gastronomie (4.830), der Einzelhandel (3.204), das Gesundheitswesen (1.822), das Bildungswesen (1.787), Gebäudereinigung und Gebäudedienstleistungen (1.635), der Kraftfahrzeughandel (1.106) sowie persönliche Dienstleistungen einschließlich des Friseurhandwerks (705). Bau, Restaurants, Reinigung, Autohandel und Friseure machen zusammen mehr als die Hälfte aller erfassten Beschäftigungen von Albanern aus. Genau diese Tätigkeiten prägen auch die sichtbare albanische Präsenz in den Einkaufsstraßen.

Das Geld, das nach Hause geht

Im Vergleich zu Griechenland und Italien trägt Großbritannien nur einen bescheidenen Anteil zu den Rücküberweisungen bei; diese Seite sollte ihn nicht überhöhen. Ein Informationsblatt der Bank of Albania beziffert den britischen Anteil an den Rücküberweisungen nach Albanien auf ungefähr 8 Prozent. Der Anteil ist undatiert, stammt dem Stand nach aus dem Jahr 2018 und ist die schwächste Zahl hier. Auf den Gesamtbetrag dieses Jahres angewandt ergibt er ungefähr 99 Millionen Euro.

Für Kosovo lässt sich die Rechnung genau durchführen: Multipliziert man die monatlichen Rücküberweisungen der Zentralbank Kosovos mit den jeweiligen monatlichen Länderanteilen, ergeben sich für das Vereinigte Königreich 37,3 Millionen Euro im Jahr 2025, 2,64 Prozent des Gesamtbetrags und Rang zehn. Das ist eine Berechnung aus zwei veröffentlichten Tabellen, keine direkt veröffentlichte Zahl. Der Wert liegt weit hinter Deutschland und der Schweiz — genau das wäre bei einer Gemeinschaft zu erwarten, die größtenteils britische Staatsbürger geworden und geblieben ist.

Die Luftbrücke

Das klarste Maß für die Verbindung ist nicht Geld, sondern Sitze. Im Jahr 2015 flogen 76.325 Passagiere zwischen britischen Flughäfen und Tirana. Im Jahr 2025 waren es 1.012.307 — dreizehnmal so viele in einem Jahrzehnt und zum ersten Mal über eine Million. Ein Teil davon ist die britische Entdeckung der albanischen Riviera; Großbritannien importiert jetzt jährlich £ 106 Millionen an Reisedienstleistungen aus Albanien, gegenüber einem Gesamthandel in beide Richtungen von £ 373 Millionen. Aber ein großer Teil davon ist eine Diaspora, die jetzt für ein langes Wochenende nach Hause fliegen kann, auf einer Route, die es kaum gab, als die meisten von ihnen ankamen.

Die entsprechende Verbindung für Kosovo ist kleiner und ungewöhnlicher: 126.537 Passagiere zwischen dem Vereinigten Königreich und Pristina im Jahr 2025, zu 100 Prozent über London Luton. Die gesamte Flugverbindung eines Landes nach Großbritannien läuft über einen einzigen Flughafen.

Italiener & Griechen

Die Albaner, die als Italiener und Griechen ankamen

Dies ist der Teil der Geschichte, den keine britische Quelle erzählt, und der Teil, der diese Geschichte mit Italien und Griechenland verbindet.

Italien und Griechenland hatten zusammen bis Ende 2020 etwa 480.000 albanische Staatsbürger eingebürgert – laut Eurostat 251.588 in Italien und 228.951 in Griechenland. Jede dieser Personen wurde zu diesem Zeitpunkt EU-Bürger mit dem Recht, im Vereinigten Königreich zu leben und zu arbeiten. Ein Jahrzehnt lang nutzten Albaner diese Möglichkeit, und Großbritannien erfasste sie als Italiener und Griechen.

Die Volkszählung erfasste die Spuren dieser Bewegung. Von 68.673 in Albanien geborenen Einwohnern Englands und Wales hatten 3.602 einen italienischen Pass und weitere 15.434 einen Pass, der nur als "andere EU-Länder" verzeichnet ist. ONS listet Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien, Litauen, Polen, Rumänien und Irland separat auf – Griechenland dagegen nicht. Die einzeln benannten EU-Pässe machen zusammen weniger als 1.400 der übrigen Pässe aus. Das mit Abstand wahrscheinlichste Herkunftsland dieser 15.434 Dokumente ist Griechenland, eines der Länder, in denen die meisten Albaner eingebürgert wurden. Das ist eine Schlussfolgerung und wird hier ausdrücklich als solche gekennzeichnet; ONS hat einem Mitglied der Öffentlichkeit bereits in einer Informationsfreiheitsantwort vom 9. Februar 2023 mitgeteilt, dass es nicht die Tabelle vorlegen kann, die diese Frage klären würde.

So oder so sieht die Rechnung aus: 20.425 in Albanien geborene Einwohner Englands und Wales – 29,7 Prozent – besaßen einen EU- oder irischen Pass statt eines britischen oder albanischen. Wenn man die 15.860 mit britischen Pässen hinzunimmt, reiste mehr als die Hälfte aller in Albanien geborenen Einwohner Englands und Wales mit einem Dokument, das von einem anderen Ort als Albanien ausgestellt wurde.

Der Kontrollfall beweist, dass es real ist. Unter den im Kosovo geborenen Einwohnern besaßen 521 Personen einen EU-Pass — 1,7 Prozent. Kosovaren wurden in Deutschland, der Schweiz und Österreich eingebürgert und blieben dort; diejenigen, die nach Großbritannien kamen, kamen 1999 und wurden britische Staatsbürger. Die Diaspora einer Diaspora ist ein Phänomen der Migration aus Albanien, nicht aus Kosovo, und eine einzige Volkszählungstabelle belegt das.

Der Beleg im EU Settlement Scheme

Dann gibt es noch die Zahl im EU-Settlement Scheme. Albanische Staatsangehörige reichten zwischen August 2018 und März 2026 54.750 Anträge auf das EU-Settlement Scheme ein – als Familienmitglieder von EWR-Bürgern, was in der Praxis die Ehepartner, Partner, Eltern und Kinder von Albanern bedeutet, die bereits Italiener oder Griechen geworden sind. Damit ist Albanien die fünftgrößte Staatsangehörigkeitsgruppe außerhalb des EWR im gesamten Programm, nur hinter Indien, Pakistan, Brasilien und Ghana sowie vor Nigeria, Bangladesch und der Ukraine.

Ein Land mit 2,8 Millionen Einwohnern, ohne koloniale oder Commonwealth-Verbindung zu Großbritannien und ohne EWR-Mitgliedschaft, belegte in einem für die Familien von EU-Bürgern konzipierten Programm den fünften Platz. Allein im Jahr 2021 erhielten 5.177 albanische Staatsangehörige ein britisches Einreisevisum als Familienmitglied eines EWR-Bürgers. Die albanische Ablehnungsquote im System – 8.247 von 51.882 abgeschlossenen Anträgen 15,9 Prozent – ist viermal so hoch wie die italienische Rate, weil es schwierig ist, die familiäre Beziehung zu einem EWR-Bürger als Bezugsperson anhand von Dokumenten nachzuweisen.

Und seit Anfang 2022, sechs Monate nach Ablauf der Hauptfrist des Programms am 30. Juni 2021, wurden 24.510 albanische Anträge als Familienmitglieder eingereicht. Ungefähr 5.000 bis 6.000 pro Jahr kommen immer noch durch diese Tür.

Was nicht gezählt werden kann, ist der umgekehrte Fall. Das Innenministerium verzeichnet in jedem dieser Datensätze die Staatsangehörigkeit, nicht das Geburtsland; ein in Albanien geborener italienischer Staatsbürger erscheint als "Italien" in insgesamt 775.343 italienischen Anträgen. Es gibt keine veröffentlichte Möglichkeit, sie zu zählen, und das gab es nie. Das britische Statistiksystem hat eine Kategorie für den Geburtsort und eine für den Pass, den man besitzt, und es hat beide nirgendwo außer in der Volkszählung miteinander verknüpft – weshalb die obige Passtabelle das tragende Beweisstück für diesen gesamten Abschnitt ist.

Der Brexit schloss die Route. Niemand bemerkte es, weil die Nutzer nicht als Albaner in den Statistiken standen. Wer bis zum 31. Dezember 2020 als EU-Bürger hier lebte, konnte bleiben. Wer bis dahin nicht hier war, konnte diese Möglichkeit nicht mehr nutzen. Ein Migrationskanal, der ein Jahrzehnt lang bestand, wurde durch ein Datum und nicht durch eine Politik gegenüber Albanien beendet – und im Jahr nach seiner Schließung stiegen die Asylanträge albanischer Staatsangehöriger von 5.479 auf 16.800.

Ob das eine das andere verursacht hat, ist eine Hypothese, kein Befund, und diese Seite wird dies nicht behaupten. Aber die Reihenfolge ist exakt.

2022

Das Jahr, in dem Albanien zum britischen Streitthema wurde

Acht Monate lang im Jahr 2022 leistete das Wort "Albanier" in der britischen Politik mehr Arbeit als in den vorangegangenen achtzig Jahren. Dieser Abschnitt legt dar, was geschah, was gesagt wurde, was die Daten tatsächlich zeigen und zu welchen Ergebnissen die späteren unabhängigen Untersuchungen kamen. Der Abschnitt entscheidet den politischen Streit nicht. Er benennt die Bezugsgröße jeder Quote.

Was geschah

Die registrierten Kleinbootankünfte albanischer Staatsangehöriger lagen bei 16 im Jahr 2018, 13 im Jahr 2019, 54 im Jahr 2020 und 815 im Jahr 2021. Im Jahr 2022 lag die Zahl bei 12.658 – die größte einzelne Staatsangehörigkeitsgruppe jenes Jahres, vor Afghanistan, Iran und Irak. Dann brach sie ein: 927 im Jahr 2023, 635 im Jahr 2024, 255 im Jahr 2025 und 9 im ersten Quartal 2026.

Zwei Korrekturen zur gängigen Darstellung, beide überprüfbar. Erstens machten Albaner im Kalenderjahr 2022 27,7 Prozent der Ankünfte mit kleinen Booten aus, nicht ein Drittel. Der Premierminister sagte am 13. Dezember 2022 im Unterhaus, dass „ein Drittel aller in diesem Jahr mit kleinen Booten angekommenen Personen Albaner“ seien; die BBC wies damals darauf hin, dass der korrekte Anteil bei den damals veröffentlichten Zahlen 28 Prozent betrug. Die Angabe „ein Drittel“ ist eine Zahl von Januar bis September (34,7 Prozent). Der wahre Höchststand ist enger und höher als bei beiden: allein im dritten Quartal 2022 waren Albaner 9.044 von 20.301 Ankünften – 44,5 Prozent. Einundsiebzig Prozent der gesamten albanischen Ankünfte des Jahres landeten in diesen drei Monaten.

Zweitens waren kleine Boote nie die gesamte albanische Route, und bis 2025 waren sie nicht einmal mehr die Hauptroute. Selbst zum Höhepunkt 2022 waren 4.010 albanische Asylantragsteller – etwa ein Viertel – heimlich mit Lastwagen und nicht per Boot eingereist. In jedem Jahr von 2018 bis 2020 überstieg die Zahl der Albaner, die als Flugpassagiere mit unzureichenden Dokumenten ankamen, die Zahl der albanischen Bootsankünfte um eine Größenordnung – 515 zu 54 im Jahr 2020. Erst 2021 überstiegen die Bootsankünfte die Ankünfte auf dem Luftweg. Bis 2025 überwogen verdeckte Einreisen (930) gegenüber Kleinbootankünften (311) im Verhältnis drei zu eins. Das sind Asylanträge; die oben genannten 255 sind die separate Anzahl der erkannten Bootsankünfte, und die beiden Datensätze stimmen nie exakt überein.

Wer kam: 11.020 Männer, 1.537 Frauen und 101 Personen ohne Geschlechtsangabe im Jahr 2022 sowie 1.756 Kinder – 13,9 Prozent, eines von sieben. Die damalige Darstellung des Innenministeriums war, dass 77 Prozent erwachsene Männer waren. Beide Zahlen stimmen und sie beziehen sich auf unterschiedlich abgegrenzte Gruppen.

Was gesagt wurde

Am 31. Oktober 2022 erklärte Innenministerin Suella Braverman im Unterhaus zum Aufnahmezentrum Manston, die britische Bevölkerung verdiene zu wissen, welche Partei es ernst damit meine, „die Invasion an unserer Südküste“ zu stoppen. Die Aussage wird fast immer fälschlich als „Invasion unserer Südküste“ zitiert; im Hansard steht „an“. In derselben Sitzung sagte sie auf eine Frage zu Albanern, junge alleinstehende albanische Männer seien „entweder Teil organisierter krimineller Banden“ oder kämen nach Großbritannien und „beteiligten sich an kriminellen Aktivitäten, insbesondere im Zusammenhang mit Drogen“. Sie erklärte außerdem, Albanien sei „kein vom Krieg zerrissenes Land“, und es sei schwer vorstellbar, wie Asylanträge von dort berechtigt sein könnten.

Drei Wochen später, als sie vor dem Innenausschuss aussagte, traf sie eine Unterscheidung, die in der Berichterstattung weitgehend untergegangen war: Die Regierung schätzte ihre Beziehung zu "der albanischen Gemeinschaft im Vereinigten Königreich" und begrüßte weiterhin Albaner, die legal kamen und zur britischen Gesellschaft beitrugen.

Am 13. Dezember 2022 widmete Rishi Sunak dem Thema eine Erklärung im Unterhaus und unterzeichnete am selben Nachmittag zwei gemeinsame Kommuniqués mit Tirana. Er kündigte die erstmalige Stationierung britischer Grenzbeamter am Flughafen Tirana an, neue Leitlinien für Fallbearbeiter, die Albanien als sicher einstufen, eine höhere Beweisschwelle für Angaben, Opfer moderner Sklaverei zu sein, formelle Zusicherungen Albaniens für zurückkehrende Opfer und eine 400-köpfige Einheit zur Beseitigung des Rückstands albanischer Verfahren. Er versprach, „Tausende Albaner nach Hause zurückzuschicken“, mit wöchentlichen Flügen, bis der Rückstau beseitigt sei. Theresa May, die Initiatorin des Modern Slavery Act 2015, schaltete sich in derselben Sitzung ein und warnte, dass Menschenschmuggel und Menschenhandel getrennte Verbrechen seien und nicht als Einheit betrachtet werden sollten.

Eine oft wiederholte Behauptung muss hier korrigiert werden: Albanien wurde im Dezember 2022 nicht als "sicheres Land" erklärt. Seit dem 1. April 2003 ist es ein ausgewiesener Staat gemäß Abschnitt 94(4) des Nationality Immigration and Asylum Act 2002. Neunzehn Jahre der Einstufung als sicheres Land gingen der Krise voraus. Neu im Dezember 2022 war der operative Impuls; neu im September 2023 war Abschnitt 80AA, eingefügt durch das Gesetz über illegale Migration, der die Staaten auflistet, deren Schutzansprüche nicht zulässig sind – im Gesetzbuch, obwohl die Unzulässigkeitsbestimmungen nie vollständig in Kraft gesetzt wurden. Albanien ist der erste Name auf dieser Liste und der einzige Staat außerhalb der EU, des EWR und der Schweiz. Im britischen Gesetz gehört Albanien zu einem Club, dessen Mitglied es noch nicht ist.

Die Argumentation der Regierung war nicht nur rhetorisch. Dan O'Mahoney, damals Clandestine Channel Threat Commander, sagte am 26. Oktober 2022 vor dem Innenausschuss, der Anstieg sei "hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass albanische kriminelle Banden im Norden Frankreichs Fuß gefasst haben" und dass Geheimdienstinformationen Flüge von Albanien nach Belgien zeigten, deren Passagiere direkt an die französische Küste weiterreisten. In derselben Sitzung beschrieb er ein ganz anderes Muster in derselben Bevölkerung: "Sie arbeiten illegal im Vereinigten Königreich vielleicht sechs Monate oder ein Jahr, schicken das Geld nach Hause und gehen dann zurück."

Die Antwort

Albaniens Premierminister Edi Rama antwortete am 2. November 2022, dass Albaner im Vereinigten Königreich „hart arbeiten und Steuern zahlen“ und Großbritannien gegen kriminelle Banden aller Nationalitäten kämpfen sollte, anstatt Albaner zu diskriminieren, um politische Fehler zu rechtfertigen. Albaner demonstrierten in diesem Monat in London mit Plakaten mit der Aufschrift "Braverman, du kannst ein Krimineller sein, wir nicht". Am 17. Januar 2023 bestellte die albanische Regierung den britischen Botschafter Alastair King-Smith wegen eines Werbevideos des Innenministeriums über die Festnahme albanischer Krimineller ein; Reuters berichtete über die Protestnote wegen der „Sprache des Hasses“.

Der albanische Botschafter in London, Qirjako Qirko, sagte am 7. Dezember 2022 vor dem Innenausschuss, er habe eine "Diskriminierungskampagne" festgestellt und dass "besonders Jugendliche in der Schule gemobbt werden, nur weil sie Albaner sind." Auf die Frage, wer Albaner in Großbritannien seien, antwortete er, dass sie "Ärzte, Anwälte, Ingenieure und Arbeiter aller Art, die Steuern zahlen" gebe. Esme Madill, eine Anwältin, die mit jungen albanischen Opfern des Menschenhandels arbeitet, sagte demselben Ausschuss in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Rhetorik dazu führte, dass die von ihr vertretenen Kinder täglich Diskriminierung und Rassismus im College und bei Bewerbungen erlebten.

Nichts davon wird gemessen. Hasskriminalitätsstatistiken für England und Wales erfassen rassistische Motive sowie, Religion, sexuelle Orientierung, Behinderung und Transgender-Identität; es gibt keine albanische Kategorie, und Albaner sind in der Serie nicht separat identifizierbar. Jede Behauptung eines gemessenen Anstiegs der anti-albanischen Hasskriminalität im Jahr 2022 ist aus offiziellen Statistiken – in beide Richtungen – nicht zu stützen.

Was die unabhängigen Untersuchungen ergaben

Der Innenausschuss legte am 12. Juni 2023 nach einem Besuch in Albanien im März seinen Bericht vor. Beide Teile seines zentralen Fazits sind zitierenswert, weil häufig nur einer wiedergegeben wird. Einerseits sei Albanien nicht die Ursache der britischen Migrationsprobleme und „sollte nicht als solche herausgegriffen oder zum Sündenbock für das heimische Versagen gemacht werden“, Anträge zügig zu bearbeiten und Menschen zurückzuführen. Andererseits habe die Zahl der Albaner, die den Kanal überquerten, „zweifellos zur Überlastung des Asylsystems beigetragen“, insbesondere zur Überbelegung von Manston. Der Ausschuss hielt Albanien außerdem für sicher und sah keinen Grund, albanischen Asylanträgen routinemäßig stattzugeben. Zugleich betonte er, dass es zweifellos echte Fälle von Menschenhandel gebe, die Schutzmaßnahmen erforderten.

Zur Frage, warum dies geschah, begann das Komitee mit der Aussage, es sei unklar, und listete fünf mögliche Erklärungen auf, ohne sich zu entscheiden. Das auffälligste Beweisstück stammte aus Kukës, Albaniens ärmstem Landkreis und der Region mit den stärksten familiären Verbindungen nach Großbritannien: Eine Umfrage von Swiss Contact unter 1.800 Haushalten ergab, dass 35 Prozent der Befragten auswandern wollten, und von diesen 59 Prozent nach Großbritannien gehen wollten; unabhängig davon stimmten 42 Prozent aller Befragten nachdrücklich zu, dass junge Menschen in ihrer Gemeinschaft keine andere Wahl hatten, als mit allen Mitteln zu gehen. Die Geographie der albanischen Auswanderung ist eine Karte, wohin frühere Generationen gingen – aus dem Norden nach Großbritannien und Nordeuropa, aus dem Süden nach Griechenland und Italien. Deshalb beschreiben diese Seiten verschiedene Länder und dieselbe Familie.

Dann gibt es das Dokument, das fast niemand gelesen hat. Im Februar 2024 veröffentlichte der Independent Chief Inspector of Borders and Immigration, David Neal, eine Inspektion der Asylfälle für Juni bis Oktober 2023. Der Bericht enthüllte Operation BRIDORA – die im Dezember 2022 eingerichtete Operation des Innenministeriums, um eine Anfangszahl von 12.543 albanischen Anträgen abzuarbeiten. Der Rückstand älterer Verfahren war in drei benannte Operationen aufgeteilt worden: AMESA für Staatsangehörigkeitsgruppen mit hohen Anerkennungsquoten (14.563 Anträge), MAKHU für alle anderen (58.252) und BRIDORA allein für Albaner. Albaner waren die einzige einzelne Staatsangehörigkeitsgruppe, die eine eigene Operation erhielt. Zwischen Februar und Mai 2023 wurden alle bis auf zwei Entscheidungseinheiten dieser Operation zugeteilt, und die meisten Manager sagten den Inspektoren, dass dies eine schlechte Entscheidung gewesen sei, die an anderer Stelle Qualität und Produktivität beeinträchtigte.

Die Untersuchung ergab, dass den Sachbearbeitern gesagt worden war, sie seien „nicht mehr befugt, positive Entscheidungen für Albaner umzusetzen“, selbst wenn die Entscheidung bereits schriftlich vorlag. Auf Nachfrage der Inspektoren erklärten Führungskräfte, auf Ministerebene sei entschieden worden, dass „nicht mehr als 2 % der albanischen Anträge erfolgreich sein sollten“. Ein Sachbearbeiter beschrieb die Überarbeitung der Länderleitlinien so: „Plötzlich schicken wir Frauen zurück, die Opfer von Menschenhandel sind.“ Das Länderinformationsteam sagte, es habe keine direkte Anweisung zur Änderung erhalten, habe sich dem indirekten Druck aber kaum entziehen können.

Die veröffentlichte Antwort der Regierung an den Ausschuss im September 2023 brachte ihr Gegenargument in statistischer Form vor: 84 Prozent der Ergebnisse der albanischen Anträge im Jahr bis März 2023 waren Rücknahmen, gegenüber 18 Prozent für alle anderen Nationalitäten zusammen, und die Zählung der Rücknahmen im Nenner senkt die albanische Anerkennungsquote für dieses Jahr von 34 Prozent auf 5 Prozent – gegenüber einem Rückgang von 76 auf 63 Prozent für alle anderen. Es gibt keine einheitliche albanische Anerkennungsquote. Es gibt mindestens fünf, und welche man zitiert, ist eher ein Argument als eine Tatsache.

Die Ergebnisse der Operation vom 9. Januar bis 12. November 2023: 15.955 Entscheidungen — 9.863 Rücknahmen (61,8 Prozent), 4.549 Ablehnungen und 498 positive Entscheidungen (3,1 Prozent). Neun von zehn Rücknahmen waren implizit: Die Betroffenen hatten sich nicht mehr gemeldet oder waren untergetaucht. Minister deuteten dies als Aufgabe unbegründeter Anträge. Dr. Peter Walsh vom Migration Observatory erklärte dem Ausschuss, die albanische Rücknahmequote liege etwa doppelt so hoch wie der Durchschnitt, aber „das sagt nicht, warum sie untertauchen“ — Menschenhandel gilt als einer der möglichen Gründe. Die Daten können diese Erklärungen nicht auseinanderhalten. Dem Versprechen wöchentlicher Flüge bis zum Abbau des Rückstands steht gegenüber: Bis zum 13. November 2023 waren 245 Menschen aus dieser Gruppe abgeschoben worden. Das Innenministerium verweist auf eine weiter gefasste Zahl: 2023 kehrten über sämtliche Rückkehrwege 6.458 albanische Staatsangehörige aus dem Vereinigten Königreich zurück; nur für Rumänien lag die Zahl höher. Beide Angaben sind korrekt, erfassen aber Unterschiedliches. Neal wurde am 20. Februar 2024 als Chefinspektor entlassen, neun Tage vor Veröffentlichung des Berichts und einen Monat vor dem geplanten Ende seiner Amtszeit.

Dieselben Menschen in der anderen Spalte

Eine weitere Tatsache gehört in denselben Abschnitt. Im Jahr 2022 – dem Jahr, in dem Minister Albaner als Kriminelle bezeichneten – waren Albaner die größte einzelne Gruppe identifizierter potenzieller Opfer der modernen Sklaverei im Vereinigten Königreich. Es gab 4.613 Zuweisungen an den National Referral Mechanism, 27,2 Prozent der nationalen Gesamtzahl, vor britischen Staatsangehörigen. Albanien war von 2018 bis 2024 jedes Jahr die am häufigsten zugewiesene nichtbritische Staatsangehörigkeitsgruppe.

Unter den 2022 mit Kleinbooten Angekommenen wurden 3.188 von 12.652 Albanern an den NRM verwiesen — 25,2 Prozent, gegenüber 12,9 Prozent aller Staatsangehörigkeiten. Die 12.652 stammen aus dem mit dem NRM verknüpften Auszug desselben Datensatzes, der oben 12.658 ergibt. Albaner stellten 54,3 Prozent aller aus den Überfahrten dieses Jahres entstandenen Zuweisungen wegen möglicher moderner Sklaverei. In den Fällen mit einer abschließenden Entscheidung wurden 516 Menschen nach vollständiger Untersuchung durch den britischen Staat als Opfer moderner Sklaverei anerkannt — mehr als die 498 positiven Asylentscheidungen in den zehn vom Inspektor untersuchten Monaten. Nur 516 der 1.548 abschließenden Entscheidungen dieser Gruppe waren positiv: 33,3 Prozent gegenüber fast 89 Prozent über alle Staatsangehörigkeiten im selben Jahr. Diese Entscheidungen fielen in die Monate, in denen den Inspektoren eine ministeriell vorgegebene Obergrenze für positive Asylentscheidungen beschrieben und die albanischen Länderleitlinien zum Menschenhandel überarbeitet wurden. Ob ein Zusammenhang besteht, lässt sich aus den Daten nicht feststellen. Beide Beobachtungen treffen zu.

Minister argumentierten, dass späte Zuweisungen zum Schutzverfahren für Opfer moderner Sklaverei Missbrauch seien. Dame Sara Thornton, die ehemalige unabhängige Kommissarin gegen Sklaverei, sagte dem Ausschuss, dass "die Tatsache, dass die Offenlegung verspätet ist, meiner Ansicht nach nicht bedeutet, dass sie unzuverlässig ist" – und räumte in derselben Sitzung ein, dass ein langsames Asylsystem den Menschen die Möglichkeit gibt, zu kommen und dann wieder zu verschwinden.

Auch das Muster der Zuweisungen widerspricht der gängigen Darstellung. Albanische Männer wurden im Wesentlichen im gleichen Maße wie albanische Frauen dem Schutzverfahren für Opfer moderner Sklaverei zugewiesen (25,5 Prozent gegenüber 23,8 Prozent der Bootskohorte 2022), und das albanische NRM-Profil ist nicht primär sexuelle Ausbeutung: 64,5 Prozent der Zuweisungen 2022 betrafen Arbeitsausbeutung und 44,8 Prozent kriminelle Ausbeutung. Dr. Andi Hoxhaj, damals von UCL und heute Vorsitzender der Anglo-Albanian Association, beschrieb dem Ausschuss den Mechanismus: Jungen Männern aus Gebieten extremer ländlicher Armut wurde "eine kostenlose Fahrt ins Vereinigte Königreich im Austausch für Arbeit im Cannabisanbau oder anderen illegalen und kriminellen Aktivitäten" für zwölf bis achtzehn Monate angeboten. Die Überfahrt ist das Darlehen; die Cannabisfarm ist die Rückzahlung. Wie Esme Madill es ausdrückte, kann jemand aus wirtschaftlichen Gründen gehen, in Schuldenknechtschaft verfallen und bei der Ankunft zum Opfer des Menschenhandels werden.

Die Gerichte mussten beide Tatsachen zugleich berücksichtigen. In R v BEP [2022] EWCA Crim 1881, entschieden vier Tage nach Bravermans Unterhausrede, prüfte der Court of Appeal den Fall eines wegen Cannabisproduktion verurteilten Albaners, den die Single Competent Authority bereits abschließend als Opfer moderner Sklaverei anerkannt hatte. Das Gericht sah eine reale Aussicht darauf, dass der gesetzliche Verteidigungseinwand Erfolg gehabt hätte. Trotzdem hob es die Verurteilung nicht auf: Der Einwand greift nicht automatisch bei jedem Opfer von Menschenhandel, und der Mann hatte sich nach rechtlicher Beratung schuldig bekannt. Ein Albaner war somit offiziell als Sklavereiopfer anerkannt und zugleich rechtskräftig wegen Cannabisproduktion verurteilt. Der Fall widerspricht beiden vereinfachten Erzählungen.

Wo es endete

Bis 2025 stellten Albaner 0,6 Prozent der Ankünfte mit kleinen Booten und lagen auf dem siebzehnten Platz unter den asylsuchenden Nationalitäten, ein Rückgang von Platz eins im Jahr 2022 – der stärkste Rückgang aller Nationalitäten in der Reihe. Sunak und Rama verbesserten die Beziehungen bei einem bilateralen Treffen im März 2023.

Der Streit ist nicht verschwunden. Im April 2026 sagte der amtierende albanische Botschafter, Uran Ferizi, dem Guardian, dass Albaner im Vereinigten Königreich von Teilen der Medien und von Politikern als Sündenböcke angesehen würden; zwei Wochen zuvor hatte der Telegraph die Verurteilungszahlen unter der Überschrift "Alle zwei Tage ein albanischer Migrant inhaftiert" veröffentlicht. Zur entscheidenden Frage nach der Ursache zeigt das Migration Observatory, dass die Ankünfte bereits vor dem Abkommen vom Dezember 2022 stark zurückgegangen seien, das daher „wahrscheinlich die niedrigen Zahlen aufrechterhält, statt den anfänglichen Rückgang verursacht zu haben“. Die Quartalsdaten stützen den Zeitpunkt: 9.044 im dritten Quartal 2022, 1.185 im vierten und das Abkommen wurde am 13. Dezember unterzeichnet.

Visa

Warum Albaner immer noch ein Visum für Großbritannien benötigen

Hier ist eine Asymmetrie, die das tägliche Leben jeder Familie in dieser Geschichte prägt und fast nie ausgesprochen wird. Albaner reisen seit Dezember 2010 visafrei in den Schengen-Raum. Kosovaren seit dem 1. Januar 2024. Beide benötigen noch ein Visum, um das Vereinigte Königreich zu besuchen – für eine Hochzeit, eine Beerdigung, einen Abschluss oder zwei Wochen mit einem Enkelkind.

Die Daten des Innenministeriums zeigen, was das kostet. Im Jahr 2025 stellte das Vereinigte Königreich 23.338 Besuchervisa an albanische Staatsangehörige aus und lehnte 9.012 ab – eine Ablehnungsrate von 27,9 Prozent gegenüber einem weltweiten Durchschnitt von 20,8 Prozent. Im Jahr 2023, im direkten politischen Echo des Kleinbootjahres, wurden 47,9 Prozent der albanischen Besuchervisumanträge abgelehnt: 18.233 Ablehnungen gegenüber 19.869 erteilten Visa, die höchste Rate in der einundzwanzigjährigen Reihe. Die Ablehnungsquote für kosovarische Antragsteller liegt konstant unter der Albaniens und liegt immer noch deutlich über dem Durchschnitt: 24,7 Prozent im Jahr 2025.

Der Ausschuss hörte die praktische Konsequenz mehr als einmal: Ein Besuchsvisum für das Vereinigte Königreich kostete etwa 280 Dollar für bis zu 180 Tage, und Albaner sagten den Abgeordneten wiederholt, dass es abschreckend sei – während eine Kanalüberquerung routinemäßig zwischen 3.000 und 5.000 Pfund kostete. Es ist kein angenehmer Gegensatz und gehört in jede ehrliche Darstellung der Routen nach Großbritannien.

Der Zuwanderungsweg über Arbeit öffnete sich kurz und verengte sich dann wieder. Die Zahl der an Albaner erteilten Arbeitsvisa stieg von 112 im Jahr 2019 auf 873 im Jahr 2023, fast alle über die nach dem Brexit eingeführten Wege für Fachkräfte sowie Gesundheits- und Pflegeberufe, fiel dann 2025 auf 224, als die Regeln verschärft wurden – mit einer Ablehnungsquote, die auf 39,8 Prozent gestiegen ist, dem höchsten Wert der Serie. Die Studienvisa erreichten 2022 mit 755 ihren Höchststand und lagen 2025 bei 269.

Unterdessen verankert sich die bereits ansässige Gemeinschaft weiter. Die Zahl der Einbürgerungen albanischer Staatsangehöriger erreichte mit 2.609 im Jahr 2024 und 2.931 im Jahr 2025 einen Höchststand. Die Anträge stiegen auf 4.079 im Jahr 2025 — 55 Prozent mehr als im Vorjahr und eine Zahl, die sich noch jahrelang in den Einbürgerungen niederschlagen wird. Die Registrierung, die vor allem für in Großbritannien geborene Kinder albanischer Eltern genutzt wird, stieg von 12 Prozent der Staatsbürgerschaftsgewährungen 2013 auf 42 Prozent 2025. Unbefristete Aufenthaltserlaubnisse wurden 2025 in 2.301 Fällen erteilt, davon fast sechs von zehn (1.350) über den Flüchtlings- und Schutzstatus: Die zwischen 2016–2020 angekommene Gruppe erreichte ihre fünfjährige Aufenthaltsdauer.

Das ist die stille Gegengeschichte zu 2022, und sie ist noch größer: Während die Diskussion lief, naturalisierte sich die Gemeinschaft schneller als je zuvor.

Sprache & Glaube

Welche Sprache und Religion haben Albaner im Vereinigten Königreich?

52.328 Menschen in England und Wales gaben bei der Volkszählung 2021 Albanisch als Hauptsprache an — ein Anstieg von 61 Prozent gegenüber 32.425 im Jahr 2011. Das macht Albanisch mit großem Abstand zur meistgesprochenen europäischen Sprache aus einem Nicht-EU-Land in England und Wales.

Albanisch macht 70 Prozent der gesamten Kategorie aus — mehr als Ukrainisch und alle anderen europäischen Sprachen aus Nicht-EU-Ländern zusammen. Es wird fast dreimal so häufig gesprochen wie Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und Montenegrinisch zusammen. Enfield hat mit 3.508 mehr Albanischsprachige als jedes andere Kommunalgebiet. Nordirland zählt 86.

Die Sprachzahl ist wohl der beste einzelne Anhaltspunkt für die Größe der ethnischen Gemeinschaft. Anders als das Geburtsland fasst sie auch Albaner aus Kosovo und Nordmazedonien in einer Zahl zusammen. Sie stellt zugleich zwangsläufig eine Untergrenze dar: Menschen, deren Hauptsprache inzwischen Englisch ist, werden nicht mitgezählt. Deshalb fehlen darin 30,5 Prozent der in Albanien und 54,0 Prozent der im Kosovo geborenen Einwohner.

Samstagsschulen und kein GCSE

Keine britische staatliche Schule unterrichtet Albanisch als reguläres Fach, und nirgendwo im Vereinigten Königreich gibt es einen GCSE- oder A-Level-Abschluss in Albanisch. Das Angebot wurde nie abgeschafft; es hat nie existiert. Die Regierung erklärte in ihrer Ablehnung einer Petition vom 16. Januar 2023 wörtlich, die Schulen müssten entscheiden, welche Sprachen sie unterrichten, und die Prüfungsgremien müssten beurteilen, ob ausreichende Nachfrage besteht.

Es gab einen echten Anstoß. Die Petition 615921 "Einführung der albanischen Sprache als GCSE und A Level" lief von Mai bis November 2022 und sammelte 1.916 Unterschriften – weniger als die 10.000, die für eine Regierungsreaktion erforderlich waren. Zwei spätere Versuche sammelten jeweils sieben Unterschriften. Doch die Petition von 2022 hinterließ etwas Nützlicheres als ein Ergebnis: eine Karte der Unterschriften. Unterschriften wurden in 330 von 650 Wahlkreisen verzeichnet, angeführt von Chipping Barnet (68), Enfield Southgate (61), Hampstead & Kilburn (55), Edmonton (42) und Hendon (42) – Damit bildet ein völlig anderer Datensatz unabhängig dieselbe räumliche Verteilung wie die Volkszählung ab.

Stattdessen gibt es ein ehrenamtliches Netzwerk. Am ältesten ist Shkolla Shqipe „Kosova“, gegründet am 3. Oktober 1993 von Talat Pllana und einer Elterngruppe. Sie begann in Westminster und Camden und arbeitet heute an der Haverstock School nahe Chalk Farm: seit über dreißig Jahren, mit mehr als dreißig Lehrkräften, ohne staatliche Förderung und mit einem Lehrplan des kosovarischen Bildungsministeriums. Hinzu kommen Shpresas Schulen in fünf östlichen und nördlichen Londoner Bezirken; Ardhmëria mit fünf Schulen im Großraum London; Nënë Tereza in Edmonton; Gjurmë Iliriane in Richmond; Arbëria in Edmonton; und die Muttersprachkurse der Faik Konica Association in Chelsea. Am 6. Oktober 2024 eröffnete eine neue Schule in Bexleyheath. Dabei erklärte Albaniens Staatsminister Taulant Balla, dass „über 7.000 Schüler in Großbritannien Albanisch lernen“. Hinter dieser Regierungsangabe stehen weder eine veröffentlichte Schulliste noch eine Methode; sie ist die einzige nationale Schätzung. Sie ist eine Aussage, keine nachprüfbare Zählung.

Seit 2018 betreiben Albanien und Kosovo einen gemeinsamen Diaspora-Lehrplan und stellen die Lehrbücher bereit. Der Beitrag Großbritanniens ist UCL SSEES, das albanische Abendkurse angeboten hat, darunter einen speziell für Menschen mit Albanisch als Herkunftssprache – Menschen, die zu Hause Albanisch gesprochen, aber kaum formellen Unterricht darin erhalten haben. Die institutionelle Geschichte dort ist tief: Stuart Mann war von 1947 bis 1972 Reader für Tschechisch und Albanisch an der SSEES und schrieb das Historical Albanian–English Dictionary (London, 1948); die Mann Collection befindet sich in der Bibliothek von SSEES in Bloomsbury.

Drei Glaubensrichtungen, keine gemeinsame Institution

Albanischer religiöser Pluralismus ist sprichwörtlich, und Großbritannien zeigt ihn in einer ungewöhnlichen Form: Es gibt keine albanische Kirche, und die Moscheen sind die einzigen substanziellen Gebäude.

Das UK Albanian Muslim Community and Cultural CentreXhamia e Shqiptarëve, die albanische Moschee – wurde 1994 als Kosova Islamic Centre gegründet und 1996 als Wohltätigkeitsorganisation registriert. Es steht an der Ecke Carlton Vale und Canterbury Road, auf der Brent-Seite der Grenze Brent–Camden–Westminster, und ist mit Abstand die größte albanische religiöse Einrichtung Großbritanniens mit einem Einkommen von £246.729 im Jahr bis Juli 2025. Es organisiert die fünf täglichen Gebete, Unterricht, Hochzeiten, Beerdigungen und verteilt Korane und Gebetszeiten auf Albanisch. Ein dreizehnstöckiger eigens errichteter Ersatz für das Gelände ist vorgesehen. Das aktuelle Gebäude ist der ehemalige Shamrock Pub – ein treffendes Bild dafür, wie sich London durch Einwanderung verändert.

Drei weitere albanische muslimische Wohltätigkeitsorganisationen sind in London tätig und eine in Leicester – insgesamt fünf im Register – darunter eine neue, die im April 2025 in Walthamstow registriert wurde. Der institutionelle Ausbau ist weiterhin im Gange. Die British Albanian Muslim Community in West Hampstead schreibt die Teilnahme am Camden Faith Leaders' Forum und "Mäßigung in der Religion" in ihre eigenen Satzungszwecke.

Katholiken haben eine Kaplanschaft statt einer Kirche: Die albanische und kosovarische katholische Kaplanschaft unter Pater Gary Walsh, mit Sitz in St. Charles Borromeo, 8 Ogle Street, W1. Im Vereinigten Königreich gibt es kein albanisch-katholisches Pfarrgebäude – ein Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die eigens errichtete Pfarreien haben. Es wurden keine albanisch-orthodoxe Pfarrei und keine Bektaschi-Tekke irgendwo in Großbritannien identifiziert. Wo albanisch-orthodoxe Familien in Großbritannien Gottesdienste besuchen, ist nicht dokumentiert; die wahrscheinlichste Antwort sind die griechisch-orthodoxen Pfarreien der Erzdiözese Thyateira, aber niemand hat sie festgestellt. Dieses Fehlen unterscheidet das Vereinigte Königreich von den USA, Deutschland und Österreich, und es lohnt sich, es klar zu sagen, statt es zu beschönigen.

Die Generation, die hier geboren wird

Die zweite Generation lässt sich indirekt über Geburtsregistrierungen erfassen und ist inzwischen groß. Albanien rückte 2021 unter die zehn häufigsten Geburtsländer ausländisch geborener Mütter in England und Wales und blieb dort, mit einem Höchststand auf Platz sieben im Jahr 2023 bei 3.891 Geburten. Von 2021 bis 2025 wurden 17.800 Kinder in Albanien geborener Mütter und 20.011 Kinder in Albanien geborener Väter geboren. Im Jahr 2023 hatte ungefähr jedes 152. in England und Wales geborene Baby eine in Albanien geborene Mutter.

Der historische Vergleich zeigt die Größenordnung: in fünf Jahren wurden in England und Wales mehr Kinder albanischer Mütter geboren als die gesamte in Albanien geborene Bevölkerung Großbritanniens im Jahr 2011. Allein Albanien macht 29 Prozent aller Geburten aus, die ONS unter "Rest Europas" zusammenfasst – einer Gruppe, die auch die Türkei, die Ukraine, Russland und das gesamte ehemalige Jugoslawien umfasst. Die eigenen Kategorien des ONS verbergen die Geschichte, die seine eigenen Daten enthalten.

Es gibt eine konkrete Schülerzahl, und sie ist der stärkste Beleg auf dieser Seite dafür, dass die Gemeinschaft bereits verankert und nicht erst kürzlich angekommen ist. Im Frühjahr 2018 erfasste das Bildungsministerium 16.255 Schüler an staatlichen Schulen Englands mit Albanisch als Erstsprache. Nur 10 Prozent von ihnen waren erst nach der Eingangsklasse Reception in das englische Schulsystem eingetreten. Das war der niedrigste Anteil unter allen europäischen Sprachen in der Tabelle: Bei rumänischsprachigen Schülern waren es 52 Prozent, bei bulgarischsprachigen 47 Prozent und bei italienischsprachigen 58 Prozent. Neun von zehn albanischsprachigen Schülern waren spätestens im Reception-Alter im englischen Schulsystem. Dieselbe Tabelle stuft 38 Prozent als fließend englischsprachig ein, mehr als bei den Gruppen mit Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch, Portugiesisch und Urdu als Erstsprache.

Die Schülerzahl bestätigt die übrigen Belege und liefert keine zusätzlichen 16.255 Menschen, die man zur Volkszählung addieren dürfte. Sie umfasst sowohl im Vereinigten Königreich als auch im Ausland geborene Schüler, ohne sie in der veröffentlichten Tabelle zu trennen. „Nach Reception eingetreten“ beschreibt den Zeitpunkt des Eintritts ins englische Schulsystem, nicht den Geburtsort des Kindes. Die Zahl zeigt, dass bereits 2018 eine große albanischsprachige Generation Englands Schulen besuchte. Sie zeigt allein nicht, wie viele davon außerhalb der Geburtslandzählung liegen.

Das Bildungsministerium hat die Zahl seitdem nicht erneut veröffentlicht. Seine regulären Statistiken erfassen nur, ob die Erstsprache eines Schülers Englisch, eine andere Sprache oder unbekannt ist. Daher gibt es keine öffentlich verfügbare aktuelle Zahl albanischsprachiger Schüler auf Ebene der Kommunalgebiete. Dafür wäre eine Informationsfreiheitsanfrage zu Daten aus der National Pupil Database nötig.

Niemand hat in Großbritannien den Erhalt der albanischen Sprache gemessen. Es gibt eine gute Studie dazu in Athen, aber hier keine; jede Behauptung darüber, wie gut britisch geborene Albaner die Sprache behalten, ist derzeit unbelegt, und diese Seite wird keine erfinden.

Institutionen

Die Organisationen, die das albanische Großbritannien zusammenhalten

In England und Wales sind einundzwanzig gemeinnützige Organisationen der britisch-albanischen Gemeinschaft registriert. Die siebzehn mit eingereichten Jahresabschlüssen haben zusammen jährliche Einnahmen von etwa 1,2 Millionen Pfund. Auf eine einzige Organisation entfallen 44 Prozent davon.

Shpresa Programme

Shpresa bedeutet Hoffnung. Gegründet wurde die Organisation 2002–03 von Luljeta „Luli“ Nuzi, die 1999 mit ihrer Familie aus Albanien nach London gekommen war und Asyl beantragt hatte. Am 28. November 2002, dem albanischen Flaggentag, fand eine Konsultation mit der Gemeinschaft statt. Am 11. März 2003 wurde die Gesellschaft gegründet; im August 2005 folgte die Registrierung als Wohltätigkeitsorganisation. Sie begann in einem umgebauten Lagerraum im Froud Centre in Newham und arbeitet heute vom Mansfield House in Plaistow aus in Newham, Barking and Dagenham, Redbridge, Enfield und Haringey; seit März 2020 ist sie im gesamten Vereinigten Königreich tätig. Im Jahr bis März 2025 betrugen ihre Einnahmen 531.884 Pfund. Den Angaben zufolge unterstützt sie jährlich zwischen 2.000 und 5.000 Menschen.

Die Angebote beschreiben treffend, was eine Diaspora tatsächlich braucht: Beratung und Interessenvertretung, albanische Schulen, Breaking the Chains — ein juristisches Projekt gegen Menschenhandel gemeinsam mit der Migrant & Refugee Children’s Legal Unit am Islington Law Centre, das junge Albaner auch zu „Immigration Champions“ ausbildet —, Empower Women, ein Projekt zur Förderung von Freundschaften, Elternprogramme und die Ausbildung von Führungskräften. Um 2004 schloss sich die Organisation im Zuge einer Untersuchung der Zustände im Einwanderungszentrum Lunar House Citizens UK an. Nuzi wurde Ko-Vorsitzende von East London Citizens.

Sie starb am 12. Februar 2025 an Krebs. Vertreter der albanischen und kosovarischen Botschaft sprachen bei ihrer Gedenkfeier. Ein Nachtrag muss genau erklärt werden, weil die Sekundärquellen ihn falsch wiedergeben: In den King’s Birthday Honours vom Juni 2025, vier Monate nach ihrem Tod, wurde ein MBE für ihre Verdienste um die albanische Gemeinschaft veröffentlicht. Im Mai 2026 strich die Central Chancery den Eintrag als irrtümlich veröffentlicht — britische Orden werden nicht posthum verliehen. Sie erhielt keinen MBE, und er wurde ihr auch nicht verweigert: Eine Bekanntmachung wurde veröffentlicht und anschließend zurückgezogen.

Der Rest des Registers

Unterhalb von Shpresa ist der Sektor klein, lokal und vorwiegend in der Bildung tätig. Dazu gehören Ardhmëria in Charlton mit fünf Londoner Schulen, deren Einnahmen innerhalb von fünf Jahren um das 6,5-Fache auf 106.952 Pfund stiegen; Nënë Tereza in Edmonton mit 108.690 Pfund; Firdeus UK in Chingford, eine 2020 gegründete humanitäre Organisation und der deutlichste Hinweis auf eine Gemeinschaft, die inzwischen selbst Hilfe leistet, statt sie nur zu empfangen; Gjurmë Iliriane in Richmond, die einzige Organisation im Register, deren Zweck ausschließlich eine albanische Ergänzungsschule ist; die 1999 registrierte Albanian Community „Faik Konica“ in Chelsea, die weiterhin mit sehr kleinen Mitteln arbeitet; der British Albanian Kosovar Council, mitten in der Kosovo-Krise im Dezember 1998 eingetragen und heute praktisch ehrenamtlich geführt; das Centre for Albanian Studies in SW10, ein kleiner Verlag, der einen großen Teil des englischsprachigen Quellenmaterials zu Albanien veröffentlicht hat; und zuletzt die UKAP Foundation (2025), ein berufliches Netzwerk mit Mentoring und Stipendien.

Außerhalb Londons gibt es die Albania UK Charity in Manchester, Manchester Aid to Kosovo (registriert 2001), die Albanian Cultural Association in Northampton (2025) und die Albanian Midlands Muslim Community in Leicester (2023). In Schottland ist AlbScott seit 2012 bei der schottischen Wohltätigkeitsbehörde registriert und im Garnethill Multicultural Centre in Glasgow ansässig; die Organisation ist derzeit mit ihren Pflichtmeldungen im Rückstand. Die Midlands Ethnic Albanian Foundation, 2000 in Birmingham registriert, meldete Einnahmen von null und scheint inaktiv zu sein. Damit verfügt der Ballungsraum West Midlands mit seinen 3.100 Menschen aus Albanien über keine finanzierte Organisation der albanischen Gemeinschaft mehr.

Es gibt auch einen Friedhof. Siebenundzwanzig Wohltätigkeitsorganisationen mit Bezug auf Albanien oder Kosovo im Namen wurden seit 1995 aus dem Register für England und Wales gestrichen, fast alle während der Nothilfewelle 1992–2001 gegründet und in den 2000er oder 2010er Jahren geschlossen: Kosova Aid, Task Force Albania, der Albanian Medical Trust, 999 to Albania (Ostanglien), der Westmorland Albanian Appeal, Devon Aid to Albania and Macedonia. Die 1990er Jahre brachten britische Wohltätigkeitsorganisationen hervor, die sich auf den Balkan richteten. Ab den 2000er Jahren entstanden albanische Hilfsorganisationen mit Blick auf Großbritannien. Diese Umkehrung ist die ganze Geschichte der ersten dreißig Jahre der Gemeinschaft, die im Wohltätigkeitsregister steht.

Die älteste Organisation

Die Anglo-Albanian Association geht auf das Albanian Committee zurück, das von Aubrey Herbert 1912 oder 1913 gegründet wurde (ihre eigene Seite nennt 1912; Wikipedia sagt 1913 – beide sind im Umlauf). Edith Durham war eine frühe Sekretärin. Sie wurde 1918 zur Anglo-Albanian Society. Sie besteht auch 2026 noch, veröffentlicht dreimal im Jahr die Gazette, veranstaltet Vorträge, Buchvorstellungen und Filmvorführungen und veranstaltete ein Scanderbeg-Symposium mit dem Pembroke College in Cambridge.

Die heutigen Amtsträger verdeutlichen die Verbindung besser als jeder Absatz. Der Präsident ist Sir Noel Malcolm, der All Souls-Historiker, der Kosovo: A Short History verfasste – ein Buch, das auf diesem Gebiet weiterhin umstritten ist und so beschrieben werden sollte. Einer der Vizepräsidenten ist Dr. James Hickson, Edith Durhams Großneffe; der andere ist Stephen Nash CMG, ein ehemaliger britischer Botschafter in Albanien. Der Vorsitzende ist Dr. Andi Hoxhaj OBE, ein in Albanien geborener Rechtswissenschaftler am King's College London, der in den Neujahrsehrungen 2024 für seine Verdienste um die Beziehungen zwischen Großbritannien und Albanien zum OBE ernannt wurde, zum gemeinsamen Kommuniqué 2022 beitrug und dem Innenausschuss die zuvor zitierten Beweise vorlegte.

Zwei Nationaltage, zwei verschiedene Länder

Am 28. November wird der albanische Flaggentag als Straßenfest gefeiert. Trafalgar Square ist der Treffpunkt und ist groß genug, dass die Metropolitan Police nach Straßenblockaden durch Autos und dem Abbrennen von Feuerwerk eine Zerstreuungsanordnung erlassen konnte. Die institutionelle Version läuft parallel und sieht ihr überhaupt nicht ähnlich: Shpresa veranstaltet ein zweiwöchiges Programm in Londoner Bibliotheken, Rathäusern und Schulsälen – Gascoigne School, Barking Town Hall, Stratford Library, Forest Gate Library – mit Kinderlyrik, Tanz und Reden zu häuslicher Gewalt, Beschäftigung und Einwanderungsrecht, an denen Vertreter beider Botschaften und der örtliche Bürgermeister teilnahmen. Der Stadtrat von Barking and Dagenham feierte 2019 offiziell das 107-jährige Jubiläum.

Der 17. Februar, Kosovos Unabhängigkeitstag, wird von der Botschaft geprägt: Empfänge im Royal Horseguards, das diplomatische Korps, Reden des kosovarischen Botschafters Ilir Kapiti. Die breite Gemeinschaft an einem Tag, die Elite am anderen; der Trafalgar Square und ein Hotel in Whitehall. Die beiden nationalen Identitäten werden in Großbritannien in sichtbar unterschiedlichen Formen gelebt. Dieser Unterschied entspricht genau den beiden Migrationsbewegungen.

Die albanische Botschaft befindet sich in der 33 St George's Drive, Pimlico, unter Botschafter Uran Ferizi, akkreditiert für das Vereinigte Königreich und Irland; die von Kosovo befindet sich in der 8 John Street, Bloomsbury. Keine von beiden veröffentlicht eine Schätzung der Größe der Gemeinschaft. Eine albanische Regierungszahl von "etwa 50.000" zirkuliert – niedriger als die Volkszählung der in Albanien geborenen Einwohner Englands allein, und das kann nicht stimmen.

Und alle paar Jahre gibt es das andere nationale Treffen. England spielte zuletzt zweimal in Wembley gegen Albanien – am 12. November 2021 und am 21. März 2025, letzteres mit offiziell 82.378 Zuschauern — und gegen Kosovo am 10. September 2019 vor 30.155 Zuschauern in St Mary's, Southampton. Albanische Medien berichteten, dass das Gästekontingent für das Wembley-Spiel 2025 ausverkauft sei und albanische Fans in jeder Ecke des Stadions waren. Das ist eher eine parteiische Behauptung vor dem Spiel als eine gesicherte Zuschauerzahl, und die Größe des offiziellen Gästekontingents wurde nie veröffentlicht; aber jeder, der dabei war, wird dasselbe erzählen.

Personen

Von Faik Konicas Islington bis Dua Lipa

Ein Hinweis vorweg: Fast alle Seiten über „berühmte Albaner“, auf die britische Leser stoßen, vermischen die Liste mit albanischstämmigen Amerikanern: Bebe Rexha, Ava Max, Eliza Dushku, den Belushi-Brüdern und Action Bronson. Keiner von ihnen hat einen Bezug zu Großbritannien. Alle hier aufgeführten Personen haben eine belegte albanische Herkunft und eine wesentliche Verbindung zum Vereinigten Königreich. Wo die Belege für eine Aussage dünn sind, wird das ausdrücklich erwähnt.

Dua Lipa tritt am 28. Juni 2024 auf der Pyramid Stage in Glastonbury auf, die Arme erhoben, vor dem Festivalpublikum
Dua Lipa als Headlinerin auf der Pyramid Stage in Glastonbury, 28. Juni 2024. In London als Tochter von Eltern aus Pristina geboren. Foto: Raph_PH / Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Dua Lipa

Sängerin · geboren in London, 1995

Dua Lipa wurde am 22. August 1995 in London als ältestes Kind von Anesa und Dukagjin Lipa, Kosovo-Albanern aus Pristina, geboren. Die Familie zog 2008 nach Pristina zurück, im Jahr der Unabhängigkeitserklärung Kosovos; sie selbst kehrte mit fünfzehn allein nach London zurück. Im August 2022 wurde sie Ehrenbotschafterin des Kosovo. Im November desselben Jahres erhielt sie die albanische Staatsbürgerschaft, 2025 durch Präsidialdekret die kosovarische Staatsbürgerschaft — drei Pässe, in der Reihenfolge London, Tirana, Pristina. Seit 2018 veranstaltet sie mit ihrem Vater das Sunny Hill Festival in Pristina, das die Sunny Hill Foundation finanziert. Ihr Vater war Frontmann der kosovarischen Rockband ODA, bevor er ihr Manager wurde: ein Rocksänger aus Pristina, dessen Tochter in Glastonbury als Headlinerin auftritt.

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Eine rote Tafel an der Wand einer Londoner Grundschule mit der Aussage, dass die Sängerin und Schauspielerin Rita Ora vor dem Krieg im Kosovo geflohen sei und nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich 1991 hier zur Schule gegangen sei
Die Tafel an der St Cuthbert’s with St Matthias School in Earls Court, 2016 vom Joint Council for the Welfare of Immigrants im Rahmen seiner Reihe „I am a Refugee“ angebracht. Foto: Spudgun67 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Rita Ora

Sängerin · geboren in Pristina, 1990

Rita Ora wurde am 26. November 1990 als Rita Sahatçiu in Pristina geboren. Ihre Familie floh 1991 nach London, als sie ein Jahr alt war — ihre Mutter Vera war Psychiaterin, ihr Vater Besnik ein Pubbesitzer, der Wirtschaftswissenschaften studiert hatte. Ihr Großvater väterlicherseits, Besim Sahatçiu, war ein kosovarischer Film- und Theaterregisseur. Im Juli 2015 wurde sie zur Ehrenbotschafterin des Kosovo ernannt. An der Wand ihrer ehemaligen Grundschule in Earls Court hängt eine 2016 enthüllte rote Tafel: Sie sei vor dem Krieg im Kosovo geflohen und nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich 1991 hier zur Schule gegangen. Die Tafel vermischt zwei Ereignisse, die sieben Jahre auseinanderliegen. Die Familie verließ Pristina 1991, im zermürbenden Jahrzehnt der Entlassungen und des Entzugs der Autonomie, das dem Krieg vorausging, nicht während des Krieges. Die Tafel trifft das Gefühl, aber nicht die Chronologie — auf ihre Weise fasst sie damit dieses Thema zusammen.

In Großbritannien ausgebildet, für Albanien im Nationalteam

Über kaum eine andere Entwicklung in der Gemeinschaft wird so wenig berichtet. In Albaniens Mannschaften spielen inzwischen regelmäßig Fußballer, die in englischen Krankenhäusern geboren und in englischen Nachwuchsakademien ausgebildet wurden.

Armando Broja wurde am 10. September 2001 in Slough als Sohn von Eltern aus Koplik im äußersten Norden Albaniens geboren. Mit sechs kam er in Tottenhams Nachwuchsakademie, mit acht zu Chelsea. Er hätte für England spielen können — und entschied sich für Albanien. Anis Mehmeti wurde 2001 in London geboren und spielt für Albanien und Ipswich Town. Maldini Kacurri wurde 2005 in Lewisham geboren, durchlief Arsenals Nachwuchsakademie und gab sein Debüt für Albaniens A-Nationalmannschaft auswärts gegen Gibraltar. Adrion Pajaziti, 2002 in London geboren, kam mit zwölf in Fulhams Nachwuchsakademie, spielte zweimal für Kosovos U21 und wechselte dann zur albanischen Auswahl. Etwa ein Dutzend weitere in England geborene Profis mit albanischen Wurzeln spielen inzwischen in der EFL und in den Ligen darunter; mehrere von ihnen treten auf Nationalmannschaftsebene für Kosovo an.

Am aufschlussreichsten ist die Laufbahn einer Frau. Elizabeta Ejupi wurde im Kosovo geboren und wuchs in England auf. Sie spielte im Jugendbereich für England und wurde noch als Teenager in der A-Nationalmannschaft Albaniens eingesetzt. Laut ihrem Wikipedia-Eintrag und entsprechenden Spielberichten versuchte sie 2021, zu Kosovo zu wechseln; der Wechsel stockte jedoch wegen Schwierigkeiten mit den Unterlagen. Dieser letzte Schritt ist nur schwach belegt, und keine Erklärung eines Verbands bestätigt ihn. Eine Spielerin, drei Verbände und die Formalitäten eines Landes, das erst seit 2008 besteht.

Vor ihnen allen kam Rudi Vata, der erste Albaner bei einem britischen Verein. Celtic verpflichtete ihn im Sommer 1992; sein Debüt gab er am 3. Oktober in Dundee, und 1995 gewann er mit Celtic den schottischen Pokal. Seinen Weg aus Albanien hat er selbst oft geschildert: Bei einem Länderspiel im Pariser Parc des Princes im März 1991 täuschte er eine Verletzung vor, zog sich um, ging zu einer Polizeiwache und beantragte politisches Asyl. Sein Sohn Rocco Vata, 2005 in Glasgow geboren, war für Albanien, Schottland, Montenegro und Irland spielberechtigt — und spielt für die Republik Irland. Lorik Cana, in Pristina geboren, wechselte 2009 zu Sunderland und war den meisten Darstellungen zufolge der erste Albaner in der Premier League; er wurde zum Kapitän ernannt. Elvisi Dusha, 1994 in London geboren, spielt Basketball für Albanien und wurde in der Saison 2022–23 zum Spieler des Monats in der British Basketball League gewählt.

Diejenigen, die in Bibliotheken arbeiten

Lea Ypi hat den Ralph-Miliband-Lehrstuhl für Politik und Philosophie an der LSE inne. Ihr Erinnerungsbuch über das Aufwachsen am Ende des albanischen Kommunismus, Free (2021), wurde in neunzehn Sprachen übersetzt und mit dem RSL Ondaatje Prize ausgezeichnet. Sie ist mit Abstand die am häufigsten ausgezeichnete albanische Intellektuelle Großbritanniens.

Dr. Gëzim Alpion lehrt seit 2002 Soziologie an der University of Birmingham und gilt als führender wissenschaftlicher Experte für Mutter Teresas albanische Identität. Der albanische Premierminister verlieh ihm 2019 den Nation’s Ambassador Award, wie seine eigene Universität bekannt gab. Dr. Andi Hoxhaj OBE lehrt Rechtswissenschaften am King’s College London und steht der Anglo-Albanian Association vor. Arsime Demjaha, im Kosovo geboren, ist klinische Ehrendozentin am Institute of Psychiatry, Psychology and Neuroscience am King’s und behandelt am South London and Maudsley Patienten mit schweren psychotischen Störungen. Bejtullah Destani arbeitet von London aus und hat mehr Quellenmaterial über Großbritanniens Beziehungen zu Albanien zusammengetragen und herausgegeben als jeder andere: Edith Durhams gesammelte Artikel und Briefe, Tajar Zavalanis Geschichtswerk sowie Aubrey Herberts Tagebücher und weitere Aufzeichnungen.

Thomas Simaku, geboren 1958 in Kavajë, kam 1991 für eine Promotion nach York und ist heute Professor für Komposition an der University of York. 2009 gewann er einen British Composer Award und 2013 den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb zu Lutosławskis hundertstem Geburtstag, ausgewählt aus 160 Einsendungen aus 37 Ländern. Er ist die am häufigsten ausgezeichnete Persönlichkeit albanischer Herkunft in der britischen Kunstmusik.

Zwei weitere Personen gehören hierher, allerdings mit einer Klarstellung: Sie sind keine Albaner, und ihnen diese Herkunft zuzuschreiben wäre ein Kategorienfehler. Der Brite John Hodgson lehrte an den Universitäten Pristina und Tirana und übersetzt von London aus Ismail Kadare aus dem Albanischen — fünf Romane, von denen einer 2017 auf der Shortlist des Man Booker International stand. Sir Noel Malcolm schreibt am All Souls College über albanische Geschichte.

Leinwand, Bühne und ein Bild, das um die Welt ging

Orli Shuka, ein britisch-albanischer Schauspieler, spielt Luan Dushaj, das Oberhaupt der albanischen Familie, in Sky Atlantics Gangs of London. Ausgerechnet ein Krimidrama ist damit die Darstellung von Albanern mit dem größten Massenpublikum, die je in Großbritannien produziert wurde.

Das Gegengewicht setzt eine in London arbeitende kosovarische Künstlerin. Für die Installation Thinking of You von Alketa Xhafa-Mripa wurden im Juni 2015 5.000 gespendete Kleider über das Spielfeld und die Tribünen des Hauptfußballstadions von Pristina gehängt, als Zeichen der Solidarität mit Überlebenden sexueller Gewalt im Krieg. Zu den Spenderinnen gehörten Kosovos Präsidentin Atifete Jahjaga, Rita Ora und Cherie Blair. Das Werk war Teil der Kampagne, in deren Folge Kosovo sein Gesetz über zivile Kriegsopfer auf Überlebende sexueller Gewalt ausweitete. 2024 stellte die Mukwege Foundation die Installation in Den Haag mit Kleidungsstücken von Überlebenden aus mehr als zwanzig Ländern erneut auf. Das Kunstwerk einer in London lebenden Kosovarin wurde zu einem internationalen Vorbild für das Gedenken an Vergewaltigungen im Krieg.

Der frühe Londoner Albaner und die politische Grenze

1903–04 lebte Faik Konica – der Mann, der die moderne albanische Prosa faktisch erfand – in Islington an einer als Oakley Crescent eingetragenen Adresse und redigierte seine Zeitschrift Albania aus London unter dem Pseudonym Trank Spiro Beg. Sie erschien von 1902 bis 1909 oder 1910 – die Quellen sind unterschiedlich – von London aus und war die Hauptpublikation albanischer Schriftsteller im Ausland; Guillaume Apollinaire verfasste Erinnerungen über ihre Londoner Mittagessen und beklagte, dass er nie ein einziges Museum besichtigen konnte, weil die Mahlzeiten so lange dauerten. Hundertzwanzig Jahre später gibt es in Chelsea eine kleine albanische Gemeinschaftsorganisation, die nach ihm benannt ist, die samstags Kurse in der Muttersprache anbietet.

Zum Abschluss ein offener Befund: Bei dieser Recherche fand sich kein Unterhausabgeordneter, kein Mitglied des Oberhauses, des schottischen Parlaments oder des Senedd mit albanischen Wurzeln — eine auffällige Leerstelle, auch wenn damit keine vollständige Abwesenheit nachgewiesen ist. Die höchste bisher erreichte politische Ebene für britische Albaner sind derzeit die Londoner Bezirksräte. Kastriot Berberi, ein auf Einwanderungsrecht spezialisierter Anwalt, vertritt seit über einem Jahrzehnt für Labour den Wahlbezirk Forest in Waltham Forest; 2022 kam Marsela Berberi hinzu. Für eine Gemeinschaft dieser Größe ist das nach fünfunddreißig Jahren ein auffälliges Fehlen. Die zweite Generation, die jetzt die dreißig erreicht, wird zeigen, ob sich daran etwas ändert.

Heute Kontakte knüpfen

Wie Albaner im Vereinigten Königreich heute zueinanderfinden

Also, wo treffen sich Albaner in Großbritannien eigentlich?

Lange Zeit war die Antwort einfach: durch Familie, Freunde und die Gemeinschaft um sie herum. Du hast jemanden auf einer Hochzeit kennengelernt. Deine Eltern kannten ihre Eltern. Du besuchtest dieselbe Moschee, dieselbe Samstagsschule oder dieselbe albanische Veranstaltung. Vielleicht hast du im selben Viertel gewohnt. In vielen Fällen musstest du nicht weit suchen.

Das gilt immer noch. Aber die albanische Gemeinschaft Großbritanniens ist weit über eine Handvoll Viertel hinaus gewachsen.

Heute lebt etwa die Hälfte der Gemeinschaft in London, besonders viele in und um Enfield, Barnet und Haringey. Andere verteilen sich auf Oxford, Luton, Northampton, Sheffield, Bristol, Cardiff und die Städte dazwischen. Was also, wenn die Person, die wirklich zu dir passen könnte, zwei Stunden entfernt wohnt? Oder in einer anderen Stadt? Oder sogar in einem anderen Land?

Hier haben sich die Dinge verändert.

Ein jüngerer Albaner, der in Großbritannien aufwächst, spricht vielleicht jeden Tag Englisch, hat albanische Eltern oder Großeltern, verbringt die Sommer im Kosovo oder in Albanien und fühlt sich dennoch fest mit der größeren albanischen Gemeinschaft verbunden. Er kennt vielleicht die Traditionen, versteht die Witze, spricht die Sprache zu Hause und führt trotzdem ein ganz anderes Leben als das seiner Eltern.

Und wenn es um Beziehungen geht, kann es dadurch etwas schwieriger werden, jemanden zu finden, der dieses Leben versteht.

Du suchst nicht unbedingt jemanden, der einfach nur in der Nähe wohnt. Vielleicht möchtest du jemanden, der deine Familie, deine Kultur, die Sprache, die Erwartungen versteht – und vielleicht auch, warum deine Mutter auch mit 30 noch wissen will, wohin du gehst.

Das ist ein Teil des Grundes, warum dua.com existiert.

Albaner haben sich immer durch ihre Netzwerke gefunden. dua.com gibt diesem Netzwerk einfach einen weiteren Ort zum Leben.

Du musst nicht darauf warten, dass ein Cousin euch bekannt macht, oder hoffen, bei der nächsten Veranstaltung der Gemeinschaft jemanden zu treffen. Du kannst Albaner kennenlernen, die deine Wurzeln teilen, wo immer sie leben — in London und im übrigen Vereinigten Königreich, im Kosovo, in Albanien und anderswo in der Diaspora.

Und daran ist etwas sehr Vertrautes.

Die Technologie ist neu. Der Grund, jemanden zu suchen, der versteht, woher man kommt, ist das nicht.

Für eine albanische Gemeinschaft, die seit Generationen Verbindungen weit von zu Hause aufgebaut hat, ist dua.com eine weitere Möglichkeit, wie diese Verbindungen entstehen können.

dua.com für Albaner in Großbritannien

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Daten zur Gemeinschaft auf dua.com

Albaner im Vereinigten Königreich auf dua.com — in Zahlen

Der übrige Inhalt dieser Seite stützt sich auf das ONS, das Innenministerium und wissenschaftliche Forschung. Die folgenden Zahlen stammen aus einer anderen Quelle: dua.com selbst. Sie geben einen Einblick in die albanische Gemeinschaft von innen — wer Kontakte knüpft, wo diese Menschen leben und wie ihre Verbindungen Grenzen überschreiten.

Im Vereinigten Königreich gibt es mehr als 37.000 dua.com Mitglieder, davon mehr als 16.000 in London. Das entspricht auffallend dem Bild, das wir im Zensus sehen: London ist der Ort, an dem sich der größte Teil der albanischen Gemeinschaft niedergelassen hat.

Aber die Zahlen sagen uns mehr als nur den Wohnort.

Von den Mitgliedern, die uns gesagt haben, wonach sie suchen, sagen 65 Prozent, dass sie eine ernsthafte Beziehung, einen Partner oder eine Ehe wollen. Und unter denen, die zu Familienplänen geantwortet haben, sagen 75 Prozent, dass sie Kinder wollen.

Mit anderen Worten: Für viele Menschen auf der Plattform geht es nicht nur darum, jemanden Neues kennenzulernen. Es geht darum, jemanden zu finden, mit dem sie etwas aufbauen können.

Die Verbindungen enden auch nicht an der britischen Grenze. Ungefähr 87 Prozent der jüngsten Matches haben zu einem Gespräch geführt. Zwischen April und Ende Juli 2026 verbanden mehr als 6.200 Matches Mitglieder in Großbritannien mit Albanern im Kosovo, in Albanien und Nordmazedonien.

Und dann gibt es Fly. London ist das meistgewählte Ziel, gefolgt von Tirana und Pristina. Es ist ein kleines, aber interessantes Detail: Selbst wenn Menschen in Großbritannien leben, reichen ihre Verbindungen bis zu den Orten, aus denen sie oder ihre Familien stammen.

Nimmt man all das zusammen, entsteht ein bekanntes Bild. Die albanische Gemeinschaft in Großbritannien mag in britischen Städten verwurzelt sein, aber ihre Beziehungen sind immer noch sehr grenzüberschreitend. dua.com ist einfach ein Ort, an dem diese Verbindungen heute stattfinden.

dua.com Standortillustration, die 16.301 Mitglieder in London hervorhebt
Registrierte Mitglieder im Vereinigten Königreich
37.290
Mitglieder in London
16.301
Matches, die in ein Gespräch übergehen
87%
Suchen eine ernsthafte Beziehung, einen Partner oder eine Ehe
65%
Wünschen sich Kinder
75%
Matches mit Mitgliedern im Kosovo, in Albanien und Nordmazedonien
6.276
Meistgewählte Ziele in Fly
London, Tirana, Pristina

Interne Daten von dua.com (dua_city_country_insights, Juli 2026). Die Prozentwerte beziehen sich auf die Mitglieder, die die jeweilige Profilfrage beantwortet haben, nicht auf alle Mitglieder. Die Matches mit Mitgliedern in den Herkunftsländern umfassen den Zeitraum von April bis zum 27. Juli 2026.

Datengrundlage

Die vollständige Berechnung: So entsteht die Gesamtzahl

Dieser Abschnitt zeigt die Rechnung hinter "mehr als 150.000", einschließlich allem, was nicht gezählt werden konnte. Wer mit der Überschrift nicht einverstanden ist, sollte genau sehen können, wo man widersprechen kann.

Was gezählt wurde

Die gezählten Komponenten der britischen albanischen Bevölkerung mit ihren Quellen
KomponenteZahlQuelle
In Albanien geboren, England und Wales68.672Volkszählung 2021, Geburtsland (erweitert), Kategorie 39
In Albanien geboren, Nordirland142NISRA-Sonderauswertung CT0124
Im Kosovo geboren, England und Wales30.515Volkszählung 2021, Kategorie 47
Im Kosovo geboren, Nordirland60NISRA CT0124
Zwischensumme zum Zensusstichtag 21. März 202199.389
Kinder in Albanien geborener Mütter, geboren in England und Wales 2021–202517.800ONS, Geburtsland der Eltern
Gezählte Untergrenze117.189Keine Modellschätzung enthalten

Neben dieser Untergrenze gibt es eine separate Zählung, die sich nicht ohne Weiteres addieren lässt. Das Bildungsministerium zählte im Frühjahr 2018 16.255 Schüler an staatlichen Schulen in England mit Albanisch als Erstsprache. Nur 10 Prozent waren erst nach der Eingangsklasse Reception in das englische Schulsystem eingetreten. Die Tabelle verknüpft Erstsprache und Geburtsland jedoch nicht, und die Volkszählung 2021 zeigt nicht, welche dieser Schüler drei Jahre später noch im Land lebten. Manche waren im Vereinigten Königreich geboren und fehlten in der Summe nach Geburtsland; andere waren im Ausland geboren und bereits darin enthalten. Die Schülerzahl ist ein starker Beleg für die Größe und Verwurzelung der zweiten Generation. Wie groß der Anteil ohne Überschneidung ist, bleibt aber unbekannt.

Was nicht gezählt werden konnte — und wie es die Gesamtzahl verändert

Sechs der sieben Bestandteile können die Summe nur erhöhen. Der siebte — der Wanderungssaldo seit März 2021 — könnte positiv oder negativ sein. Niemand weiß, in welche Richtung er wirkt.

  1. Schottland. Keine veröffentlichte Zahl. National Records of Scotland fasst Albanien in einer Kategorie aus sechs Ländern mit 3.684 Personen zusammen. Dazu gehört auch die Ukraine, gezählt einen Monat nach der Invasion. Kosovo liegt in einer anderen Kategorie mit 7.709 Personen. Die einzige vorhandene Zahl für Menschen aus Albanien in Schottland ist eine Umfrageschätzung von 1.000 mit einem Konfidenzintervall von ±2.000.
  2. Geburten von in Albanien geborenen Müttern zwischen 2015 und 2020. Sie wurden nie veröffentlicht, weil Albanien erst 2021 unter die zehn häufigsten Geburtsländer von Müttern rückte und das ONS nur diese zehn ausweist. Genau in diesem Zeitraum verdreifachte sich die Zahl der in Albanien geborenen Einwohner Englands und Wales ungefähr. Selbst bei der halben Geburtenrate von 2021 würden die sechs fehlenden Jahre etwa zehn- bis vierzehntausend Kindern entsprechen. Keines davon wird hier in die gezählte Summe aufgenommen.
  3. Die kosovarische zweite Generation, die vor 2018 die Schule verlassen hatte. Vor etwa 2002 geboren und deshalb außerhalb der Schülerzahl; hier geboren und deshalb außerhalb der nach Geburtsland ermittelten Zensuszahl. Der deutlichste Hinweis auf ihre Existenz ist indirekt: Nur 223 im Kosovo geborene Einwohner waren 2021 jünger als sechzehn, während die häufigste Altersgruppe der im Kosovo Geborenen 45–49 Jahre betrug. Eine Bevölkerung von 30.515 Personen, die überwiegend in den 1990er Jahren ankam und heute Ende vierzig ist, hat erwachsene, in Großbritannien geborene Kinder. Keines davon erscheint in einer Zahl auf dieser Seite.
  4. Kinder mit albanischen Wurzeln, deren Erstsprache als Englisch erfasst wurde. Die Schülerzahl zählt nur Kinder mit Englisch als zusätzlicher Sprache. Ein Kind aus einem gemischten Haushalt oder aus einer seit 1999 hier lebenden Familie ist darin nicht enthalten.
  5. Ethnische Albaner, die in Nordmazedonien, Serbien und Montenegro geboren wurden. Leser erwarten bei diesem Bestandteil oft eine große Zahl. Die britischen Belege rechtfertigen jedoch nicht, diese gesamten Geburtslandgruppen zu einer ethnisch albanischen Bevölkerung zu addieren. Ethnische Albaner machen ungefähr ein Viertel der Bevölkerung Nordmazedoniens aus; mehrere Tausend im Vereinigten Königreich wären daher zunächst eine vernünftige Erwartung. Doch insgesamt leben nur 7.547 in Nordmazedonien geborene Menschen in England und Wales. Davon gaben 5.876 eine christliche Religion an und nur 479 den Islam. Auch ihre räumliche Verteilung unterscheidet sich: Sie konzentrieren sich in Reading, Cherwell, Swindon und Arun, abseits des albanischen Siedlungsbogens in Enfield, Barnet und Haringey. Das ist mit überwiegend slawisch-mazedonischer Arbeitsmigration vereinbar; Aus Geburtsland, Religion und Wohnort lässt sich die ethnische Zugehörigkeit aber nicht feststellen. Zählte man alle Muslime, alle Personen ohne Religion und alle ohne Religionsangabe als Albaner und schlösse alle als christlich Erfassten aus, ergäbe sich ein illustratives Szenario von etwa 1.600. Das ist keine ethnische Obergrenze: Auch Albaner können Christen sein, und nicht alle eingeschlossenen Personen müssen Albaner sein. Unter den in Serbien Geborenen: 471 Muslime von 11.713 Personen. In Montenegro geboren: insgesamt 1.075. Die 7.547 und 11.713 vollständig zu einer Gesamtzahl der „Albaner im Vereinigten Königreich“ zu addieren, wie es manche Quellen tun, wäre schlicht falsch — genau solche Fehler soll diese Seite vermeiden. Zu den wichtigen Zielländern der Albaner Nordmazedoniens gehörten die Schweiz, Deutschland und Italien; die veröffentlichten britischen Zahlen zeigen nicht, wie viele hierherkamen.
  6. Die Diaspora einer Diaspora. In Albanien geborene Menschen mit EU- oder irischen Pässen sind in der Volkszählung enthalten — 20.425 Personen, darunter Inhaber italienischer Pässe und die oben erläuterte Gruppe mit vermutlich griechischen Pässen. Ihre in Italien oder Griechenland geborenen Kinder sind in diesem Geburtslandtotal nicht enthalten: Sie erscheinen als in Italien oder Griechenland geboren, und kein britischer Datensatz kreuzt das Geburtsland mit der ethnischen Herkunft. Dies ist die größte tatsächlich unbekannte Größe auf dieser Seite.
  7. Nettoveränderung seit März 2021. Unbekannt und möglicherweise gering. Auf 16.800 Asylanträge im Jahr 2022 folgten 17.331 Rückführungen und Rückreisen im Zeitraum 2023–25. Die Zahl der Einbürgerungen und erteilten unbefristeten Aufenthaltsgenehmigungen stieg stark; Familienanträge im EUSS liegen weiterhin bei 5.000–6.000 jährlich.

Warum mehr als 150.000

Am Anfang stehen die beiden unabhängigen Schätzungen, die bereits im Umlauf sind. Der Innenausschuss des Unterhauses (House of Commons Home Affairs Committee) nennt in Asylum and migration: Albania (HC 197, 12. Juni 2023) „schätzungsweise 140.000 Albaner“ im Vereinigten Königreich und verweist auf eine schriftliche Stellungnahme von Dr. Andi Hoxhaj vom UCL. Das Shpresa Programme, die größte Wohltätigkeitsorganisation der Gemeinschaft, erklärte gegenüber Citizens UK im November 2022, die Bevölkerung übersteige 140.000. Beide veröffentlichten keine Methode. Die Aussagen entstanden, bevor die Zensuszahlen von 2021 abgerufen werden konnten. Sie beschrieben eine Gemeinschaft, für die inzwischen fünf weitere Jahre an Geburten, dauerhafter Niederlassung und Einbürgerungen hinzugekommen sind.

Die oben zusammengestellte gezählte Untergrenze beträgt 117.189: 99.389 bei der Volkszählung 2021 erfasste Menschen, die in Albanien oder im Kosovo geboren wurden, plus 17.800 im Vereinigten Königreich geborene Kinder in Albanien geborener Mütter aus den Jahren 2021 bis 2025. Das ist eine Untergrenze, keine Schätzung der gesamten Gemeinschaft. Hinzu kommen die sechs Jahre unveröffentlichter Geburten — plausibel zehn- bis vierzehntausend Kinder — und der im Vereinigten Königreich geborene Anteil der 16.255 erfassten Schüler. Danach folgen die vor 2002 geborene kosovarische zweite Generation, Schottland, Kinder mit albanischen Wurzeln und Englisch als erfasster Erstsprache sowie Familien, deren Geburtsland Italien oder Griechenland ist. Mehr als 150.000 bleibt die am besten belegte Größenordnung. Eine Spanne von ungefähr 150.000 bis 175.000 erfordert weniger Annahmen als jede höhere Zahl, bleibt aber eine begründete Spanne und keine offizielle Zählung.

Könnten es 200.000 sein? Ja — als Möglichkeit, nicht als gemessene Gesamtzahl. Dafür müssten die nicht gezählten Gruppen zusammen etwa 83.000 Menschen zusätzlich zur gezählten Untergrenze umfassen: den in Großbritannien geborenen Teil der Schülergruppe von 2018, die ältere kosovarische zweite Generation, die fehlenden Geburten von 2015–2020, Schottland und in Italien, Griechenland oder anderswo geborene Familien. All diese Gruppen existieren. Kein britischer Datensatz kann jedoch ihre gemeinsame Gesamtzahl ohne Doppelzählungen bestimmen. Damit bleiben 200.000 als obere Möglichkeit plausibel, sind aber nicht ausreichend belegt, um als Hauptzahl zu dienen.

Der Vollständigkeit halber die anderen kursierenden Zahlen samt ihren Bezugsgrößen: eine Angabe der albanischen Regierung von ungefähr 50.000, die unter der Zensuszahl der in Albanien geborenen Einwohner allein Englands liegt und deshalb nicht stimmen kann; eine IOM-Schätzung von 70.000–100.000 aus einer Erhebung in London von 2008, deren Originalquelle nicht verifiziert ist; und „47.000 (ONS 2019)“, oben behandelt. Daraus sollte kein Durchschnitt gebildet werden. Die Zahlen messen unterschiedliche Dinge und erfassen sie unzureichend.

Was die Frage klären würde

Eine ONS-Sonderauswertung: Geburtsland, verknüpft mit ethnischer Zugehörigkeit und gehaltenen Pässen, mit einer eigenen Angabe für Griechenland. Das ONS hat einer Privatperson auf eine Informationsfreiheitsanfrage bereits mitgeteilt, dass die multivariaten Daten zur Beantwortung der Frage nach griechischen Pässen nicht vorlägen. Sein flexibles Werkzeug zur Tabellenerstellung führt Albanisch weder als separate Sprache noch als nationale Identität. Zwei weitere Informationsfreiheitsanfragen im Jahr 2025, im Abstand von fünf Wochen, verlangten beide die Zahl der im Vereinigten Königreich geborenen Kinder albanischer Eltern. Beide wurden mit der Begründung abgelehnt, die Angaben seien anderweitig ohne Weiteres zugänglich. Immer wieder versucht jemand, Großbritannien zu fragen, wie viele Albaner dort leben. Immer wieder kann Großbritannien keine Antwort geben.

Verzeichnis

Ein praktisches Verzeichnis für Albaner im Vereinigten Königreich

Alle folgenden Angaben wurden im August 2026 geprüft. Gemeinschaftsorganisationen ziehen um, kleine Wohltätigkeitsorganisationen schließen. Prüfe die aktuellen Angaben, bevor du hinfährst.

Die Bronzebüste von Skanderbeg, dem albanischen Nationalhelden des fünfzehnten Jahrhunderts in seinem gehörnten Helm, auf ihrem steinernen Sockel in Bayswater, West-London
Skanderbeg in Bayswater – der albanische Nationalheld des fünfzehnten Jahrhunderts, an einer Straßenecke im Westen Londons. Foto: Des Blenkinsopp / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

Konsularische Dienste

Embassy of the Republic of Albania

33 St George’s Drive, London SW1V 4DG

Botschafter Uran Ferizi, akkreditiert für das Vereinigte Königreich und Irland. Konsularische Dienste laufen über das Online-Portal des albanischen Außenministeriums.

Embassy of the Republic of Kosovo

8 John Street, London WC1N 2EB

Botschafter Ilir Kapiti. Auch in Irland akkreditiert.

Gemeinschaft und Beratung

Shpresa Programme

Mansfield House, 30 Avenons Road, Plaistow, London E13

Eingetragene Wohltätigkeitsorganisation 1110688. Beratung, Interessenvertretung, albanische Schulen, rechtliche Unterstützung bei der Bekämpfung des Menschenhandels durch Breaking the Chains, Frauen- und Elternprogramme. Arbeitet in Newham, Barking und Dagenham, Redbridge, Enfield und Haringey und seit 2020 landesweit.

Ardhmëria

Standard House, 107–115 Eastmoor Street, Charlton, London SE7 8LX

Wohltätigkeitsorganisation 1118989. Fünf Ergänzungsschulen im Großraum London.

Nënë Tereza

Community House, 311 Fore Street, Edmonton, London N9 0PZ

Wohltätigkeitsorganisation 1137791. Samstagsschule, Beratung, Interessenvertretung, Gefängnisarbeit.

British Albanian Kosovar Council

Resource for London, 356 Holloway Road, London N7 6PA

Wohltätigkeitsorganisation 1072694. Jugendclubs und Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag Kosovos.

Albanian Community “Faik Konica”

SW10, Chelsea

Wohltätigkeitsorganisation 1076004. Muttersprachlicher Unterricht und offene Beratung ohne Termin.

UKAP Foundation

London N1

Wohltätigkeitsorganisation 1215303. Mentoring, Vortragsveranstaltungen und ein Stipendienprogramm für junge Menschen albanischer Herkunft.

Albania UK Charity

Whitefield, Manchester M45

Wohltätigkeitsorganisation 1196710.

AlbScott (Albanian Scottish Association)

Garnethill Multicultural Centre, 21 Rose Street, Glasgow G3 6RE

Schottische Wohltätigkeitsorganisation SC043062.

Glaube

UK Albanian Muslim Community and Cultural Centre

Carlton Vale / Canterbury Road, London NW6 5DA

Xhamia e Shqiptarëve. Wohltätigkeitsorganisation 1057193. Fünf tägliche Gebete, Unterricht, Hochzeiten, Beerdigungen, Materialien in albanischer Sprache.

British Albanian Muslim Community

41A Mill Lane, West Hampstead, London NW6 1NB

Wohltätigkeitsorganisation 1159724.

Albanian Muslim Community London

Blackhorse Lane, Walthamstow, London E17 6SH

Wohltätigkeitsorganisation 1212790. Freitagsgebet und Unterricht auf Albanisch.

Albanian and Kosovan Catholic chaplaincy

St Charles Borromeo, 8 Ogle Street, London W1W 6HS

Pater Gary Walsh. Erkundige dich bei der Pfarrei nach den Gottesdienstzeiten.

Sprache und Kultur

Shkolla Shqipe “Kosova”

Haverstock School, Chalk Farm, London NW3

Seit dem 3. Oktober 1993 in Betrieb; die älteste albanische Schule Großbritanniens.

Albanian supplementary schools

Zwölf Städte plus etwa zwanzig Londoner Standorte

Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Bristol, Cardiff, Northampton, Luton, Oxford, Reading, Bracknell und Brighton. Qendra e Botimeve për Diasporën der albanischen Regierung veröffentlicht das Register.

Anglo-Albanian Association

London

Vorträge, Buchvorstellungen, Filmvorführungen und die Gazette, dreimal im Jahr. Gegründet 1912–13.

UCL SSEES

Bloomsbury, London

Hat Albanisch-Abendkurse angeboten, darunter Kurse für Menschen mit Albanisch als Herkunftssprache — aktuelle Verfügbarkeit prüfen. Hier befindet sich die Mann Collection.

Skanderbeg-Büste

Bayswater, London W2

Das einzige bei dieser Recherche ermittelte öffentliche Denkmal der Gemeinschaft im Zentrum Londons.

An anderer Stelle in dieser Serie

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Albanern im Vereinigten Königreich

Wie viele Albaner leben im Vereinigten Königreich?
Nach den besten verfügbaren Belegen mehr als 150.000, wobei 200.000 eine plausible, aber nicht gemessene obere Möglichkeit sind. Die gezählte Untergrenze beträgt 117.189: 99.389 in Albanien oder im Kosovo geborene Menschen, die bei der Volkszählung 2021 in England, Wales und Nordirland erfasst wurden, plus 17.800 im Vereinigten Königreich geborene Kinder in Albanien geborener Mütter aus den Jahren 2021 bis 2025. Separat zählte das Bildungsministerium 2018 an staatlichen Schulen in England 16.255 Schüler mit Albanisch als Erstsprache. Das belegt eine große, hier verwurzelte Schülergeneration. Die Zahl lässt sich jedoch nicht vollständig addieren, weil die veröffentlichte Tabelle nicht zwischen im Vereinigten Königreich und im Ausland geborenen Schülern unterscheidet. In der Untergrenze fehlen weiterhin sechs Jahre unveröffentlichter Geburten, die ältere kosovarische zweite Generation, Schottland und in Italien oder Griechenland geborene Familien.
Warum gibt es keine offizielle Zahl darüber, wie viele Albaner in Großbritannien leben?
Weil die statistischen Kategorien nicht zur Frage passen. Die Volkszählung erfasst das Geburtsland und lässt damit bei einer Auswertung nach Albanien oder Kosovo die zweite Generation aus. Die Frage zur ethnischen Zugehörigkeit hat ein Freitextfeld, das die meisten Albaner leer ließen. „Albanisch“ ist überhaupt keine codierte nationale Identität. Das Innenministerium erfasst die Staatsangehörigkeit, sodass ein Albaner mit italienischem Pass als Italiener geführt wird. Das ONS stellte seine jährlichen Schätzungen nach Geburtsland im Oktober 2022 ein und hat keinen Ersatz mit Angaben für einzelne Länder veröffentlicht. Schottland veröffentlicht in keiner Form eine eigene Zahl für Albaner. Eine belastbare Antwort erfordert eine Sonderauswertung, für die bisher niemand bezahlt hat.
Warum gibt es so viele Albaner im Vereinigten Königreich?
Aus zwei unterschiedlichen Gründen, die dreißig Jahre auseinanderliegen. Kosovaren kamen zwischen 1998 und 2000 als Flüchtlinge; 4.346 von ihnen wurden im Sommer 1999 von der britischen Regierung eingeflogen. Albaner kamen überwiegend nach 2014 zum Arbeiten, vor allem im Baugewerbe. Sie folgten familiären Verbindungen zwischen bestimmten albanischen Bezirken und bestimmten englischen Städten, besonders aus der nordalbanischen Region Kukës. Als Swiss Contact dort 1.800 Haushalte befragte, nannten 59 Prozent der Auswanderungswilligen Großbritannien als Ziel. Menschen aus Südalbanien gehen nach Griechenland und Italien; Menschen aus dem Norden kommen hierher.
Wo leben Albaner in London?
In einem Bogen durch Nordlondon mit Enfield, Barnet und Haringey als Schwerpunkten: Southgate, Palmers Green, Bowes Park, Wood Green, die Harringay Ladder, New Barnet und Bush Hill Park. Allein Enfield zählt 6.386 in Albanien oder im Kosovo geborene Menschen, etwa jeden zweiundfünfzigsten Einwohner, und mehr Albanischsprachige als jedes andere Kommunalgebiet in England und Wales. In Southgate erreicht der Anteil jeden zwanzigsten Einwohner. Kosovaren leben in ganz anderen Gebieten: In Camden kommen auf einen in Albanien geborenen Einwohner mehr als vier im Kosovo Geborene, in Westminster mehr als drei. Das passt zu den Sozialwohnungen im inneren London, in denen der kosovarische Asylzustrom der 1990er Jahre untergebracht wurde. Ein Datensatz zu den einzelnen Zuweisungen existiert allerdings nicht.
Wo leben Albaner im Vereinigten Königreich außer London?
Birmingham hat mit 1.627 in Albanien geborenen Einwohnern die größte Zahl außerhalb der Hauptstadt; in einer Stadt mit 1,14 Millionen Einwohnern fällt das jedoch kaum auf. Nach Bevölkerungsanteil ist überraschenderweise Oxford mit 0,75 Prozent die Stadt außerhalb Londons mit der stärksten albanischen Präsenz. Luton zählt 1.161 in Albanien Geborene, West Northamptonshire 1.204. Dazu kommt ein deutlicher Ring von Orten knapp außerhalb der M25: Borehamwood, Potters Bar, Watford, Cheshunt, Waltham Cross und Thurrock. Dorthin ziehen Familien aus Enfield und Barnet. Das Publikationszentrum für die Diaspora der albanischen Regierung führt Samstagsschulen in zwölf Städten auf und stellt ihre Lehrbücher bereit; die Schulen selbst arbeiten ehrenamtlich. Ihre Standorte folgen fast genau dem Muster der Volkszählung.
Sind Kosovaren Albaner?
Die große Mehrheit der Bevölkerung Kosovos ist ethnisch albanisch, spricht Albanisch und bezeichnet sich als albanisch. Kosovo ist seit 2008 ein unabhängiger Staat und wurde im selben Jahr vom Vereinigten Königreich anerkannt. In Großbritannien beschreiben die beiden Begriffe zwei Gemeinschaften mit derselben Sprache und unterschiedlichen Geschichten. In der Volkszählung 2021 trugen 13.145 Menschen „Kosovan“ in das Feld zur ethnischen Zugehörigkeit ein und 45.601 „Albanian“. Neun von zehn im Kosovo geborenen Einwohnern besitzen britische Pässe, vier von fünf bezeichnen sich als britisch. Bei den in Albanien Geborenen liegen beide Anteile unter einem Viertel. Die meisten Familien verwenden beide Begriffe und empfinden das nicht als kompliziert.
Wie viele Kosovaren leben im Vereinigten Königreich?
2021 wurden in England und Wales 30.515 im Kosovo geborene Menschen gezählt, dazu 60 in Nordirland und eine unveröffentlichte Zahl in Schottland. Kosovo hat seit 2011 einen eigenen Code in der Volkszählung. Der Wert erscheint jedoch in keiner veröffentlichten ONS-Standardtabelle; dafür muss man eine eigene Tabelle erstellen. Drei Viertel kamen allein im Jahrzehnt 1991–2000 an, und nur 223 waren jünger als sechzehn. Das zeigt, dass die tatsächliche kosovarische Bevölkerung Großbritanniens deutlich größer als 30.515 ist und überwiegend aus hier Geborenen besteht.
Wann kamen Albaner zum ersten Mal nach Großbritannien?
Als Gemeinschaft kamen sie in den 1990er Jahren: Noch 2001 lebten in England und Wales lediglich 2.238 in Albanien geborene Menschen. Einzelne Personen kamen viel früher. Faik Konica, der Begründer der modernen albanischen Prosa, lebte 1903 in Islington und gab seine Zeitschrift Albania von London aus heraus. König Zog und sein Hofstaat verbrachten den Zweiten Weltkrieg in Großbritannien, zunächst im Ritz, später in Buckinghamshire. Die Beziehung reicht noch weiter zurück: Byron ritt 1809 an den Hof von Ali Pascha und wurde 1813 in albanischer Tracht porträtiert.
Welche Religion haben Albaner im Vereinigten Königreich?
Das hängt ganz davon ab, welche Gruppe gemeint ist — genau hier liegen die meisten veröffentlichten Antworten falsch. Unter den in Albanien geborenen Einwohnern Englands und Wales gaben 2021 insgesamt 34,2 Prozent eine christliche Religion an, 29,8 Prozent den Islam und 26,1 Prozent keine Religion. Dass es mehr Christen als Muslime sind, überrascht viele britische Leser. Unter den im Kosovo Geborenen gaben 48,4 Prozent den Islam und 10,4 Prozent das Christentum an. Die albanischen Einrichtungen Großbritanniens spiegeln diese Vielfalt wider: fünf albanische muslimische Wohltätigkeitsorganisationen und eine gemeinsame albanische und kosovarische katholische Seelsorge an St Charles Borromeo in Marylebone. Eine albanisch-orthodoxe Gemeinde oder eine Bektaschi-Tekke ließ sich bei dieser Recherche nirgendwo im Land ermitteln.
Welche Sprache sprechen Albaner im Vereinigten Königreich?
Albanisch: 52.328 Einwohner Englands und Wales gaben es 2021 als Hauptsprache an, 61 Prozent mehr als ein Jahrzehnt zuvor. Damit ist es die meistgesprochene europäische Sprache aus einem Nicht-EU-Land und macht 70 Prozent dieser gesamten Kategorie aus. Keine britische staatliche Schule bietet es als reguläres Unterrichtsfach an, und es gibt weder einen GCSE- noch einen A-Level-Abschluss darin. Eine Petition von 2022 zur Einführung eines solchen Abschlusses erhielt 1.916 Unterschriften und blieb erfolglos. Stattdessen gibt es ein ehrenamtliches Netz von Samstagsschulen an ungefähr dreißig Standorten. Die älteste besteht seit Oktober 1993 in Nordlondon.
Benötigen Albaner ein Visum, um das Vereinigte Königreich zu besuchen, und können sie hier arbeiten?
Für einen Besuch benötigen sie ein Visum. Das ist eine der deutlichsten Asymmetrien beim Reisen in Europa: Albaner können seit 2010 visumfrei in den Schengen-Raum einreisen, Kosovaren seit Januar 2024; für Großbritannien brauchen beide weiterhin ein Visum. 2025 lehnte das Vereinigte Königreich 27,9 Prozent der albanischen Besuchervisumanträge ab, gegenüber einem weltweiten Durchschnitt von 20,8 Prozent. 2023 waren es 47,9 Prozent. Wer hier arbeiten will, benötigt wie alle anderen außerhalb der entsprechenden Freizügigkeitsregelungen ein Arbeitsvisum. 2025 wurden 224 an albanische Staatsangehörige erteilt, gegenüber 873 im Jahr 2023. Albaner, die bereits hier niedergelassen sind, arbeiten im Rahmen ihres jeweiligen Aufenthaltsstatus. Fast ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitet im Baugewerbe.
Wie viele Albaner beantragen Asyl im Vereinigten Königreich, und wie viele erhalten Asyl?
Im Jahr 2022 stellten 16.800 Menschen einen Asylantrag — mehr als bei jeder anderen Staatsangehörigkeit und 17,7 Prozent aller Anträge im Vereinigten Königreich. Bis 2025 sank die Zahl auf 1.816 und damit auf Platz siebzehn. Die Anerkennungsquote für Hauptantragsteller — positive Entscheidungen geteilt durch die Summe aus positiven Entscheidungen und Ablehnungen — fiel von 48,4 Prozent im Jahr 2022 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024. Für alle Antragsteller zusammen betragen die entsprechenden Werte 62,1 und 3,4 Prozent. Nach Geschlecht unterscheiden sich die Quoten seit jeher stark: 2022 lagen sie für albanische Frauen bei 86,9 Prozent und für Männer bei 14,6 Prozent. Die Regierung führt diesen Unterschied auf eine Gerichtsentscheidung von 2016 zum Schutz albanischer Frauen zurück, die Opfer von Menschenhandel wurden. Die unabhängige Grenzinspektion hielt später fest, den Entscheidern sei mitgeteilt worden, sie dürften positive Asylentscheidungen für Albaner nicht mehr umsetzen, selbst wenn die Entscheidung bereits schriftlich vorlag. Auf Nachfrage der Inspektoren hätten Führungskräfte erklärt, auf Ministerebene sei entschieden worden, dass höchstens 2 Prozent der albanischen Anträge erfolgreich sein sollten.
Wie viele Albaner sitzen in britischen Gefängnissen?
Am 30. Juni 2026 saßen in England und Wales 943 albanische Staatsangehörige im Gefängnis. Das war die größte einzelne ausländische Staatsangehörigkeitsgruppe: 9,3 Prozent der ausländischen Gefangenen und 1,10 Prozent aller Gefangenen. Ende 2023 waren es noch 1.323. Zwei Punkte sind für die Einordnung entscheidend: Albaner waren bereits im Dezember 2019 die größte ausländische Gruppe in Haft, drei Jahre vor den Ankünften in kleinen Booten; die beiden Phänomene betreffen also nicht dieselbe Bevölkerung. Zudem erfasst die Zahl die Staatsangehörigkeit, nicht den Wohnsitz, und enthält damit auch Menschen ohne Wohnsitz im Vereinigten Königreich. Zugleich waren Albaner von 2018 bis 2024 jedes Jahr die ausländische Staatsangehörigkeitsgruppe, die am häufigsten dem britischen System zur Erkennung von Opfern moderner Sklaverei gemeldet wurde.
Wer sind die berühmtesten Albaner Großbritanniens?
Dua Lipa, geboren in London als Tochter von Eltern aus Pristina, und Rita Ora, geboren in Pristina und 1991 als Baby nach London gebracht. Darüber hinaus: Lea Ypi, die den Ralph-Miliband-Lehrstuhl an der LSE innehat; der Komponist Thomas Simaku in York; die Künstlerin Alketa Xhafa-Mripa, deren Thinking of You Installation Teil der Kampagne war, die das kosovarische Recht änderte; der Schauspieler Orli Shuka; und eine wachsende Gruppe in England geborener Fußballer – Armando Broja, Anis Mehmeti, Maldini Kacurri – die in englischen Nachwuchsakademien ausgebildet wurden und sich entschieden, für Albanien zu spielen. Bebe Rexha, Ava Max und die Belushis sind albanisch-amerikanisch und gehören auf eine andere Liste.
Wo kann man andere Albaner im Vereinigten Königreich treffen?
Vor Ort: in den Samstagsschulen an ungefähr dreißig Standorten in England, von Sheffield bis Brighton; in der albanischen Moschee an Carlton Vale und der katholischen Seelsorge an der Ogle Street; bei Vorträgen der Anglo-Albanian Association; bei öffentlichen Veranstaltungen der beiden Botschaften; am 28. November auf dem Trafalgar Square; und in Wembley, wenn die albanische Nationalmannschaft dort spielt. Online und für gezieltere Begegnungen als bloße Gesellschaft gibt es dua.com, die eigene Plattform der albanischen Gemeinschaft. Sie ist so aufgebaut, dass das erste Gespräch dort beginnen kann, wo die Erklärungen zur eigenen Herkunft bereits verstanden sind.

Eduard Luta

CMO bei dua.com · Aktualisiert am 10. September 2026 · Letzte Quellenprüfung: 9. August 2026

Über diesen Leitfaden

Redaktionelle Methodik: Das Vereinigte Königreich veröffentlicht keine offizielle Gesamtzahl seiner albanischen Bevölkerung. Deshalb leitet diese Seite eine Zahl her und legt die Rechnung offen. Die gezählte Untergrenze beträgt 117.189: 68.672 in Albanien und 30.515 im Kosovo geborene Einwohner Englands und Wales sowie 142 und 60 in Nordirland bei der Volkszählung 2021, hinzu kommen 17.800 im Vereinigten Königreich geborene Kinder in Albanien geborener Mütter aus den Jahren 2021 bis 2025. Jede Zahl wird auf eine konkrete Tabelle und ein Bezugsdatum zurückgeführt. Unterschiedliche Messgrößen bleiben getrennt; strittige Aussagen werden als solche gekennzeichnet.

Quellen

  1. Office for National StatisticsVolkszählung 2021, Geburtsland (erweitert, 190 Kategorien) – die Klassifikation, die Albanien (39) und Kosovo (47) umfasst, nur über die Census-Observations API verfügbar. (2023)
  2. Office for National Statistics / NomisDie Tabellen der Volkszählung 2021 TS022 (ethnische Gruppe, detailliert) und TS024 (Hauptsprache, detailliert) sowie die Geburtsländertabellen 2001 und 2011 UV008 und QS213EW (2023)
  3. NISRASonderauswertung der Volkszählung 2021, CT0124: Geburtsland (vollständige Gliederung) nach Geschlecht, Nordirland (2024)
  4. National Records of ScotlandSchottische Volkszählung 2022, Tabelle UV204 zum Geburtsland — die Zusammenfassung von sechs Ländern, die eine eigene Zahl für Albaner in Schottland verhindert (2024)
  5. Department for EducationEnglischkenntnisse von Schülern mit Englisch als zusätzlicher Sprache, Februar 2020, Tabelle 12 — 16.255 Schüler mit Albanisch als Erstsprache in England; 10 Prozent traten erst nach Reception in das Schulsystem ein (2020)
  6. Office for National StatisticsGeburtsland der Eltern, Ausgabe 2025, Tabellen 2a und 2b — Geburten von in Albanien geborenen Müttern und Vätern in England und Wales (2026)
  7. Office for National StatisticsBevölkerung des Vereinigten Königreichs nach Geburtsland und Nationalität (eingestellt nach Juni 2021) – die Quelle der weithin zitierten Zahl von 47.000 (2021)
  8. Office for National StatisticsAntwort auf eine Informationsfreiheitsanfrage: Albanian residents in the UK — die eigene Erklärung des ONS dafür, warum keine eindeutige Zahl verfügbar ist (2025)
  9. Home OfficeStatistik des Einwanderungssystems für das Jahr bis März 2026 — Datensätze Asy_D01 D02, IER_D01 D05, Ret_D01 D03, Cit_D01 / D02, Se_D02, Vis_D02, EUSS_D01 / D02, Det_D01–D03 (2026)
  10. Home OfficeModerne Sklaverei: Statistik zum National Referral Mechanism und zur Meldepflicht (Duty to Notify), Jahresübersichten 2018 bis 2025 (2026)
  11. Home OfficeAsylanträge aus Kosovo 1996–1999 und das humanitäre Evakuierungsprogramm — der einzige veröffentlichte Nachweis der 4.346 im Jahr 1999 eingeflogenen Menschen (2000)
  12. Home OfficeGemeinsames Kommuniqué Großbritannien–Albanien im Zusammenhang mit Menschenhandel, 13. Dezember 2022 (2022)
  13. House of Commons Home Affairs CommitteeAsylum and migration: Albania, HC 197, zweiter Bericht der Sitzungsperiode 2022–23 — Quelle der Schätzung von 140.000 und der Umfrageergebnisse aus Kukës (2023)
  14. Independent Chief Inspector of Borders and ImmigrationInspektion der Asylfallbearbeitung, Juni bis Oktober 2023 — der Bericht, der Operation BRIDORA und die auf hoher Ebene vorgegebene Obergrenze von 2 Prozent für positive Asylentscheidungen dokumentiert (2024)
  15. HansardDebatten im Unterhaus, 31. Oktober 2022 (Western Jet Foil und Manston) und 13. Dezember 2022 (Illegale Einwanderung) (2022)
  16. legislation.gov.ukNationality, Immigration and Asylum Act 2002, Abschnitte 94 und 80AA — Albanien wird seit dem 1. April 2003 als sicher eingestuft (2026)
  17. Ministry of JusticeVierteljährliche Statistik zum Strafvollzug — Gefangene nach Staatsangehörigkeit, England und Wales (2026)
  18. Court of Appeal (Criminal Division)R v BEP [2022] EWCA Crim 1881 — eine Verurteilung im Zusammenhang mit Cannabisanbau neben der abschließenden Feststellung, dass der albanische Betroffene Opfer moderner Sklaverei war (2022)
  19. Migration Observatory, University of OxfordAlbanische Asylsuchende im Vereinigten Königreich und in der EU: Ein Blick auf aktuelle Daten (2025)
  20. Eurostatmigr_acq — Erwerb der Staatsangehörigkeit nach vorheriger Staatsangehörigkeit: bis Ende 2020 etwa 480.000 Einbürgerungen von Albanern in Italien und Griechenland (2025)
  21. Charity Commission for England and WalesWohltätigkeitsregister, vollständiger monatlicher Auszug vom 7. August 2026 — die einundzwanzig britischen Organisationen der albanischen Gemeinschaft und die siebenundzwanzig seit 1995 gelöschten Organisationen (2026)
  22. UK Civil Aviation AuthorityFlughafendaten, Tabelle 12.1 — internationaler Passagierverkehr zwischen britischen Flughäfen und Tirana beziehungsweise Pristina (2026)
  23. Central Bank of the Republic of KosovoRücküberweisungen nach Herkunftsland, Tabellen 31 und 32 — 37,3 Millionen Euro aus dem Vereinigten Königreich und Rang zehn im Jahr 2025 (2026)
  24. Qendra e Botimeve për Diasporan (Republic of Albania)Verzeichnis albanischer Ergänzungsschulen in England — eine räumliche Verteilung, die keine Volkszählung sichtbar macht (2026)
  25. UK Government and Parliament PetitionsPetition 615921, Einführung der albanischen Sprache als GCSE und A Level – 1.916 Unterschriften und ihre Wahlkreiskarte (2022)
  26. King, R. & Karamoschou, C.Fragmentierte und fließende Mobilitäten: Weiterwanderung von Albanern aus Griechenland ins Vereinigte Königreich, Migracijske i etničke teme 35(2) (2019)
  27. Vathi, Z. & King, R.Narrative von Migration und Ansiedlung unter albanischen Einwanderern in London, Ethnic and Racial Studies 36(11) (2013)
  28. Shpresa ProgrammeDie größte albanischsprachige Gemeinschaftsorganisation Großbritanniens (eingetragene Wohltätigkeitsorganisation 1110688) (2026)
  29. Anglo-Albanian AssociationVon Aubrey Herbert 1912–13 gegründet; bis heute Herausgeberin der Gazette (2026)
  30. ONS Open Geography PortalLocal Authority Districts (Dezember 2021) UK BUC und Middle layer Super Output Areas (Dezember 2021) EW BSC — die Grenzen hinter der Karte auf dieser Seite. Enthält OS-Daten © Crown Copyright und Datenbankrecht 2021 (2021)
  31. House of Commons LibraryMSOA-Namen — die gebräuchlichen Nachbarschaftsnamen im Londoner Kartenausschnitt anstelle von ONS-Codes wie „Enfield 036“ (2024)